Starkregen, Überschwemmungen, Erdrutsche

Mittwoch. „Die Prüfung soll unvorhersehbar sein!“ – O-Ton Kultusministerium.
Ja, passt! Die Lehrenden sind Getriebene, die Lernenden die Verarschten. Was soll das? Was soll damit wem bewiesen werden? Dreitägiger Prüfungsmarathon. Jetz‘ isch over, sozusagen. Trotz der Gängelung von oben in Gestalt zunehmender Gleichschaltung pädagogischer Prozesse und Kontrollierbarkeit jedes einzelnen Handlungsschrittes waren da viele tolle Ergebnisse und sogar durchaus spaßige Momente. Highlight: Das Oberarm-Tatoo eines Prüflings in sog. WeckerSchrift: NOW!, passend zum Thema Heldentum (Mut … Schmerz). Bereitwillig legte er es für uns, die dreiköpfige Prüfungskommission, frei, und wir staunten nicht schlecht.
PM verzweifelt: Die Ahr ist über die Ufer gestiegen. Straße unter Wasser, Bahnverkehr eingestellt, A61 teilgesperrt. Das westliche Rheinland-Pfalz und das südliche Nordrhein-Westfalen stehen unter Wasser: Bahn-Ticker: „Bitte umfahren Sie NRW weitläufig!“ Und der Regen hört nicht auf. Während wir telefonieren, steigt der Pegel weiter. Im Keller steht mein Biedermeiertisch, mein Familienerbstück, verdammt! PM hat Platten und Anlage hochgeräumt. Wieso, das ist doch Erdgeschoss? Ja und wer sagt, dass es da nicht hinkommt?
Vor seiner Einfahrt, vor den Kellerfenstern hat er Sandsäcke gestapelt. Die News verkünden die neue Coronavariante: Nach Delta jetzt Lambda. In was für einer Zeit leben wir?