Sonntag. 265 Menschen sterben für nichts und das Volk jubelt: „Gott ist groß!“ Ah, doch für was. Der luprenreine Demokrat Erdogan kann jetzt säubern. Deshalb nennt der den Putsch auch „Geschenk Gottes“. Jetzt kann der eben mal über Nacht 3000 Richter entlassen. Und die Putschisten „hart bestrafen“. Vielleicht demnächst mit ein bisschen Todesstrafe. Der stellt die Sintflut nach, sozusagen. Was haben die Richter mit dem Putsch zu tun? War die Liste vorbereitet? So wie die Schlägertrupps, die jetzt überall aus ihren Löchern kriechen und – irgendwie IS-mäßig – gurgeldurchschneidend und köpfeeintretend durchs Land ziehen? Ist der sogenannte IS Freund oder
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Ein Mann …
… der mitmacht. (Radikal neue Erfahrung.) PM, der mir meine vermooste Dachterrasse kerchert. Und gleich noch die Gartenmöbel abschleift. Der auf Psychogrundsatzhinterfragung und Endlosschleifendiskussionen verzichtet, à la ob mein Begehr nach einem reinlichen Balkon nicht doch ein wenig kleinbürgerlich sei? Oder großbürgerlich? Oder überflüssig? Ob es nicht auch so gehe? OmG! Der sagt, das mach ich (wow!) und die Geräte direkt schon mal mitgebracht hat (wow wow!). Gemeinsam konstruktiv sein: das ist auch Glück – (Samstag)
WeiterlesenSchreiben verbindet
Bei Eleonore (v. links: Cordula, ich, Beate, Heidemarie; Eleonore hat fotografiert) Schreiben ist nicht Leben. Ist, mit dem Erlebten fertigzuwerden. Wie die Anderen das machen, ist mir nicht bekannt.
WeiterlesenJetzt also Nizza
Und wieder hat so ein gewaltgeiler IS-Psychopath zugeschlagen. Diesmal an der europäischen Mittelmeerküste, ganz wie angekündigt … Und wieder werden die Gebetsmühlen in Gang gesetzt, dass die Sache nichts mit dem Islam zu tun habe, dass die Banlieues Schuld seien … 84 Menschen. Mit dem LKW überrollt. Kein Kommentar.
WeiterlesenGlück am Morgen
Freitag. Heute Morgen eigentlich kein besonderer Anlass zum Glücklichsein, ich war es aber. So aufgewacht, Lage gecheckt, das offene Fenster im Blick – der Himmel, der Wind, Geräusche von draußen – und wusch!, eins mit der Welt. Vielleicht, weil ich weiß, dass ich alles, was ich sehe, heute Abend wiedersehe, dass alles, was ist, heute Abend immer noch ist. Diese Gewissheit, fast hat sie etwas Hochmütiges – Und vielleicht habe ich ja doch einen Anlass … heute Abend. Berlin ist jetzt klar gemacht. Während der fünf Tage kann ich bei H. und K. wohnen, das passt. Ich kenne sie erst
WeiterlesenKonkrete Angst
Dienstag. Der Name Michail Gorbatschow steht im Westen für die Beendigung des Kalten Krieges sowie die darauffolgenden Abrüstungen. Für diesen historischen Erfolg wurde er 1990 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Wenn eben dieser Gorbatschow nun der Nato Kriegstreiberei vorwirft und warnt: „Von einem kalten Krieg geht die Nato zu den Vorbereitungen für einen heißen (Krieg) über“ (so auf dem Nato-Gipfel in – ausgerechnet! – Warschau am Freitag, den 08.07.2016 ), dann lässt mich das keineswegs kalt, sondern macht mir eine ganz heiße, ganz konkrete Angst. Als am 1.September 1939 der 2. Wk mit dem Angriff auf Polen begann, nach vorangegangenen, massiven
WeiterlesenLeben und Planen
Montag. Sonniges, ruhiges WE in B.N. im Garten, im Pool, beim Italiener in der Abenddämmerung. Viel gequatscht, gelesen, gearbeitet. Die Planung der Sommerferien steht: ein paar Tage Berlin (1. Interview, 2. Kennenlernen einer bislang unbekannten Cousine, die mich nach meinen BlogBeitrag über Wolfgang Kaskeline, was ihr Großvater und mein Großonkel ist, sozusagen aus dem Nichts kontaktiert hat.) Dann zwei Wochen mit PM durch Italien! Besonders auf Assisi, Perugia und Mailand freue ich mich riesig. Sehnsuchtsorte, schon so lange … Und später auch noch nach Kiel zu Jerome und Beret, endlich mal wieder. Auf meine Cousine und evtl. ihre Familie bin
WeiterlesenAuf dem Nebelpodium
Samstag, B.N. Sterben tun nur die anderen. Und dieses Jahr sterben gefühlt irgendwie besonders viele. Jedenfalls viele, um die wir ganz besonders trauern. David Bowie, Prince, Götz George und einen Tag später Bud Spencer – was ist da nur los? Da ist gar nichts los. Es sterben so viele, wie immer sterben. Nur sind das jetzt verstärkt Leute aus der Generation, die viel zu unserer Kultur beigetragen haben, die wir kennen und die uns vertraut sind. Mit denen wir aufgewachsen sind. Deren Gesichter und deren Ideen zu unserem Leben gehört haben. Ob sie schon dran sind oder viel zu früh
WeiterlesenWachsen über den Dächern
Mittwoch. Jetzt also auch noch eine Kräuterecke. Mein Gärtchen ist eigentlich eine Dachterrasse. Die ist sogar ziemlich groß. Früher, in meinem alten Leben, standen da drei Töpfe mit Rosen herum. Die haben mich nie interessiert. Ich hab sie vergessen zu gießen, und irgendwann sind sie vertrocknet. Drei Jahre lang wucherten Unkraut und Moose zwischen den Steinplatten und über die Kiesränder. Jetzt aber ist Dornröschen erwacht, schüttelt den Staub von den Kissen und staunt. Siehe da, so viel ungenutzte Fläche. Da muss doch was her, was was her macht. Und also entsteht jetzt mein Gärtchen. Mich interessiert die Fülle. Ich mag
WeiterlesenKultur anders
Dienstag. Mein Gärtchen gedeiht. Bin ganz verrückt danach. Heute nochmal Nachschub geholt: Rosen, Lavendel, Strandastern. Zwei große Buchsbäume. Und noch mehr Töpfe aus Sandstein und Ton. Wie auf den italienischen Terrassen sieht es bald aus, so ein stylisch unbekümmertes Pflanzensammelsurium. Mit einem bakteriellen Raupenvernichtungsmittel hab ich ganz professionell die Rosen eingesprüht. Womit jetzt sozusagen eine Mini-Nahrungskette in Gang gesetzt ist. Es gibt dehnbare Gartenschläuche. Muss man auch erstmal wissen. Sehr zielführend.
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