In memoriam

Mittwoch. „Er habe mir damit einen Gefallen getan?“ „So sagt er.“ „Ich denke gerade an diese drei mit Verrat vollgepackten Reisetaschen unter der Treppe. Bevor er untergetaucht ist. Alles nur für mich?“ „Hey, Ironiealarm! Don’t worry, be happy. Das nehm ich ihm doch sowieso nicht ab.“ „Danke.“ „Halloooo? Natürlich nicht!“

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Intertextualität

Sonntag, B.N. Intertextualität – was für ein hässliches Wort für einen so schönen Vorgang. Texte befruchten sich gegenseitig. Oder: Texte stehen immer in Beziehung zueinander. Ein ‚reiner‘ Text, ohne jedes kulturelle Bezogensein, ist schlichtweg nicht vorstellbar. Den Begriff Intertextualität prägte in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts die bulgarische Kulturwissenschaftlerin und Psychoanalytikerin Julia Kristeva, die 1965 nach Paris emigrierte. Ein Text sei ein „Mosaik von Zitaten“ und kein Text ohne Bezug zur Gesamtheit anderer Texte und anderer kulturgeschichtlicher Niederschläge denkbar. Denn Texte werden ja nicht nur von Texten inspiriert. Die Kultur mit ihren verschiedenartigen Äußerungsformen wie Kunst, Architektur, Musik, Wissenschaft ist

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ISIS von Amerika geschaffen …

nach: https://www.wsws.org/de/articles/2014/10/08/bide-o08.html Joseph Biden gibt zu: ISIS ist von Amerika geschaffen, um den Mittleren Osten zu destabilisieren Patrick Martin World Socialist Web Site Mi, 08 Okt 2014 18:30 CESTDrucken Vor Studenten am John F. Kennedy Forum der Harvad University unterlief US-Vizepräsident Joseph Biden am Donnerstag ein schwerer Lapsus. Ihm entschlüpfte versehentlich ein peinliches Eingeständnis über einen Teil der Regierungspolitik, der von Regierungsvertretern und Medienleuten normalerweise unter den Teppich gekehrt wird. Auf eine Frage nach der Syrienpolitik der USA ging Biden auf ein schmutziges Geheimnis im aktuellen US-geführten Krieg gegen den Islamischen Staat im Irak und in Syrien (ISIS, von der Obama-Regierung

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The Blogger Lounge

Donnerstag. Begegnungen sind Inspiration. Sie multiplizieren sich, indem unverbrauchte Ideen daraus entstehen, geistiger Input sich in kreativen Output verwandelt. www.tage-und-begegnungen.julianevieregge.de ist ein literarisches Blog. Kurze Tageseinträge reflektieren persönliche Begegnungen, Zeit- und Politikgeschehen, News aus der Literaturszene und private Eindrücke. Motto: Das Private ist politisch, das Private ist Kultur, das Private ist Literatur.

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Veränderter, verändernder Buchmarkt

Mittwoch. http://www.sueddeutsche.de/kultur/protestbrief-gegen-amazon-deutscher-buchmarkt-droht-an-der-eigenen-arroganz-zugrunde-zu-gehen-1.2096433 Scheint mir in einigen Punkten bedenkenswert. Der Buchmarkt ist schwierig, um es mal euphemistisch auszudrücken. Das E-book wie auch das Selfpublishing könnten Wege aus der Misere bieten, wie einige Autoren das ja bereits erfolgreich zeigen. Man darf das nicht so dramatisch sehen, von wegen man sei als Autor dann verbrannt usw. Außer, wenn man sich für einen zukünftigen Deutscher-Buchpreis-Träger hält, dann mag der Einwand gelten. Der Markt ändert sich nur in Richtung Offenheit, Experimentierfreudigkeit uä, wenn sich von unten, von den Autoren her etwas ändert …

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Sprüche der Woche

Samstag. Holla die Waldfee!, sagt Flo. Das ist alles Schnulli, sagt PM. Wie in einem gnadenlosen, freundlichen Meer, schreibt Alfred Andersch.* Haben Menschen die Religion gemacht?, fragt Anton. Dann gehörst du zur iPhone-Gemeinde, sagt PM. Ich habe gedacht, du bist unverletzbar, sagt M. Tell me, why?, fragt der Bob Geldof. Tu selbst etwas!, mahnt Malala Yousafzai. Ist Gott einfach faul?, fragt Christopher. Für die Frau des Hauses, sagt PM. * Die Rote, Diogenes 2006

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Social Freezing

Social Freezing? Heißt im Klartext: Eizellen werden auf Kosten der Firma eingefroren, um gut ausgebildete, weibliche Arbeitskräfte nicht an Heim und Herd zu verlieren. Statt schwanger zu werden, sollen sie sich auf ihre Karriere konzentrieren – soviel zu social und soviel zum neuesten Coup von Facebook und Apple: Die beiden Big Tech-Player bieten ihren Mitarbeiterinnen erstmals die Eizell-Konservierung aus nicht-medizinischen Gründen an, vorgeblich, um ihnen die Organisation wichtiger Lebensentscheidungen zu erleichtern. Na klar!, und kein Wunder, dass die damit angestoßene arbeitsethische Kontroverse derzeit die Gemüter bewegt. Frauen dürfen ihren Kinderwunsch also auf später verschieben. Die biologische Uhr tickt nicht mehr.

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