Paul Joseph Goebbels: „Die brillanteste Propagandatechnik wird keinen Erfolg hervorbringen, wenn nicht ein grundlegendes Prinzip fortwährend im Kopf mitgetragen wird – es muss sich auf wenige Punkte beschränken und immer und immer wiederholt werden.“[4] „Wenn man eine große Lüge erzählt und sie oft genug wiederholt, dann werden die Leute sie am Ende glauben. Man kann die Lüge so lange behaupten, wie es dem Staat gelingt, die Menschen von den politischen, wirtschaftlichen und militärischen Konsequenzen der Lüge abzuschirmen. Deshalb ist es von lebenswichtiger Bedeutung für den Staat, seine gesamte Macht für die Unterdrückung abweichender Meinungen einzusetzen. Die Wahrheit ist der Todfeind der
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Wo ist Palästina?
Donnerstag, B.N. Kürzlich in einer „Länder-Menschen-Abenteuer“-Folge über Jerusalem (SWR-Doku-Reihe seit 25 Jahren): Das Wort Israel tauchte nicht auf. Statt dessen: Palästina! Jerusalem liegt also in Palästina. Das ist der verbale Antisemitismus, an den wir uns schon wieder schleichend gewöhnen.
WeiterlesenNationa non grata
Donnerstag. Unglaublich, die Amis. Sagte gestern Trumps Sprecher Sean Spicer in Bezug auf Assad, nicht mal Hitler habe sich so bestialisch verhalten, dass er Giftgas einsetzte! Nun, dass die Amis nicht geschichtsfest sind, weiß man. Aber einfach mal (wieder) Hunderttausende Tonnen Napalm und Agent Orange, breitflächig auf Korea, Vietnam und Laos verstreut, zu ignorieren, ist das, was die unerträglichen Amis eben so unerträglich macht. Diese Hybris und diese Selbstgerechtigkeit – und wer die Grenze überschritten hat zur Atombombe, ist moralisch sowieso nationa non grata ….
WeiterlesenFlashback
Mittwoch. Frau Drrrreiecker nannte mich meine sozial auffällige Vermieterin in Lustnau, was ein Teilort von Tübingen ist. Sie hatte mehrere Sprachfehler, von denen einer das rollende R war. Sowohl die erste als auch die zweite Hälfte meines Namens überstanden den Weg in ihr Gehirn nur lädiert bis zur Fastunkenntlichkeit, um sich dort für alle Zeiten falsch einzunisten. Die ersten Tage in meinem neuen Heim dachte ich, sie mache nur Scheiß und verfüge über einen besonders skurrilen Humor. Sie durchschnüffelte meine Post und kommentierte sie wortreich, aber unverständlich – Sprachfehler plus Brutalstschwäbisch. Sie behauptete, meine Post nicht anzurühren (was ein wenig unlogisch
WeiterlesenDer Literaturexpress
„… Und ich hatte ihn im Stich gelassen, hatte ihn bisher nur ein einziges Mal gelobt, nämlich damals in Madrid, als er sein Gedicht vorgetragen hatte. Dabei muss man einen Lyriker doch täglich loben, gleichzeitig all seine Kollegen beschimpfen und ihn selbst auf Knien anbetteln, er möge dir noch einmal sein neuestes Meisterwerk vorlesen. Wenn du es nicht tust, dann wird er anfangen, dich zu verachten …“ (S. 199 f) Der Literaturexpress von Lasha Bugadze ist manchmal ganz lustig und meistens ganz langweilig. Fazit: Viel Wuschibuschi um nichts.
WeiterlesenTrumps Läuterung ?
