Freitag. Ich mit dem verratzten, mittlerweile drei Monate alten Rezept in der Hand: „Ich würde mich gerne mal umschauen. Dumm ist nur, dass mir Brillen nicht stehen …“Die freundliche Optikerin reicht mir, nach kurzem aber intensivem Gesichts-Check, ein rotes Gestell mit eher runden Gläsern. Sieht schick aus – bis es auf meiner Nase landet.Die Optikerin lacht. „Eine Brille ist eben kein Schmuckstück!“, sagt sie.WHAT? Für eine Optikerin eine seltsame Ansage. Das scheint ihr jetzt auch aufzugehen. „Brauchen Sie denn wirklich eine?“, schiebt sie nach.Diese Überlegung kommt mir gelegen. Ich: „Eigentlich nur eine Lesebrille. Mit dem Rest komme ich ganz gut
WeiterlesenKategorie: 2019
Kluge Worte übers Schreiben
„Wissen, dass man nicht für den Anderen schreibt,wissen, dass diese Dinge, die ich schreibe, mir nie die Liebe dessen eintragen werden, den ich liebe, wissen, dass das Schreiben nichts kompensiert, nichts sublimiert, dass es eben da, wo du nicht bist, ist – das ist der Anfang des Schreibens.“ (Roland Barthes)
WeiterlesenRückblick
Donnerstag. Mein Vater war ein Melancholiker. Mit Mut zum Lachen und manchmal auch zum Lustigsein.
WeiterlesenFreude
Dienstag. Heute auf der Straße umarmte mich eine Frau, die ich von früher kenne, weil sie sich so für mein Buch freute. Das war schön.
WeiterlesenVon Künstlern und Bürgern
Den Faust, den Steppenwolf alias Harry Haller und den Anselmus haben wir sowas von gekocht, geknetet und durchs Sieb passiert, dass sie nun allen Beteiligten zu den Ohren herauskommen. Unauslöschlich die Spuren – die „goldene Spur“? – des drögen Dreiergespanns in hunderttausend baden-württembergischen Abiturientenseelen. Indem wir die Seelenqualen von drei existenzleidenden Protagonisten geschlagene zwei Jahre lang durchleuchtet und nachgelitten haben, wird dem omnipräsenten Goethe, dem selbstanalytischen Hesse und dem albernen Hoffmann („ich war doch die Kaffeekanne“) hunderttausendfach – wenn auch erzwungenermaßen – die Künstlerehre nachgereicht, um die sie alle drei gerungen haben. Um nichts anderes geht es in den drei
WeiterlesenWie dumm ist der Mann?
Montag. Das Rad sei vor der Mauer erfunden worden, verkündet Trump gerade überall und vor allen möglichen Gremien.Will sagen: Rad und Mauer, letztere besonders, seien mitnichten antiquierte, sondern sogar sehr erprobte Mittel. Also, um Feinde bzw. mexikanische Flüchtlinge abzuwehren, nicht um darin zu wohnen, was ja der eigentliche Sinn der wunderbaren Stein-auf-Stein-Erfindung gewesen sein wird, und zwar einige Jahrtausende vor – verdammte Axt!, hab ich etwa Lust mich mit Trump zu beschäftigen?
WeiterlesenTräger des Iffland-Ringes …
… Bruno Ganz, der sein Publikum in so vielen Rollen bezaubert hat …
WeiterlesenLass uns über den Tod reden – Gisela Getty
Freitag. Jutta war eine extrem intuitive Persönlichkeit. In unserer Gruppierung war sie die Speerspitze. Sie erfasste die Dinge viel schneller als wir. Jutta durchschaute die Menschen, aber auch sich selbst. Sie hinterfragte alles, setzte sich dieser Hinterfragung aber auch selbst aus. In dem Film Schneeweiß Rosenrot fantasieren wir an einer Stelle: „Wir möchten heiraten, einen Prinzen, der uns auf Händen trägt, ein Häuschen mit Rosengarten, ganz normal sein, Sicherheit, ein kleines Nest …“ Und dann brüllen wir vor Lachen. In Wirklichkeit hätte Jutta das sofort dekonstruiert. Sobald sie einen sicheren Ort gefunden hatte, machte sie ihn kaputt. Die Sicherheit war
WeiterlesenMeese macht BAVID DOWIE
Kunst überlebt jeder … Meese zugucken … für mein Leben (gern) … Meese lebt (meine?) ungelebten Lebens(kunst)stücke …
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