Donnerstag. Begegnungen sind Inspiration. Sie multiplizieren sich, indem unverbrauchte Ideen daraus entstehen, geistiger Input sich in kreativen Output verwandelt. www.tage-und-begegnungen.julianevieregge.de ist ein literarisches Blog. Kurze Tageseinträge reflektieren persönliche Begegnungen, Zeit- und Politikgeschehen, News aus der Literaturszene und private Eindrücke. Motto: Das Private ist politisch, das Private ist Kultur, das Private ist Literatur.
WeiterlesenAutor: Juliane Vieregge
Veränderter, verändernder Buchmarkt
Mittwoch. http://www.sueddeutsche.de/kultur/protestbrief-gegen-amazon-deutscher-buchmarkt-droht-an-der-eigenen-arroganz-zugrunde-zu-gehen-1.2096433 Scheint mir in einigen Punkten bedenkenswert. