Starten

Freitag. Dass mein neues Buchprojekt irgendwie lahmt, habe ich längst gecheckt. Das 1. Interview verlief langweilig. Kein Satz, der mich ansprang, kein Kick, der mich in den Himmel hob. Konnte dem „Hidden Champion“ einfach nichts entlocken, das meine Neugier geweckt hätte. Es lag an mir, da gab es nichts zu beschönigen. Und dann sprach es einer, der etwas davon versteht, aus: Zu beliebig! Todesurteil. Mir war sofort klar, dass er recht hatte. Deprimierende Tage folgten, ich zermarterte mir das Gehirn, was in dem Interview anders hätte laufen müssen. Ich verlor jede Lust. Beliebigkeit ist wirklich das Allerletzte.
Endlich erzähle ich PM davon, und der guckt mich überrascht an und meint, ursprünglich hattest du aber einen anderen Fokus. Zwei, drei Schlüsselsätze, und der Deprivorhang hebt sich. Na klar!, wieso war ich so vernebelt … auf der völlig falschen Spur unterwegs. Ich hatte meinen eigenen Ansatz vergessen.
Schätze, dass ich das Interview wiederholen muss, wenn ich es noch retten will. Falls ich einen zweiten Termin bekomme … Jedenfalls sehe ich jetzt wieder Land. Und wenn der Wahnsinn im „Amt“ mal nachlässt, kann ich endlich starten.