Widerstand von oben

Das auch noch: Massendemos von Steuergeldern bezuschusst. Bundesverteidigungsminister Pistorius marschiert auch mit, na Prost Mahlzeit! Dann sind das Wahlkampfveranstaltungen? Welchen Sinn haben denn staatlich subventionierte Protestaktionen? Eine meiner ersten Lektionen als 18-jährige politische Aktivistin an der Uni: Widerstand muss von unten kommen. Amen!

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Aufstand der Anständigen?

Freitag. Am vergangenen Wochenende sind in Berlin rund 250.000 Menschen im Namen eines „Aufstands der Anständigen“ – übrigens ein Slogan des vielgeschmähten Gerhard Schröder – auf die Straße gegangen. Warum?, das fragt sich die interessierte, aber unwissende Bürgerin. Würde ich mich auf den Weg nach Berlin machen, um meinen Mitbürger*innen meinen Anstand zu demonstrieren? Eher nicht. Bei mir klingeln da eher die Alarmglocken. Und wer ist dann bitte nicht anständig? Unanständig also? Ich empfinde sehr viele Politiker*innen und sehr viele Medienvertreter*innen als unanständig im Umgang mit anderen Menschen. So unanständig, dass sie sehr anständige Politiker wie Gerhard Schröder oder Kevin

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Am Horizont

Manuskript abgegeben! Was mache ich jetzt? Am Horizont zeichnen sich schon neue Projekte ab. U.a. ein Auftrag, der sich aus der eben abgeschlossenen Arbeit ergeben könnte: Eine Biografie über eine(n) meiner Protagonist*innen …. Freue mich über das in mich gesetzte Vertrauen. Und nun könnte ich doch endlich mal …

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Blablabla. Bla

Einen Vater (Michael Kyrath), der sein Kind durch die Hand eines Kriminellen verloren hat, mit Gesetzen vollzulabern, die auf den Weg gebracht wurden, jedoch offensichtlich nutzlos und wirkungslos gegen diese Art von Bedrohung sind – das ist unmenschlich. Unmenschlich und würdelos das Endlosgequatsche von Frau Geywitz. Warum wendet sie sich ab, wenn der Vater spricht? Warum entschuldigt sie sich nicht? Warum erzählt sie Blödsinn von vorgestern? Anstatt sich von ihrer menschlichen Seite, anstatt Empathie zu zeigen? Der krasseste Satz der Sendung: „Unsere Kinder werden auf dem Altar der Politik geopfert.“ Der beste Moment: Als Lanz am Ende der Sendung schweigt.

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Freigabe

Mittwoch. Freigabe! Mein Protagonist Serkan Eren und das Team STELP freuen sich auf mein Buch. OMG, ich mich auch! Bis Sonntag noch einmal das ganze Manuskript durchlesen, Endkorrektur (wann ist man damit schon zuende …) und nächste Woche absenden. Danach geht nichts mehr. Jedes Wort muss jetzt stimmen. Ein bisschen fühle ich mich wie damals im Staatsexamen. Will jetzt nur noch eins: Fertig werden.

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Warten

Samstag. Beitrag abgeschickt. In Damaskus schafft Serkan Eren es irgendwie, ihn gegenzulesen, superkonstruktive Korrekturen einzufügen und ihn zurückzuschicken. Warten auf die Freigabe …

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I Love Visionaries

Mittwoch. Was mir nach dem Interview durch den Kopf geht: Es gibt so wunderbare, konstruktive, inspirierende Menschen. Gute Menschen, ohne Ironie und Wenn und Aber, Visionäre. Das muss man sich immer wieder sagen, wenn einzelne uninspirierende, destruktive Personen aus unerfindlichen Gründen Projekte zu boykottieren versuchen und ihre Energie daraus beziehen, andere Menschen zu (be)schäden. Ja, gibts. Leider. Vielleicht sind sie in Wahrheit bedauernswerte Geschöpfe, aber mir fehlt die Lust, mich so weit hineinzubegeben. Weg damit, weg aus meinem Sichtfeld. Ich lasse den anderen den Vortritt. Denen mit Visionen. Die nach vorne schauen und Plan B in der Tasche haben, wenns

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Endspurt

Montag. Das letzte Interview ist im Kasten: mit Serkan Eren, Gründer und Vorsitzender des internationalen Vereins STELP. Im Auto (er fuhr nicht selbst) hat er mir gerade 1 1/2 Stunden Rede und Antwort gestanden. Einblicke gegeben in sein verrücktes, wagemutiges Leben zwischen Einsatzorten 3-4 Mal / Monat und seiner Stuttgarter Homebase. Leben in zwei Welten. Im Moment auf dem Weg zum Flieger nach Damaskus. Und trotzdem superfokussiert, präzise. Extremst spannend: Der ausführliche Bericht über seine Nahtoderfahrung nach dem Unfall. Danach der MindChange … Eren ist definitiv einer, der etwas zu sagen hat. Nun muss die gesamte Gesprächsaufzeichnung verschriftlichen werden, was

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Geoffrey Hintons Inkarnation der „Physiker“

Mittwoch, im Zug nach Köln. Seine Arbeit für die KI-Grundlagenforschung brachte „Godfather of AI “Geoffrey Hinton den Nobelpreis ein. Doch der Gottvater entwickelte zuletzt ein gespaltenes Verhältnis zu seiner eigenen Schöpfung. Vor 10 Jahren kündigte Hinton seinen Job bei Google, um freier über die Risiken der Künstlichen Intelligenz reden zu können. Ihn beunruhige die rasante Geschwindigkeit, mit der die KI-Entwicklung vorangehe, ließ er uns damals wissen. Wir nähern uns einem Szenario, so Hinton, in dem die Computer Ideen zur Selbstoptimierung entwickeln, diese aber nicht mehr von den Menschen kontrollierbar seien. Die KI sei zwar weniger komplex als das menschliche Gehirn,

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