Freitag. Bemerkenswert: Trump wirft Selelnski Undankbarkeit vor. Seit drei Jahren jeden Morgen die erste Meldung auf dem Bildschirm: „Selenski will!“ Am Anfang stand eine Lieferung Helme, zum Schluss war es der Taurus. Von der immensen humanitären Hilfe, die wir alle leisten, spricht ja schon niemand mehr … Selenski in seinem ikonischen Khakipullover, als käme er direkt von der Front, lässt den gastgebenden US-Präsidenten nie ausreden. Sein Auftritt eine diplomatische Katastrophe; die ukrainische Botschafterin bricht in Tränen aus. Jeder mache sich selbst sein Bild …
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Kriegstrunken
Donnerstag. Der Ausgang der Neuwahlen überrascht ja so wenig wie die morgendliche Anzeige der WetterApp. Überraschend ist eher, dass fast 21 % Blauwähler*innen bei den Altparteien null Lerneffekt erzeugen. Beschränkten sich deren Vertreter*innen im Wahlkampf argumentativ im Wesentlichen auf Blauwählerbashing, bleiben sie nach der Wahl an ihren Sitzen kleben, als hätte das alles nichts mit ihnen zu tun. Allen voran Esken, Klingbeil, Baerbock … Laut der noch amtierenden Außenministerin hat die Bundesregierung in den letzten Jahren 37 Milliarden Euro an die Ukraine überwiesen für die Fortführung eines ganz offensichtlich nicht gewinnbaren Krieges. Dafür hat sie bei Kindern, Bildung und Bahn
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WeiterlesenVorwahlabend
Sonntag. Wenn Harald Schmidt und Thomas Thieme im Gothaer Lindenhof zusammenkommen, dann ergibt die Prise Süffisanz & Zynismus an Hyperschlagfertigkeit und Roundabout-Durchblick einen coolen Abend. Nein, auf Wahlprognosen lassen die beiden sich nicht ein. Für heute Abend ab 18 Uhr erwarten sie allerdings Sketch-würdige TV-Unterhaltung, à la: Dieses Ergebnis konnte so niemand voraussehen … …
WeiterlesenLast Step
Donnerstag. Die Druckfahnen sind angekommen. Jetzt nochmal alles durchlesen, Mannomann, ich kenne jedes Komma auswendig … muss aber sein, last step, und dann raus damit!
WeiterlesenBrücken schlagen
Donnerstag. Heute beim Paket-Abholen gibt mir einer einen kleinen Zettel, er sagt: Für dich, den hab ich in der Fußgängerzone auf dem Boden gefunden: Ein Fremder wird von großer Bedeutung für dich sein. Aus einem Glückskeks rausgeflattert? Keine Ahnung, jedenfalls scheint der Typ diesbezüglich sehr zuversichtlich. Und dann erzählt er mir von seiner Magisterarbeit, packt den Laptop aus und demonstriert ein abgefahrenes Modell über Raum und Identität, das er selbst konstruiert hat. Ungefähr 20 min. referiert er darüber und ich höre zu und langweile mich kein bisschen und denke, was gibts hier für crazy Leute, die dich nur einmal anschauen
WeiterlesenGeburtstag
Sonntag, Tübingen. Die Freundinnen und Freunde aus alten und uralten Zeiten, Familie und PM alle um den großen, reichlich gedeckten Tisch – so lässt es sich nach wirklich anstrengenden Wochen und Monaten feiern. Aus Mangel am Vor-Ort-Sein steht der Weihnachtsbaum noch, und in der Mittagssonne funkelt der alte Glasschmuck aus Thüringer Werkstätten. Wir illuminieren den Baum, why not, und stellen die frischen Blumensträuße dazu, das mag ihn beleben. Nicht nur zur Weihnachtszeit 2.0, ich glaube, dass Böll uns von seiner Wolke aus zuzwinkert …
WeiterlesenDas Ende der Weisheit
Tübingen. „Wir schützen nicht das Klima, sondern Menschen.“ „Freiheit wählt sich nicht von selbst.“ „Wir legen uns mit den Reichen an.“ Wie lange gehen Werbeagenturen eigentlich in Klausur, damit sie mit solchem nichtprogrammatischen Unsinn um die Ecke kommen?
WeiterlesenSapere aude!
Freitag, Tübingen. Jetzt muss Deutschland sich emanzipieren. Nach 80 Jahren hat der große Bruder unsere Hand abgeschüttelt. Von Russland hat sich Deutschland 1990 freigemacht, von Amerika hat es das bis zum heutigen Tag nicht geschafft. Vance hat auf der Sicherheitskonferenz in München frei gesprochen, während alle anderen sich an ihrem Blättle festgehalten haben – man kann auch vom Widersacher lernen. In 20 Minuten hat er klargemacht, dass Deutschland seine Sache selbst in den Griff bekommen muss. Think Thanks ade: Sapere aude!
WeiterlesenLeute
Mittwoch. Auf der Feier von Ch. lerne ich die supersympathische H.S. kennen, sozusagen eine Eisenacher Institution. PM kennt sie von früher, sie hat in ihrem Leben wahnsinnig viel auf den Weg gebracht, sprüht vor Fantasie und Unternehmergeist und hat, wie sie nebenbei erwähnt, gerade ein Café in Premiumlage eröffnet. Da will ich mit Monia hin, fast gleichzeitig kommen wir an und stehen vor herabgelassenen Rollläden. Hm, schade. Für die Öffnungszeiten der Eisenacher Geschäfte und Einrichtungen bräuchte man eine eigene App, vielleicht einer der Gründe, weshalb der Kapitalismus hier noch nicht so wirklich angekommen ist – jeder Laden hat seinen Tagesrhythmus.
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