Baerbocks bilderstarke Bronzerückgabe – Eine Bildergeschichte

Benin-Bronzen © dpa Als im vergangenen Jahr Außenministerin Annalena Baerbock und Kulturstaatsministerin Claudia Roth nach Nigeria reisten, hatten sie wertvolle Ware im Gepäck: 20 Benin-Bronzen aus fünf deutschen Museen, welche sich zuletzt in Sammlungen in Berlin, Hamburg, Leipzig, Stuttgart und Köln befanden. Ihr Ziel: Die 1897 geraubte Kunst an das Volk zurückgeben. Roth erklärte damals: „Wir geben heute Nigeria und den Menschen in diesem Land ihr kulturelles Erbe zurück. “ Doch Nigerias Staatspräsident teilt den demokratischen Gedanken der zwei Politikerinnen nicht. Muhammadu Buhari gab die Bronzen weiter an den König, den Oba von Benin. Das Volk schaut in die Röhre und der Reiche wurde reicher. Oba Ewuare II. (Oba of Benin) © imago Die Schweizer Professorin für Ethnologie Brigitta Hauser-Schäublin beschreibt die

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Zusammengefügt

Samstag. Wenn wir so in einer großen Runde in der Wurstküche sitzen, PM, der extra hergekommen ist, E.’s Eltern aus Italien, mein lieber T. mit E. und der Vater meiner Kinder G. mit seiner Frau, das Baby wird herumgereicht wie ein seltenes Porzellan und so sieht es auch aus mit seiner riesigen rosa Schleife auf dem Kopf, und das Essen wird gebracht und das Sprachengewirr stört gar nicht, obwohl man sich mit manchen gar nicht verständigen kann, aber es reichen Gesten und ein Lächeln, dann weiß ich, dass die Dinge sich irgendwie zusammenfügen. Dass das meine Familie ist. Und dass

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Zuversicht

Mittwoch. Die Baumwipfel entlang den Schienen, das Heranrauschen der Ammertalbahn, die ferne Polizeisirene durch die gekippten Fenster, die gebeugten Rücken, die Abi-Sweatshirts mit dem Motto, die Stille, die Angst: Mathe-Abi, fünf Stunden währende Pein oder auch nicht, einer lacht, als er jetzt auf Kommando den Aufgabenbogen aufschlägt, kein gutes Lachen, eher ein Zwei-bis-Drei-Punkte-Lachen von einem, der sich daran gewöhnt zu haben scheint, irritiert unterbricht der einführende Lehrer seinen Redestrom, wer soll sich die ganzen Anweisungen bloß merken. Die rechts von mir – ich sitze ganz hinten – packt eine zuversichtliche Vespertüte aus: Schokolade, Kekse, Käsebrote, Obststückchen. Auf der Tischkante hockt

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Stopp!

Ha! Die Verantwortlichen machen sich vom Acker! Auf Künstlicher Intelligenz basierende Systeme wie ChatGPT sorgen derzeit für Aufregung, weil sie das Potenzial haben, die Welt zu verändern. Das sieht auch Googles KI-Chef Geoffrey Hinton so und warnt vor Gefahren. Der Godfather der KI befürchtet „ernste Risiken“ für die Menschheit. Mehr zum Thema Wissenschaft & Technik Erneut warnt ein Experte vor einer unkontrollierbaren Entwicklung besonders fortgeschrittener Künstlicher Intelligenz (KI). Geoffrey Hinton, führender KI-Entwickler beim US-Konzern Google, kündigte seinen Job und mahnte in der „New York Times“ vom Montag, die Fortschritte im Feld der KI bedeuteten „ernste Risiken für die Gesellschaft und

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Ver-rückt

Dienstag. Immer mehr Unternehmen in Deutschland wandern ab oder melden Konkurs an (aktuell Reno mit 120 Schuh-Filialen!). Sie leiden unter den absurd hohen Energiepreisen, die doch durch das Sanktionsregime gegenüber Russland erst herbeigeführt wurden. Wie jetzt sogar die Mainstreampresse verlauten lässt, wächst sich Habecks Planung mehr und mehr zur Gefahr für den Standort Deutschland aus. Und Staat und Steuerzahler sollen wieder einmal in die Bresche springen, wenn es nach den Vorstellungen des grünen Ministers geht. Aber das ist nur eine der vielen Verrücktheiten unserer Gegenwart. Heute haben mich 10-Klässler gefragt, was „vergeblich“ bedeutet. Und „entschädigen“. Beide Worte sind Bestandteile eines

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Silent Disco

Montag. Wenn man an einen Interviewpartner kommen will, den man nicht einschätzen kann, dann bucht man eine Stadtführung durch Freiburg bei ihm. Bei ihr: Drag-Queen Betty BBQ. Macht im Schwarzwaldkostüm an nicht unbedingt touristisch, aber funmäßig relevanten Plätzen in der Freiburger Altstadt Halt und kommentiert diese aus ihrer eigenen „Tunten“-Sichtweise (O-Ton). Da wird schon mal hart vom Leder gezogen gegen Coroanapolitik, Berufsverbot im Lockdown und gegen Stadträte, denen die Pandemie grad recht kam, um das Freiburger Nachtleben ganz legal auszutrocknen. Mit Erfolg, wie am Kneipensterben ablesbar. Mit dabei meine Schulfreundin U., die Betty kennt und am Ende der Show den

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Harry has gone!

Mittwoch. Eine der schönsten Stimmen der Welt von einem der schönsten Sänger der Welt ist verstummt. Danke für so viele tolle Lieder, lieber Harry Belafonte, mit denen meine Kinder abends eingeschlafen sind. Gute Reise!

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Arbeit am WE

Montag. Langes WE in Eisenach. Unser Häuschen wird langsam gemütlich. Viel aus- und aufgeräumt und geputzt und poliert und ringsrum freigeschnitten. Die Bäder sind fertig, die Küche auch. Wohnzimmer so halb, mein Zimmer steht noch leer. Bis August läuft mein persönlich gesetzter Count Down.

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Saft und Schokolade

Freitag. Einen wundervollen Abend durfte ich gestern gemeinsam mit meinen zehn hochmotivierten Kursteilnehmer*innen verbringen. Entspannt bei Saft und Schokolade (ganz wichtig!)  ging es direkt am 1. Abend an zwei Schreibaufgaben, die einige Erhellung und Erleuchtung brachten. Lustig: mein allererster Tübinger Zahnarzt war auch dabei. Es existiert eine Kurzgeschichte über ihn und meinen damaligen Friseur (der leider später auf Lebensberater umsattelte), das stecke ich ihm aber erst, wenn der Kurs vorbei ist. Ich denke, die beiden Folgeabende werden genauso gut. Und vielleicht gehts danach ja weiter. So wäre mein Plan, mit Schreibkursen in eine minikleine Selbständigkeit.

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Ohne Optis

Donnerstag. Heute Abend unterrichte ich zum ersten Mal Kreatives Schreiben für Erwachsene in Tübingen. Seit zwei Stunden habe ich Migräne zum Verrücktwerden. Was ist los mit mir? Will ich unbewusst kneifen? Habe ich Angst? Früher hätte ich längst eine Optalidon eingeworfen. Die plötzlich vom Markt verschwunden waren. Aus gutem Grund. Ungezählte Optis, wie ich sie ganz liebevoll nannte, haben über die Jahre meine Niere ruiniert. Daran darf ich gar nicht denken. Funktionieren müssen. Na klar, auch jetzt. Nur ohne Tabletten.

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