Montag, B.N. „Die politische Lethargie der Masse ist die depressive Antwort auf eine Lage, in welcher ihre alltäglich Wirklichkeit deshalb zum Verzweifeln ist, weil jede persönliche Anteilnahme von der Struktur der Institutionen, der Großorganisationen her enttäuscht werden muss. …“* Die Unfähigkeit zu trauern, S. 178
WeiterlesenAutor: Juliane Vieregge
Danke für fünf Sterne
Sandra Hennig 5,0 von 5 Sternen Ein Buch das nachdenklich stimmt und berührt – für mich ein absolutes Highlight ! 6. August 2019 Format: Gebundene Ausgabe Der Klappentext: »Wer sich mit dem Tod beschäftigt, der stellt sich auch die entscheidenden Fragen des Lebens.« (C. Juliane Vieregge) Wie gehen wir mit dem Tod eines geliebten Menschen um? Können wir die Leerstelle füllen, die der Verstorbene hinterlässt, geht das Leben einfach weiter? Welche Rituale können uns helfen? Uns fehlt eine Kultur des Sterbens und der Trauer. Mit dem Sprechen fängt es an. Lass uns über den Tod reden!, forderte C. Juliane Vieregge
WeiterlesenDouble Binding
Wir vermitteln in unseren Schulen Kenntnisse, die so umfangreich sind, dass allen Schülerinnen und Schülern eine Teilnahme an der Entwicklung des gesellschaftlichen Wissens zugänglich ist. Gleichzeitig sollen sie sich jedoch nicht daran beteiligen. Mit diesem Spagat im Kopf müssen die jungen Leute irgendwie fertig werden – und sollen trotzdem nicht den Glauben an Autoritätspersonen wie Eltern, Lehrer, Geistliche etc. verlieren. Es sind ein- und dieselben Autoritäten, die sowohl den zur gesellschaftlichen Teilnahme befähigenden Lernstoff vermitteln als auch die Botschaft, dass eine solche Teilnahme gar nicht möglich sei. Oder nur theoretisch, faktisch jedoch nicht (Plastikmüll einsammeln als gut gemeinter, aber ganz
WeiterlesenSo … schön
Sonntag, B.N. Das L.’chen zum 1. Mal bei uns übernachtet. Ohne Probleme, ohne Weinen. Soo süß. So eine quirlig bunte, manchmal melancholische Phantasie. Liebe pur. Das ist das Glück ..
WeiterlesenWochen Ende
Freitag, B.N. Beide Elterneinsätze am letzten Wochenende – der eine vor, der andere nach dem Eisenacher Straßenfest – machen 800 Kilometer in zwei Tagen … und Eisenach wird langsam sowas wie meine dritte Heimat. Ab morgen hat PM Urlaub. Jetzt sind wir dran, endlich! Über Arbeit im „Amt“ und in der Klinik verlieren wir unsere eigene Sache manchmal aus dem Auge. Nicht übers Schreiben, das verbindet. Darüber reden wir, lesen den Text des anderen gegen, suchen zusammen nach Formulierungen … Inspiration statt Absorption … Ich überarbeite gerade ein Manuskript, das eigentlich seit 6 Jahren fertig ist. Aber was damals fertig
WeiterlesenJoseph Schmidt – Künstler und Flüchtling
Donnerstag, B.N. Der Sänger von Lukas Hartmann (Diogenes, 2019) ist keine Strandlektüre. Sondern ein biografischer Roman über das Leben und Sterben des einst international gefeierten Opernsängers Joseph Schmidt. Einer jüdisch-orthodoxen Familie entstammend, gelangt er nach jahrelanger Flucht durch Österreich, Holland, Belgien und Frankreich 1942 mithilfe eines Schleppers endlich in die Schweiz.Endlich in Sicherheit? Die reale Kälte, die dünnen Decken, das miserable Essen im Internierungslager sind auch Synonym für die menschliche Kälte der Schweizer Behörden. Sie lassen Schmidt sein einstiges Leben als Bühnenstar, als Publikums- und Frauenliebling nicht vergessen, aber relativieren. Es existiert nurmehr als Erinnerung. Hier im Lager geht es
WeiterlesenSprache verbindet
Okay, mit einem Vorschlag aus den Reihen der CDU tut sich unsereiner vielleicht schwer, ABER … Diese Idee mit der Vorschule zum Spracherwerb vor der Einschulung in die 1. Klasse ist doch uralt, nur die Umsetzung bisher nicht gelungen, wie sich im diesbezüglich leidvollen Schulalltag sämtlicher Schularten, bis hin zu den Gymnasien, zeigt. Sprache ist der erste Schritt zur Integration. Wozu jetzt die Aufregung über Carsten Linnemanns Vorschlag, der doch nur eine Wiederaufnahme im Interesse gelingender Integration ist?
WeiterlesenGewöhnung
Dienstag, B.N. Zwei Massenmorde an einem Wochenende: 21 Tote in El Paso/Texas, nur wenige Stunden später neun Tote in Dayton/Ohio. Beide Amokschützen Anfang zwanzig, in der weißen Mittelschicht aufgewachsen, beide bis an die Zähne bewaffnet und von einem diffusen Fremdenhass getrieben. Der amerikanische Präsident macht in seiner Krokodilstränenrede die Gewalt „grausiger Videospiele“, vor allem aber „psychisch Gestörte“ verantwortlich. Nicht die Waffen an sich seien das Gefährliche, fabuliert er in der Ansprache aus aktuellem Anlass, sondern Waffen in den Händen von psychisch Kranken!Mit der leichten Verfügbarkeit von halbautomatischen Schusswaffen hat Trump kein Problem, im Gegenteil hat es ihm gar gefallen, anlässlich
WeiterlesenUnd noch eine – DANKE!
„Vor noch gar nicht allzu vielen Jahrzehnten war es auf den Dorf oft noch üblich, dass mindestens drei Generationen unter einen Dach lebten, so dass das Erleben des Todes noch einen selbstverständlichen Bezug zum Leben der Einzelnen hatte. Er war elementarer Bestandteil des Lebens wie es auch Geburt, Heirat oder Schulabschluss sind und auch die umliegenden Nachbarn nahmen daran selbstverständlich Anteil. Dies hat sich oft deutlich dahin verändert, dass Menschen immer isolierter vom Familienkreis leben und Tod oft fast schon anonym im Krankenhaus oder Pflegeheim stattfindet. Wie gehen unter diesen neuen Bedingungen Angehörige mit dem Thema Tod um und welche Bedeutung
WeiterlesenZwei Sorten
Sonntag, B.N. Die Lauten, Tyrannischen werden mitunter steinalt. Die anderen, die Guten, sterben leise, und man wird das ganze Leben nicht damit fertig, dass sie nicht mehr da sind.
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