Wo gehen wir hin?

Dienstag. Während auf Greta Thunbergs Rettet-Gaza-„Flotte“ ein queerer, muslimischer Aktivist von Bord geworfen wird, weil andere muslimische Aktivisten, allen voran Gaza-Flottillenkoordinator Khaled Boujem, ihre „heilige Sache“ durch ihn bedroht sehen, gehen in Berlin 100.000 gehirngewaschene Leute „für Gaza“ auf die Straße. Also gegen Israel.
Organisatorin ist Die Linke. Diese Partei hat mit der Gaza-Demo zwei katastrophale Fehler begangen, die sich gegenseitig verstärken:
1. für antisemitische und Hamas-nahe Organisationen sind Kritik und Widerstände aus dem Weg geräumt;
2. den schwankenden, noch latenten AntisemitInnen aus der politischen Mitte wird gezeigt, mit welcher Sprache und welchen Ausdrucksformen sie endlich ihren unbewussten (?) Judenhass artikulieren können.
Fazit: Das Leben für Jüdinnen*Juden ist nicht nur in Berlin noch härter geworden.
Die Liste der 15 „Initiatoren“ der Großdemo ist bemerkenswert. Unter ihnen befinden sich viele Akteure, die das Existenzrecht Israels ablehnen und den bewaffneten Kampf gegen Israel propagieren. Die den Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 glorifiziern und behaupten, die Hamas besitze „das Recht auf militante Selbstverteidigung mit allen Mitteln“. Die Anfrage des Tagesspiegels, seit wann Linken-Parteichef Jan van Aken vom politischen Profil seiner MitstreiterInnen wusste, beantwortet dieser nicht.