Falsche Eckdaten – richtige Veranstaltung

Was bleibt von der emotionsgeladenen, intensiven und von good Vibrations getragenen Buchpremiere am Donnerstag Abend in der ausverkauften Buchhandlung Osiander für die Schreiberin des Schwäbischen Tagblatts? Eine sehr lange Nacherzählung von Lass uns über den Tod reden – frei von Emotionen, Intensität, Vibes.Dröge und staubtrocken, verraten die immerhin fünf Spalten mehr über die Befindlichkeit der Lokalredakteurin als über das Event am Donnerstag Abend.Investigativ gibt sie sich in Sachen Alter. Als ich in dem kurzen Gespräch nach der Veranstaltung klarstelle, dass ich es in dem Punkt mit Karl Lagerfeld halte, verlegt sie sich aufs Schätzen und kommt auf unbarmherzige „über sechzig“.Whuottt?

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ResonanzRaum

Samstag. Ein paar Reaktionen, über die ich mich besonders gefreut habe: „… großen Glückwunsch zu der Lesung!! Ich muss das gleich loswerden weil ich wirklich tief berührt bin und großen Respekt vor deiner Arbeit verspüre.Das Publikum war sehr aufmerksam, du hast uns erreicht und betroffen gemacht.Das lag im Raum!Dieses Thema braucht Geschichten und die Vielfalt der Erfahrungen.Das habe ich in meiner Trauerarbeit ( übrigens auch über ca 10 Jahre) immer wieder gedacht: so verschieden wie die Menschen und die Beziehungen sind so unterschiedlich ist ihre Trauer. Da hast du ein hervorrragendes Spektrum an Unterschiedlichkeit mitgebracht.Auch deine Art der Präsentation fand

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Buchpremiere

Freitag. Schön war’s! Volle Bude und ausverkauft! Die Stimmung: wohltuend warmherzig, da lese ich gerne, was ich in beinahe zehn Jahren zusammengetragen habe.Lass uns über den Tod reden kam an und wurde gehört. Anschließend Publikumsfragen, viele persönliche Begegnungen, Signieren. Das war meine Premierefeier bei Osiander.

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Lass uns über den Tod reden – Dieter Thomas Kuhn

Montag. Heute bin ich achtundvierzig und denke: „Wow, was für ‘ne Scheiße, mit dreißig zu sterben. Das ist ganz schön früh.“ Wenn man jemanden verliert, wird einem die eigene Endlichkeit sofort bewusst und dass es eben saumäßig schnell gehen kann. Als Jugendlicher war ich eh schon etwas melancholischer als andere Jungs in meinem Alter. Der Verlust meines sehr geliebten Bruders hat sicherlich dazu beigetragen, dass der Tod in meiner Vorstellung allgegenwärtig ist.Auch die Angst, nicht um das eigene Leben, sondern um das der anderen Menschen, die man gernhat, diese Angst flattert seitdem mit.

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Campus TV

Montag. Heute Vorbesprechung mit Campus-TV Tübingen im good old Brechtbau. Sehr witzig: die Stufen hochzuschlendern wie früher, ohne Nostalgie-Anflug und unter deutlich anderen Vorzeichen. Zwei superkompetente Studentinnen managen die Planung und Durchführung. Die Sendung zum Thema Tod wird am 11. April live ausgestrahlt.

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Lass uns über den Tod reden – Enno Kalisch

„… Zwei Jahre vor seinem Tod saß mein Vater im Publikum. Ich hatte einen Auftritt im Dorfcafé, und es war ein magisch schöner Abend. Ich glaube, da war er wirklich stolz auf mich. Indem er mich als Geschichtenerzählter erlebte, erkannte er mich als den, der ich jetzt bin. Ich glaube, da sah er, dass ich mein Ding machte und meinen Weg gefunden hatte. Indem er mich und meine Kunst anerkannte, erkannte er ja auch einen Teil von sich selbst an. Ich war für meinen Vater so ein komischer Junge, der nicht gut turnen konnte. Mein Vater dagegen war ein exzellenter

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Wenn …

… PM mich ansieht, denke ich immer das Wort Augenblitze. Er holt mich in diesen überbordenden, hochgepeitschten Tagen wieder runter, macht einen Joke, lacht sein Lachen und ich lache mit, weil es wirklich witzig ist und ich nicht so tun muss als ob, läuft mit mir in die Stadt rein, findet den meerblauen Mantel von Marbello gut, den ich sowieso genommen hätte, aber so ist es viel besser, setzt die Kaffeemaschine in Gang und gibt dabei eine Anekdote zum Besten, die ihm gerade durchs Gehirn rauscht, schlägt die Beine übereinander mit dieser ihm in die DNA eingeschriebenen PM-Eleganz, sagt etwas

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Überraschung

Samstag. Damit hatte die Bayer-AG wohl nicht gerechnet, den Prozess um Krebsrisiken von Glyphosat zu verlieren. Wie das Bundesgericht in San Francisco jetzt geurteilt hat, ist der Pflanzenvernichter Roundup – irreführend immer als Unkrautvernichter tituliert, obwohl es keineswegs nur Unkräuter vernichtet, sondern ALLES bis auf die speziell gegen den Wirkstoff Glyphosat wirksam genmanipulierten Getreidesorten durch ein Monsanto-Patent – ein wesentlicher Faktor für die Entstehung von Lymphdrüsenkrebs. Die Übernahme von Monsanto wird dem Leverkusener Pharmakonzern noch übel aufstoßen. Denn der Kläger Edwin Hardeman, der dem Monsanto-Konzern nicht nur seine Krankheit, sondern auch bewusstes Verschweigen der Risiken durch das Pflanzengift Glyphosat vorwirft,

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Feedback

Samstag, B.N. Superpositives Feedback von der Berliner Zeitung, mit der es gestern ein Telefoninterview gab, und von der Thüringer Allgemeinen, die mich vorgestern interviewte. Beide Interviews müssten nächste Woche erscheinen. Das von der Thüringer Allgemeinen hat Esther Goldberg gemacht, das von der BZ Florian Thalmann. Schönstes Kompliment von Thalmann: Er werde Lass uns über den Tod reden nach Fertigstellung des Interviewtextes zuende lesen – was nicht unbedingt die Regel sei. Darüber habe ich mich gefreut.Beret hat angerufen. Sie ist schon durch und hat beim Text von Ehrhardt-Lakomy geweint.

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