Heute lauter erfreuliche Rückmeldungen. So macht Arbeit Spaß …
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Demokratie abwärts
Donnerstag. „Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind.“ Zitat des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan. Gehts noch?
WeiterlesenDer Oberboss vom Bosporus
Jan Böhmermanns Schmähgedicht gegen Recep Tayyip Erdogan schlägt international Wellen. Ob er’s eingeplant hat oder nicht, ist eigentlich wurscht. Ob er auf die Solidarität anderer Künstler*innen gesetzt hat? Gar auf Angela Merkels Solidarität? Die bekommt er nicht, auch wenn die unwissende, aber interessierte Bürgerin das als politisch klug angesehen hätte. So macht die kurze Wirkungsgeschichte des Böhmermann’schen Gedichts jetzt schon deutlich: Merkel verlässt mit ihrem schmutzigen Flüchtlingsdeal mit der Türkei den Weg von Recht und Moral. Denn wer sich mit dem Teufel einlässt, muss auch dessen Suppe auslöffeln – und kann auf lästige Satiriker keine Rücksicht nehmen, Meinungsfreiheit hin oder
WeiterlesenDer Frühling, die Telekom und die Wut
Samstag. Heuschnupfen so schlimm wie schon lange nicht mehr. Die Augen kratzen, der Gaumen kribbelt, von der Nase will ich gar nicht erst anfangen. Draußen das Zwitschern von Zilpzalp, Spatz und Kohlmeise und ein Eimer voll Sonnenstrahlen. * Neues Telefon, neuer Anbieter. Was folgt, ist ein Bombardement von SMSsen, Briefen und Paketen, die Telekom hat mich lieb. Stellt mir das alles so hin, und für den Rest gibt’s ja die Hilfe App (was für ein doofer Name): Richten Sie sich den Anschluss EINFACH ein. Oder nutzen Sie die Einrichtungsunterlagen. Sollte es danach nicht funktionieren, erreiche Sie uns unter 0800 … – Oh
WeiterlesenLampe Berger
Mittwoch. Sie packt die Haussocken, die ich für L. gekauft habe, in eine rote Papiertüte, es ist eine besonders schöne Tüte, und als ich ihr das sage, nimmt sie die gleiche Tüte in etwas größer aus dem Regal und stellt die kleinere in die größere. Die schenke ich Ihnen, sagt sie, und dass sie Freude an Verpackungen habe. Sie streichelt das Papier und fängt von ihren Katzen an zu erzählen, die sie Kätzle nennt, und es klingt, wie wenn andere Leute von ihren Kindern reden, und dann erzählt sie von Paris, wo sie einmal gelebt habe – meine beste Zeit – und ich sage: Jetzt
WeiterlesenErsatzzug
Sonntag. Der IC 1915 von Berlin nach Tübingen ist heute fast pünktlich, besteht nur aus 1. Klasse-Wagen und ist komplett leer. Erstaunlich, wo doch die Ferien vorbei sind und gerade heute die Massen zu erwarten wären. Ist auch nur ein Ersatzzug, wie sich schnell herausstellt, als ich in Remagen einsteige und vergeblich nach der 2. Klasse suche: Der richtige Zug ist unterwegs irgendwo bei Hannover stecken geblieben, wo er vielleicht jetzt noch steht. Da hab ich aber mal so richtig Schwein gehabt, und großartig hätte ich arbeiten können an dem aufklappbaren Tisch meines komfortabel bemessenen Vierersitzes, wenn sich in Koblenz
WeiterlesenEinsichtshemmung
Samstag, B.N. „Der Verzicht auf Gewalt, die Vertauschung der Muskelaktivität gegen die Sprachaktivität gelingt uns … höchst unvollkommen. Im Leben der Individuen kann der Dauerstreit mit Worten nicht weniger belastend sein als eine physische Auseinandersetzung, weil Einsichtshemmungen im Dienste der tyrannischen Triebansprüche auch mit vielen Worten nicht gelöst zu werden brauchen.“* OmG! Wenn ich diese Erkenntnis 20 Jahre vorher gehabt hätte … Warum hab ich nicht ganz einfach mal meine Muskelaktivität in Gang gesetzt, wenn der Hero meines abgelegten Lebens wieder mal eine seiner gefühlten hundert Ex- und Wieder- und Neufreundinnen gedatet hatte und Dauerstreitereien im Vor- und Nachfeld auf
WeiterlesenAbenteuer
Donnerstag, Werl. Bin eine Stunde zu früh da und schaue mir das Städtchen und die Wallfahrtskirche an und besorge mir in einem Laden schnell eine neue Jacke, weil ich mir meine unterwegs verkleckert habe, bis es Zeit ist, die angegebene Adresse anzusteuern. So ein Typ, als kenntest du ihn schon seit 20 Jahren. Na, ein bisschen ist es ja auch so: Seh ihn direkt morgens im Fernsehen, als ich mir die Wimpern tusche, und sag Hallo zu ihm, wir treffen uns ja nachher! Ein großer Erzähler vor dem Herrn. Wirft mir mit seinem Einstieg gleich mal mein Fragenkonzept über den Haufen,
WeiterlesenWerkbericht
Dienstag, B.N. In den letzten Tagen viel recherchiert, Fragen ausgearbeitet. Morgen Mittag steht ein neues Interview an. Freu mich und bin ultimativ gespannt auf meinen Gesprächspartner …
WeiterlesenViel
Ostermontag, B.N. Und nun sind sie alle wieder weg, unsere Kinder. (Unsere schönen und komplizierten und einer wie die andere ziemlich ungewöhnlichen Kinder.) Die direkt etwas miteinander anzufangen wissen. Das ist doch mal eine Aussage. Ein Osterfest, ein Osterspaziergang, wie es sich gehört. Viel Familie, viel Essen, viele neue Informationen und vorsichtige Eindrücke, viele Emotionen in großer Runde. Viel Frühling.
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