Gutes und Schlechtes

Sonntag Morgen. Allein in meiner Wohnung – tut manchmal gut. PM ist gestern Mittag nach Eisenach gefahren, nachdem er die ganzen Lebensmitteltüten hergebracht hatte und wir im Meze essen waren und er heute Morgen endlich mal ausschlafen konnte ohne Klinikstress – abgesehen von den Anrufen seiner Patient*innen, die ihn bisweilen sogar noch um Mitternacht anklingeln, um ihre „Darmwinde“ oder ihre Medikamentenunverträglichkeit persönlich mit IHM auszudiskutieren. Die Suppe, Nachspeisen u.v.m. stehen schon auf der Terrasse, den Hauptgang übernehmen W. und A., sodass ich mich heute mehr oder weniger dem Tischdecken und Schmücken des Weihnachtsbaumes widmen kann, den wir gestern zusammen aufgestellt

Weiterlesen

Randgruppencombo im LTT

Samstag. Gestern Abend Konzert mit  Heiner Kondschaks Randgruppencombo im LTT. J. und T. hatten uns dazu eingeladen, the whole Family, das ist ihr wunderschönes Weihnachtsgeschenk für uns, und überhaupt noch viel wunderschöner ist, dass J. schon wieder dabei sein konnte, im Theater, mit Mütze auf dem Kopf, die die OP-Wunde elegant verdeckte, wer hätte das denn vor ein oder zwei Wochen gedacht … Sehr berührende Stücke, was auch an der Entstehungsgeschichte der Randgruppencombo liegt, die sich vor über zehn Jahren einzig und allein deshalb gegründet hat, um die Lieder des 1998 verstorbenen Lausitzer Künstlers Gerhard Gundermann der Welt zu erhalten. Die zehnköpfige

Weiterlesen

… vor dem Sturm

Freitag. Diese Ruhe. Fast alles fertig, fast. Bis auf die Restarbeiten, die am Schluss immer bleiben, die dir, weil schnell abhakbar, im Moment nebensächlich erscheinen und auf einer Parallelspur permanent im Gedankenstrom mitlaufen, weil sie oft gerade das Allerwichtigste sind: Das Fleisch abholen. Dieses eine Gewürz für die Vorspeise besorgen, den geschroteten Grünkern für L., die Vegetarierin … Zehn Menschen, darunter meine sechs Lieblingsmenschen, satt zu bekommen und mit einem gelungenen Weihnachtsfest zu beschenken, das wünsche ich mir wie jedes Jahr. Und gleichzeitig ist da unterschwellig immer noch die nicht entschiedene Entscheidung für den einen, einzigen Verlag für mein Buch,

Weiterlesen

Eine Andere

Mittwoch.  … darauf habe ich seit Monaten gewartet, und gestern diese Nachricht auf dem milchig schimmernden Display des iPhones unterm Tisch – Seminarraum, Fort-Bildung, anonyme Gruppe, Palaver – , ganz miese Sicht so mit der Spiegelung vom Fenster hinter mir, gerade mal das Wichtigste lese ich und mein Herzschlag setzt aus, und auf einmal warte ich nicht mehr, ausgewartet hat es sich, warte, warte nur ein Weilchen, dann kommt – die Zusage, die lang ersehnte, die Leben verändernde, vielleicht aber auch nicht, was soll schon groß anders werden, eine Zusage verändert dich innerlich, nicht äußerlich, du hörst mit nichts auf

Weiterlesen

Drittens, viertens

Dienstag. Dritte und VIERTE Zusage, HELP!, ich kollabiere gleich, während ich in e mir komplett entfremdeten Fortbildung festhänge u mit niemandem reden kann über die eine, einzig relevante Frage of the Universe: welcher Verlag soll es werden?

Weiterlesen

Collage XVII

Komm und spiel das Spiel mit mir Die Würde des Menschen ist antastbar Deine dunklen Lippen Lack glänzend sweet dreams for 24 hours gleißendes Glück mit Glamour durch die Nacht himmelhoch jauchzend zu Tode – jederzeit kündbar Ich habe dich gewarnt

Weiterlesen

Everything is changing

Donnerstag. Am Abend kommt Christiane, wir holen uns Pizza und Salat und das gute Häagen Dazs und trinken Sekt dazu, den sie mitgebracht hat, und sie erzählt von ihren Ängsten, was bei ihr ein Running Gag ist, weil sie alles, was sie tut oder nicht tut, auf ihre Ängste zurückführt. Ich finde sie toll. Sie ist anders. Offen. Und hübsch. Sie arbeitet viel und gerne. Sie ist kreativ auf diese unbeirrbare Weise, die ich so schätze. Sie hat mein Manuskript dem Verleger vorgestellt, für den sie arbeitet. Am Samstag treffe ich mich mit ihm zum Arbeitsessen! Inzwischen interessieren sich mehrere

Weiterlesen