F. by Kehlmann

Donnerstag, im Zug nach B.N.  Und wieder ist es passiert. Schuld ist „F“ von Daniel Kehlmann. Warum ich es jetzt erst lese, wo das signierte Exemplar nachweislich seit 2013 in meinem Bücherschrank zwischen seinen vielen Kehlmann-Geschwistern steht, kann ich nicht sagen. Wie alle Romane vom großen D.K. ist es bestens geeignet, die Leserin, also mich, einzusaugen in eine aberwitzige, beklemmende, immer vage Handlung, die eindeutig nachhaltig auf mich wirkt. Ich sitze nicht mehr am Mainzer Bahnhof und warte auf den Zug, sondern in der Abendveranstaltung des unheimlichen Hypnotiseurs, der da so massiv in das Schicksal einer ganzen Familie eingreift. Oder

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Falsches Schweigen

Von Anna Schiller Das Schweigen der deutschen Öffentlichkeit zu den Geiseln der Hamas ist beschämend Die Deutschen rühmen sich gerne dafür, aus ihrer Geschichte gelernt zu haben. Im Umgang mit den von der Hamas verschleppten deutschen Staatsbürgern versagen jedoch Politik und Gesellschaft auf ganzer Linie. 185 Kommentare05.08.2025, 17.49 Uhr  3 min Hören Merken Drucken Teilen Ein Gedenkort für die Opfer des Hamas-Massakers auf dem Gelände des Nova-Festivals, von dem auch der deutsch-israelische Doppelbürger Rom Braslavski entführt wurde. Foto: Jim Hollander / Imago Sie lesen einen Auszug aus dem Newsletter «Der andere Blick am Abend», heute von Anna Schiller, Redaktorin NZZ Deutschland. Abonnieren Sie

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Lieblingsmenschen

Freitag, Tübingen. Schwuppdiwupp, cancelt die DB meine Zugfahrt. Ohne Angaben von Gründen. Ich fahre also erst morgen und gewinne einen Tag in Tübingen dazu. Das wird mein sozialer Tag: Treffen mit Mecki, Treffen mit A., Treffen mit meinem lieben T & Family. Lauter liebe Menschen, ohne die’s in meiner 1. Heimat längst nicht so schön wäre.

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Deal

Mittwoch, Tübingen. Zwei, drei Tage TopThema in den Medien: Der Big Deal zwischen v.d.Leyen und Trump. 750 Milliarden US-Dollar für US-Energie plus zusätzliche 600 Milliarden Dollar mehr Investition in die USA plus von der EU abgenickte 15-Prozent-Zölle auf EU-Waren – kein Zoll auf US-Waren. Und im Gegenzug? Das war der Gegenzug. Weil, die EU-Zölle hätten ja auch 30 Prozent … oder 100 Prozent … wir sind also nochmal gut weggekommen. Sehr teures LNG aus den USA, gewonnen durch das in Deutschland verbotene Fracking, das muss der Bevölkerung der europäischen Staaten jetzt nur noch schmackhaft gemacht werden. V.d.Leyen: Man wolle ja absolut

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Es geht weiter

Dienstag, Tübingen. Täglich kommen neue Nachrichten aus Eisenach rein, während ich mich in Tübingen mit FreundInnen treffe oder meinen lieben T. und Baby Z. besuche und die Restferien genieße: „Meine“ JungautorInnen wollen weitermachen. Einige von ihnen wurden bereits für zwei Kulturveranstaltungen gebucht. Sie freuen sich und sind ein bisschen aufgeregt, und ich freue mich für sie. Für eine kleine Schreibwerkstatt reichts jetzt schon. Über Doodle haben sich vier angemeldet, drei überlegen noch. Mehrere Locations sind im Gespräch. Nächste Woche treffe ich mich mit ein paar Leuten von verschiedenen Einrichtungen. Nichts Schulisches soll es sein – kein Klassenzimmer, keine Anwesenheitslisten, keine

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Umgelabelt

Samstag, Tübingen. Wie kann es sein, dass Grüne zu den Waffen rufen, während die AfD als Friedenspartei zu punkten versucht? Wieso muss sich heute als rechts beschimpfen lassen, wer für pazifistische Positionen eintritt? Die klugen Gedanken von Oliver Schlaudt und Daniel Burnfin in: Die Geburt der woken Falken (der Freitag vom 9. Januar 2025) um meine eigenen Gedanken ergänzt. * Keine Frage, dass ich mich schon als Jugendliche links verortet habe: Mein Herz schlug links (Empathie) und wir, also ich und mein Freundeskreis, handelten links (gezielter Aktionismus). Wie teilten (fast) alles: untereinander, in der WG. Und mit der Arbeiterklasse (theoretisch

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Mein Alptraum

Freitag, Tübingen. Genau DAVOR habe ich furchtbare Angst: Hab mich mal sehr gründlich mit dem Transhumanismus beschäftigt, weil ich zu einer Radiodiskussion zu dieser Thematik eingeladen war. Wir gehen in Meilenschritten darauf zu. Die meisten Menschen interessiert das nicht. Was ja irgendwie sehr unklug ist. Erst dieser Tagen hat Trump die Grenzenlosigkeit der KI postuliert: Keine Beschränkungen, keine Regulierung. Ein wunderschönes Baby sei die KI, man dürfe es in seiner Entwicklung nicht stören, man müsse es jetzt großziehen und ihm ermöglichen zu gedeihen. Wie zur Veranschaulichung postet er ein KI-generiertes Video von der angeblichen Verhaftung Obamas, während Trump selbst grinsend

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