Alles wird besser

Donnerstag. Schöne Silvesterfeier. Die schönste meines Lebens!, behauptet Frieder gleich zweimal und schmeichelt meiner Gastgeberinnenseele. Ja, ich glaube, feiern kann ich, ist mir in die DNA geschrieben von meinen sehr gastfreundlichen und großzügigen Eltern und eines der Dinge, die ich mit uneingeschränkter Zustimmung von ihnen übernommen habe. Morgen gehts nach Weimar zu einem RA-Termin in einer etwas lästigen Angelegenheit, und danach gleich weiter zu Frieder und Katrin, die den Termin so schnell für mich klarmachen konnten. Gemeinsames Mittagessen bei ihnen zuhause, Frieder ist Premiumkoch, zum Quatschen bietet sich ja dann reichlich Stoff – und wieder was zum Freuen. Yeah! Mein neues

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Weihnachten – Freunde, Essen, Terroristen

Montag. Das Jahr geht zuende. Meine Wohnung ist wieder still, nachdem drei Tage lang acht Lieblingsmenschen hier gespielt, getobt, gekocht, gegessen, erzählt, gelacht und gefeiert haben. Es war ein schönes Jahr. Viele Pflänzchen im Privaten und im öffentlichen Raum sind gesetzt, die hoffentlich in 2025 Blüten tragen und zu Sträuchern und Bäumen anwachsen werden. Der furchtbare Anschlag in Magdeburg mit fünf Toten und über 200 Verletzten hat einen Schatten über Weihnachten geworfen, egal in welcher Region Deutschlands. Klar müsste jetzt jedem sein: Es kann überall und jederzeit passieren, das ist der neue Kampfmodus des Terrorismus: Einzeltäter, die aus sich heraus

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Witze

Sonntag, Tübingen. Bei Rollo sind auch ein paar Ossis: Rolo, PM und eine Krawallmaschine mit der Originallache vom Krümelmonster, was ziemlich gewöhnungsbedürftig ist. Der fängt an DDR-Witze zu erzählen. Alle hören gespannt zu, vor allem die Wessis. Einer geht so: Ein Mann ist umgezogen und braucht ein paar Sachen für seine Wohnung. Er geht ins Konsum-Warenhaus, sieht sich überall um und fragt die Verkäuferin: Haben Sie keine Teppiche? Die Verkäuferin sagt: „Keine Teppiche gibts oben in der der 1.  Etage. Hier gibts keine Gardinen. Und im Untergeschoss haben wir keine Blumentöpfe.“ Kurzes Schweigen, dann bricht PM in dröhnendes Gelächter aus.

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Good News

Samstag. So ein entspannter Abend gestern: Private Weihnachtsfeier im Lebemann. Ich fasse wieder Vertrauen in unser Eisenach-Abenteuer. Heute Abend Rolos Geburtstagsparty in Frankfurt. Danach wird Weihnachten in Angriff genommen. Die Endkorrektur am Manuskript isch over. Jetzt fehlt noch das aller-, wirklich allerletzte Interview mit dem Wundermann Serkan Eren, Gründer und 1. Vorsitzender des Stuttgarter Vereins STELP. Schwierige Terminplanung, der Mann ist ununterbrochen im Einsatz auf vier Kontinenten … Ich bin nervös, der Abgabetermin rückt näher, zum Glück ist die Verlegerin entspannt. Zur Feier im Lebemann hat uns einen ganz liebenswürdiger Eisenacher Zahnarzt eingeladen, er gestaltet und organisiert die regionale Musikszene

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The Great Helen Schneider

„… ich könnte mich jetzt vor einen Spiegel stellen und Ihnen genau zeigen, wo was gemacht werden muss, aber wissen Sie was? Ich habe die wichtigsten Menschen meines Lebens früh verloren. Meine Mutter starb mit 48 nach einer langen Krebserkrankung. Sie wurde jedes Jahr operiert und fast immer ging etwas schief. Ich selbst habe eine hässliche Blinddarm-Narbe. Und ich soll mich für meine Schönheit freiwillig unters Messer legen? Das will ich nicht. Ich sehe aus, wie ich aussehe, mit Falten und weißen Haaren. Meine Haare nicht mehr zu färben, war eine totale Befreiung! Ich mache auch keine absurden Diäten mehr

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Schöne alte Welt

Sonntag, Tübingen. Im wohlhabenden Tübingen macht der letzte verbliebene Juwelier, Seeger, dicht. Gerüchten zufolge soll auch gegenüber der WMF-Laden schließen, und in der wunderbaren Bilderrahmenwerkstatt Wenke sitzt man bzw. frau schon auf den gepackten Umzugskartons. Mein geliebtes Tübingen verändert sich, aber nicht zum Guten. Ich drängle mich durch die wg. Weihnachtsmarkt schon am Vormittag knallevolle Altstadt zum Friseur. Als ich zwei Stunden später geschnitten, geföhnt und ziemlich neu gestylt an der Kasse meine Karte aus dem Gerät ziehe, wird es plötzlich dunkel im Laden – oups, war ich das? Und leise. Alle Föhne verstummt, ratlose Blicke, doch erstaunlich wenig Panik,

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Oups!

Während man in den Niederlanden, Ungarn, den USA mit Ablehnung auf den fragwürdigen Haftbefehl (21.11.2024) des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag gegen Netanyahu reagiert hat, fällt Annalena Baerbock nichts Besseres ein als den Vorgang ausdrücklich zu begrüßen. Welches jenseits aller politischen Vorstellungskraft liegende Bild gäbe Deutschland für die Welt ab, wenn der israelische Ministerpräsident ausgerechnet auf dem Berliner Flughafen verhaftet und abgeführt würde? Vor zwei Tagen schwadroniert die Außenministerin mit dem Wording einer Zehntklässlerin vom Einsatz deutscher Soldaten in der Ukraine (während ukrainische Wehrpflichtige sich nach Deutschland absetzen) und von neuen Milliardenspenden für den endlich fälligen Sieg gegen Russland. Da legt der

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