Mittwoch. Um meinen letzten Blogpost ein wenig zu relativieren: Ich liebe Sprache. Weshalb ich die vielen Grausamkeiten, die ihr angetan werden, zutiefst verabscheue und – in Maßen – daran leide. Es ist ja vollkommen in Ordnung, dass jeder sich in den verschiedenen sozialen Netzwerken zu jedem Problem schriftlich äußern kann, auch wenn die Äußerungen sehr oft kryptisch bis unverständlich ausfallen. Oder im schlimmsten Fall einfach durch Emojis ersetzt werden. Aber da schreiben eben Leute, die eigentlich gar nicht schreiben. Für die die Umwandlung eines bestimmten Tatbestandes in Wort und Syntax keinen Reiz, keine Herausforderung darstellt. Die lieber den Smiley-Button drücken,
WeiterlesenKategorie: 2018
Irre
Es gibt diese hochtalentierten Maßregler. Denen gebe ich immer so irre recht, bis sie irrtiert innehalten. Endlich.
WeiterlesenBabylonisches Deutsch
Die deutsche Sprache verändert sich. Das kann jeder beobachten, der viel mit Menschen zu tun hat oder einfach mal ab und zu Talkshows sieht. Da geraten manch einem die vier Fälle ganz schön durcheinander, die Tage des bestimmten Artikels scheinen gezählt, und ein reicher Wortschatz kommt einem fast schon antiquiert vor … Unter dem Einfluss der unter uns lebenden Migranten verschiedenster Nationen geht diese Entwicklung wahrscheinlich um einiges rasanter vonstatten als „früher“. Zum einen ist das nicht weiter verwunderlich. Wo Sprachvielfalt herrscht, herrscht mehr spielerische Kreativität im Sinne der gegenseitigen Anpassung. Das lässt sich schon an mehrsprachig aufwachsenden Kindern beobachten,
WeiterlesenAufstehen
Samstag. Heute Abend bin ich wieder zu Hause, aber was ist zuhause?, für mich inzwischen ja auch längst B.N., weshalb ich eben zwei Zuhauses habe (und hier voll mal die Freiheiten der zweiten Rechtschreibreform ausschöpfe). Gestern Abend im Bell’s von D. und M. verabschiedet. Donnerstag einen schönen Tag in Köln bei/mit L.und B. verbracht. Mittlerweile gut vorbereitet aufs „Amt“, manuskripttechnisch alles erledigt, good vibrations, Sonne, neuen Pullover von meinem Lieblingslabel an, jetzt noch Koffer packen und gegen Mittag fahren wir nach Tü. „Aufstehen“ hat gestern ihren Gründungsaufruf versendet, Thesenpaper oder Grundsatzprogramm hätten wir es genannt, aber ein Programm ist es
WeiterlesenWas ist ein Rebell?
Donnerstag, B.N. Idlib ist die letzte noch verbliebene Terroristen-Hochburg in Syrien. Bei den Terrortruppen, die die Stadt in ihren Fängen halten, handelt es sich um radikal-salafistische Al Qaida-Kämpfer. Jeden Tag hängen sie Menschen auf, deren Einstellung ihnen nicht passt, sei es, dass sie zu modern denken oder aber, dass sie pro Assad sind. Auch Andersgläubige werden in Idlib gehängt oder hingerichtet. Kleinen Mädchen wird die Vollverschleierung aufgezwungen, Frauen haben keine Rechte. Die Bevölkerung ist ihnen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. ‚Rebellen‘ nennen unsere Medien diese Terrortrupps, gerne auch ‚gemäßigte Rebellen‘. Und die sind jetzt irgendwie die Guten. Das macht die Bundesregierung, die
WeiterlesenAlchemist von Donnersmarck
Mittwoch, B.N. „Als Künstler ist man Revolutionär und Freiheitskämpfer“ – ich bin megagespannt auf Florian Henckel von Donnersmarcks neuen Film Werk ohne Autor, dem dieser Satz leitmotivisch zugrunde liegen soll. Anhand der Biografie von Gerhard Richter soll der Film thematisieren, wie sich private Traumata in ein Kunstwerk, in goldene Kunst, verwandeln können – ein Prozess, für den von Donnersmarck das wunderbare Wort ‚Alchimie‘ reanimiert hat.
Weiterlesendown and up and straight ahead
Dienstag, B.N. Und jetzt kommt dieses Loch. Wie jedesmal, wenn man mit einer großen Arbeit fertig ist. So ungefähr wie nach dem Staatsexamen… Die Literaturliste stand noch aus, die ist jetzt auch fertig. Heute startet AUFSTEHEN. Heute erstmal Mutterbesuch.
WeiterlesenSüß
Montag, B.N. In einem türkischen Gemüseladen frische Datteln als Süßigkeiten entdeckt. Sehr froh darüber, war auf dem besten Weg zur Schokosucht. Am liebsten esse ich Datteln mit Ayran.
WeiterlesenAngekommen
Sonntag, B.N. Heute Morgen einen politisch superkorrekten Traum gehabt. Hier die Schlüsselwörter: Champagnerglas, Badezimmer, Putzhilfe, Klassenbewusstsein, weiße Schürze, Angeberleben. Gestern Abend spielte im Radio eine traurige Ballade, davon wurde ich zuerst trübsinnig, dann bekam ich den Moralischen. Mutter noch nicht besucht. Vorarbeiten fürs „Amt“ noch nicht mal angefangen. A. und St. nicht auf ihre so liebenswürdige E-Mail geantwortet … . Und fängst du erstmal damit an, übernimmt ruckzuck dein Über-Ich und grast großflächig deinen kompletten Bewusstseinsboden nach sämtlichen kleineren und größeren Vergehen ab, lässt keine dunkle Ecke aus (brauchst du das?) und wird – klar doch! – immer fündig. Dabei
WeiterlesenHans Georg Maaßen – V-Männer unter sich
Hätte die Polizei das Lkw-Attentat auf dem Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz im Dezember 2016 verhindern können? Hans Georg Maaßen, Chef des „Verfassungsschutzes“, sagt: Nein! Er sagt auch: Es habe nie einen V-Mann im Umfeld des Breitscheidplatz-Attentäters Anis Amri gegeben. Er sagt das sogar immer wieder. Und belügt damit immer wieder den Bundestag bzw. den parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Fall Amri! Tatsache ist: Maaßen hatte sehr wohl einen V-Mann in Amris Umfeld eingesetzt (darüber wurde in verschiedenen Medien längst berichtet wie zum Beispiel bei RBB, bei ARD-Magazin Kontraste und auf Welt-investigativ-Blog), der V-Mann besuchte dieselbe Moschee wir Amri, die Sicherheitsbehörden hätten mit diesen Kenntnissen das Lkw-Attentat
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