Freitag, B.N. Beide Elterneinsätze am letzten Wochenende – der eine vor, der andere nach dem Eisenacher Straßenfest – machen 800 Kilometer in zwei Tagen … und Eisenach wird langsam sowas wie meine dritte Heimat. Ab morgen hat PM Urlaub. Jetzt sind wir dran, endlich! Über Arbeit im „Amt“ und in der Klinik verlieren wir unsere eigene Sache manchmal aus dem Auge. Nicht übers Schreiben, das verbindet. Darüber reden wir, lesen den Text des anderen gegen, suchen zusammen nach Formulierungen … Inspiration statt Absorption … Ich überarbeite gerade ein Manuskript, das eigentlich seit 6 Jahren fertig ist. Aber was damals fertig
WeiterlesenAutor: Juliane Vieregge
Joseph Schmidt – Künstler und Flüchtling
Donnerstag, B.N. Der Sänger von Lukas Hartmann (Diogenes, 2019) ist keine Strandlektüre. Sondern ein biografischer Roman über das Leben und Sterben des einst international gefeierten Opernsängers Joseph Schmidt. Einer jüdisch-orthodoxen Familie entstammend, gelangt er nach jahrelanger Flucht durch Österreich, Holland, Belgien und Frankreich 1942 mithilfe eines Schleppers endlich in die Schweiz.Endlich in Sicherheit? Die reale Kälte, die dünnen Decken, das miserable Essen im Internierungslager sind auch Synonym für die menschliche Kälte der Schweizer Behörden. Sie lassen Schmidt sein einstiges Leben als Bühnenstar, als Publikums- und Frauenliebling nicht vergessen, aber relativieren. Es existiert nurmehr als Erinnerung. Hier im Lager geht es
WeiterlesenSprache verbindet
Okay, mit einem Vorschlag aus den Reihen der CDU tut sich unsereiner vielleicht schwer, ABER … Diese Idee mit der Vorschule zum Spracherwerb vor der Einschulung in die 1. Klasse ist doch uralt, nur die Umsetzung bisher nicht gelungen, wie sich im diesbezüglich leidvollen Schulalltag sämtlicher Schularten, bis hin zu den Gymnasien, zeigt. Sprache ist der erste Schritt zur Integration. Wozu jetzt die Aufregung über Carsten Linnemanns Vorschlag, der doch nur eine Wiederaufnahme im Interesse gelingender Integration ist?
WeiterlesenGewöhnung
Dienstag, B.N. Zwei Massenmorde an einem Wochenende: 21 Tote in El Paso/Texas, nur wenige Stunden später neun Tote in Dayton/Ohio. Beide Amokschützen Anfang zwanzig, in der weißen Mittelschicht aufgewachsen, beide bis an die Zähne bewaffnet und von einem diffusen Fremdenhass getrieben. Der amerikanische Präsident macht in seiner Krokodilstränenrede die Gewalt „grausiger Videospiele“, vor allem aber „psychisch Gestörte“ verantwortlich. Nicht die Waffen an sich seien das Gefährliche, fabuliert er in der Ansprache aus aktuellem Anlass, sondern Waffen in den Händen von psychisch Kranken!Mit der leichten Verfügbarkeit von halbautomatischen Schusswaffen hat Trump kein Problem, im Gegenteil hat es ihm gar gefallen, anlässlich
WeiterlesenUnd noch eine – DANKE!
„Vor noch gar nicht allzu vielen Jahrzehnten war es auf den Dorf oft noch üblich, dass mindestens drei Generationen unter einen Dach lebten, so dass das Erleben des Todes noch einen selbstverständlichen Bezug zum Leben der Einzelnen hatte. Er war elementarer Bestandteil des Lebens wie es auch Geburt, Heirat oder Schulabschluss sind und auch die umliegenden Nachbarn nahmen daran selbstverständlich Anteil. Dies hat sich oft deutlich dahin verändert, dass Menschen immer isolierter vom Familienkreis leben und Tod oft fast schon anonym im Krankenhaus oder Pflegeheim stattfindet. Wie gehen unter diesen neuen Bedingungen Angehörige mit dem Thema Tod um und welche Bedeutung
WeiterlesenZwei Sorten
Sonntag, B.N. Die Lauten, Tyrannischen werden mitunter steinalt. Die anderen, die Guten, sterben leise, und man wird das ganze Leben nicht damit fertig, dass sie nicht mehr da sind.
WeiterlesenFreude über schöne Rezi
„C. Juliane Vieregge beschäftigt sich mit ihrem Buch ‚Lass uns über den Tod reden‘ wahrlich mit einem Thema, das normalerweise in unserer Gesellschaft eher tot geschwiegen oder vermieden wird. Und oft ist es doch so, dass wir, wenn wir einen Menschen verlieren, sehr gerne mit jemandem uns austauschen und darüber reden möchten. Viele Menschen sind einfach nur sprachlos und andere gehen dem Thema komplett aus dem Weg.In diesem schönen Buch von Juliane Vieregge bekommen wir viele unterschiedliche Einzelschicksale und Erfahrungsberichte geliefert, die uns zeigen, wie andere mit dem Tod umgehen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, und ich kann es
WeiterlesenFragen
Donnerstag, B.N. Ganz wunderbares Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger. Die hochreflektierten Fragen der sehr jungen Journalistin haben mich geflasht. Das war eine echte Auseinandersetzung mit dem Thema. Bin sehr gespannt auf den Artikel …
Weiterlesen… außer man tut es!
Mittwoch, B.N. Das Gute an Greta Th. ist, dass sie sich nicht um boshafte, hämische, nihilistische, neidische u.v.a. Kommentare schert noch sich davon aufhalten lässt … Sie fährt mit dem Schiff nach New York, weil sie ihre Aktion für richtig hält. Es geht um das Klima, nicht um die Person Greta Th. Diese Metadiskussion, warum sie was wie macht und wer ihr alles – Falsches – dabei hilft, ist unfruchtbar. Sie ist das Gegenteil von dem, was die junge Klimaaktivistin möchte. Und sie ist genau das, was die Jungen uns Älteren vorwerfen: Gelaber statt Handeln.Es gibt nichts Gutes, außer man
WeiterlesenZwei Hälften
Dienstag. Gestern alle Abrechnungen in Sachen Eisenach, also „Amts“dinge, erledigt. Übermorgen Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger. Mein Leben hat zwei Hälften. Inzwischen, finde ich, ergänzen sie sich recht gut. Mein Leben fällt nicht mehr in zwei Hälften. Das liegt, wie immer, an mir selbst. The times they are changing …
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