Donnerstag. Karina ist wieder aufgetaucht. Sie hat ein kompliziertes Privatleben, da kann man schon mal die Übersicht verlieren. Die Zusammenfassung lässt sie im Stehen in der Küche bei einem Glas Buttermilch raus, weil Kaffee zu lange dauern würde, weil sie schon wieder auf dem Sprung ist. Kryptische Eckdaten sind zum einen Mann und Kinder, die sie aus der Ferne managt, ein verrückter Holländer, der mehr von ihr will als sie von ihm, und dann ist da noch ein richtig alter Philosoph, in den hat sie sich verliebt. Auf einer Fortbildung. Aber so was von! Karina hat ihren Rucksack auf, wie
WeiterlesenKategorie: 2016
Seit heute wieder
Montag. Seit heute sehr früh am Morgen wieder in Tü. Seit heute Vormittag wieder im „Amt“. Alles ganz okay. Susanne und W. und M. und P. und noch ein paar mehr dieser freundlichen Menschen angetroffen, die einen die etwas weniger freundlichen vergessen lassen. Seit heute Mittag wieder mal ausgeliefert im Zahnarztstuhl, knirsch knacks, Hebel- und Schleifgeräusche in allernächster Nähe, sind nur die Vorarbeiten, die richtige OP ist nächsten Dienstag. Weniger okay. Angstbesetzt, immer. Seit heute Abend endlich wieder Steves Geschichten, auf die ich sechs Wochen verzichten musste … hatte sie direkt vermisst. Wo ist Karina abgeblieben? Wir wissen es nicht
WeiterlesenDie Berichterstattung des Claus Kleber und wie sie plötzlich verschwand
Sonntag, B.N. Claus TransatlantikKleber berichtete im ZDF-Heute-Journal NICHT über den Krieg im Jemen, den die Saudis seit eineinhalb Jahren stellvertretend für die USA mit amerikanischen (und deutschen …) Waffen führen. O-Ton Kleber: Der Krieg im Jemen tritt aber in den Hintergrund, weil der in Syrien so viel Platz in den Nachrichten verbraucht. Ach so. Kleber hat zu wenig Sendezeit! Und ich dachte, als Hauptverantwortlicher bestimmt er über die Themen, über die berichtet wird … Dann hätte er nämlich einfach etwas weniger über Fußball und Olympia berichten können und statt dessen etwas mehr über beispielsweise die 100.000 Demonstranten, die am 21. August
WeiterlesenMenschen in B.N.
Sonntag, B.N. Kein Marathon, kein Halbmarathon, nicht mal Stadtlauf. Maria und Bernd, beide Aktivsportler, beteiligen sich niemals an Wettbewerben. Unterm großen Mond auf ihrer großen Terrasse direkt an der Ahr erzählen sie von der Frühjahrs-Überschwemmung in ihrem Keller und von ihrem Engagement bei der Flüchtlingshilfe. Steffi und Hartmut erzählen vom Tod. Von ihrer Verwirrung, wenn einer stirbt, der nicht nur ihr Patient ist, sondern ihr Freund. Vom Verlust der therapeutischen Distanz. Sterben tun dann nicht mehr immer nur die anderen. E. ist seit 10 Wochen in der Klinik. Zum ersten Mal erzählt er nicht ausschließlich von seinen Einschlafstörungen. Sondern von
WeiterlesenMr. Gwyn
Mr. Gwyn von Alessandro Baricco ist ein Buch über melancholische Gewissenhaftigkeit. In zweifacher Hinsicht entfaltet sich diese: Einmal als Lebenshaltung / Bewältigungsstrategie der beiden Protagonisten Mr. Gwyn und Rebecca, und zum anderen als Schreibhaltung des Autors dieses wundersamen Buches A. Baricco. Die Geschichte entrollt sich langsam. Es geht um das Finden von geraden Sätzen. Jeder dieser geraden Sätze des Autors Baricco über den Autor Gwyn stimmt. Mehr braucht hier nicht verraten zu werden. Ach doch: Es handelt sich um ein leises Buch voller Geheimnisse.
WeiterlesenFisch und Fleisch
Donnerstag, B.N. Auf Fisch und Fleisch ist mein Beitrag Potential heute Thema des Tages. Coole Überraschung, kontroverse Kommentare … ein kommunikatives Wellenkräuseln.
WeiterlesenPotential
Kreative Lebensmodelle Zu viele Menschen leben zu alleine in zu großen Wohnungen und schlucken zu viele Tabletten gegen zu viel Traurigkeit und gegen zu wenig Perspektiven. Heute Morgen habe ich direkt einen neuen Beruf erfunden: Lebensbegleiterin. Natürlich ist der nicht neu, früher hieß das Gesellschafterin (ich glaube, es gab ihn nur in der weiblichen Variante), aber das ist es ja, worauf es ankommt: Alte Dinge mit einem neuen Namen zu versehen, und schon hast du das Gefühl, die Welt neu erfunden zu haben (Prinzip Schuldidaktik, das Neueste ist jetzt der Erzählende Lehrer, harrr harrrr!, das nur nebenbei). Warum sind so viele Menschen,
WeiterlesenEinfach zweifach
Mittwoch, B.N. Zwei Interviewszusagen aus Berlin. Wann hinfahren? Mein Leben mit PM. Mein Leben in Tübingen. Allein, mit zwei WG-Mitbewohnern. Meine beiden Kinder. Meine zwei Berufe. Meine Sehnsucht, es richtig zu machen …
WeiterlesenArbeitsStruktur
Montag. Vormittags Arbeitsfrühstück in Hamburg mit dem Literaturagent. Superergiebiges Gespräch über Kernfragen, Zielgruppe und Struktur des Buches. Jetzt gleich Ankunft in BN. Und PM kann mich nicht vom Bahnhof abholen, diesmal. Komisches Gefühl. Wörter des Tages: Bilanzselbstmord. Hellweg. Streiflicht.
WeiterlesenGut
Sonntag, Kiel. Eventuell gibt es noch einen neuen Interviewpartner, auch aus Berlin. Gestern die Akquise gestartet, es wäre wunderbar, wenn das klappen würde. Bis drei Uhr früh am Einleitungstext gearbeitet. War wie besoffen, alle Gedanken haben sich ineinander verschoben vor Müdigkeit und Stress wegen der Session am Vorabend. Der Text wird gut. Die Interviews sind gut. Texte mit Aussage. Es sind alles Leute, die etwas zu sagen haben. Selten gutes Gefühl der eigenen Arbeit gegenüber. Ich freue mich auf alles Weitere …
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