Inspiration und Rezension

Freitag. Manchmal gibt es Rezensionen, die einen zum Weinen bringen – vor Freude, weil man so tief verstanden worden ist. Weil sie differenziert und ernsthaft, sprich uneitel, sind. Weil der Verfasser sich inspiriert gefühlt und in der Sache weitergedacht hat. So eine fand ich heute in der Leipziger Internet-Zeitung:

… „Es ist ein stellenweise sehr berührendes Buch und einige der Erzähler und ihre Verstorbenen werden einem auf neue Weise vertraut. Manchmal wird es traurig, oft aber auch ermutigend, weil es einen Teil unseres Lebens zeigt, den wir so gern ausblenden, weil wir uns vor dieser Flut von Gefühlen fürchten. Aber tatsächlich gibt es da gar nichts zu fürchten. Außer dieses dumme Gefühl, mit den Gestorbenen nie über all die Dinge geredet zu haben, die uns reineweg irre machen, weil wir sie immer wissen wollten und sollten. Und dann doch nie gefragt haben aus Angst, wir könnten die Schweigsamen mit unseren Fragen zutiefst verletzen. Obwohl meist das Gegenteil der Fall ist: eine große Nähe. Eine kleine Befreiung. Ein Gefühl, dass man doch nicht aneinander vorbei gelebt hat.“

Danke, Ralf Julke!

Hier der ganze Artikel: https://www.l-iz.de/bildung/buecher/2019/07/Lass-uns-ueber-den-Tod-reden-18-Gespraeche-mit-Prominenten-ueber-das-groesste-Tabu-unserer-Zeit-285216