Samstag. Jetzt, wo Trump seinen sinnfreien Hau-drauf-Militärschlag gegen Syrien veranlasst hat, sind die Qualitätsmedien voll des Lobes für seine „Einsicht“, für seine „Läuterung“ oder gar „Kehrtwende zur Vernunft“. Andere, die Trumps eigenmächtige Entscheidung nicht so gut finden, loben Obama und finden ihn nachträglich vernünftig, weil er vor vier Jahren, als es ebenfalls einen Giftgasangriff in Syrien gegeben hatte und Assad sofort als der Schuldige ausgemacht war, nicht gleich losgeschlagen hat. „Vernünftig“ war damals Obamas Nichteingreifen, weil die US-Geheimdienste plötzlich zutage brachten, dass das gerade angewandte Giftgas beileibe nicht aus den Chemieküchen Assads stammte, sondern aus den türkischen, in Kooperation mit
WeiterlesenWo ist der Deinhart?
Jan Böhmermann alias Jim Pandzko hat mal wieder zugeschlagen. Gegen das deutsche Pop-Liedgut. Gegen die „seelenlose Kommerzkacke“, die „Tiefe vorgaukelt“. Im Klartext: Gegen das Tim-Bendzko-Pseudogeträller und seine inzwischen ununterscheidbare Epigonentruppe (Max Giesinger u.v.m.). Gegen all das singt Böhmermann/Pandzko sich mit „Menschen, Leben, Tanzen, Welt“ gerade an die Spitze der meist geklickten Musikvideos auf Youtube. Der Text ist irgendwie mit Hilfe von Affen per Zufallsprinzip entstanden, und er würde ohne weiteres, zusammen mit der eingängigen Melodie, im Radio, sprich in den Charts, funktionieren. Soviel zur intellektuellen Beschaffenheit der derzeitigen deutschsprachigen Musikszene. Im Videoclip ein eins zu eins damit korrespondierender Böhmi mit tragischem Haarschnitt
WeiterlesenKrieg der Pollen
Samstag. Was ein blöder Frühling! Die volle Dröhnung strahlende Sonne und Blütenpracht, und ich kann kaum aus den Augen gucken vor Heuschnupfen. Und weil die Atmosphäre so pollengeschwängert ist, denke ich dauernd an den ganz besonders strahlenden Frühling 1986: An Radioaktivität. Im April war der Reaktor von Tschernobyl in die Luft geflogen. Ein paar Wochen später bogen sich die Äste der Obstbäume unter der Last der Birnen und Äpfel. An jedem Baum ein Haufen Schneewittchenfrüchte, schön und vergiftet, die durften wir nicht essen. Die blieben einfach hängen. Niemand griff danach. Und ich lasse heute die Tür zu und sehe die
WeiterlesenWas uns ganz besonders nervt …
Eine japanische Kampfmaschine ist sie. Da habe ich ein Akzeptanzproblem, weiß ich selber. In (fast) jeder Disziplin on the top und ihr Kopf always hard at work, immer, immer, keine Abwechslung, kein Spaß, und wenn ich mir mal einen erlaube – irgendwas dazwischen frage: nach der neuesten Ausscheidung bei GNTM oder was die Eiskugel in der Neckargasse jetzt kostet oder wer von ihnen eigentlich alles schon den Führerschein hat -, dann meldet sie sich und fragt, was das mit dem Thema zu tun habe. Ähm, nichts! Hat sie außer Kopf auch Körper? Muss irgendwie. Ihr Schuhwerk, in dem sie stets
WeiterlesenDie den Sturm ernten
Freitag. Auf der Pressekonferenz der Bundesregierung zum US-Militärschlag auf eine syrische Luftwaffenbasis eiern gerade Regierungssprecher Seibert und der stellvertretende Sprecher des AA, Sebastian Fischer, rum. Wie sicher die Bundesregierung überhaupt sei, dass der Giftgasangriff vor zwei Tagen gegen die syrische Stadt Chan Scheichun auf Assad zurückgehe?, werden sie gefragt. Fischer antwortet: „Wir sind uns sehr …, äh, das ist eine Sache der Plausibilität, und es erscheint uns sehr plausibel, dass Assad hinter dem Anschlag steckt.“ Das Wörtchen „sicher“ ist ihm nicht über die Lippen gekommen. Und wer die Ausführungen von Politik- und Islamwissenschaftler Michael Lüders vorgestern Abend bei Lanz gehört oder
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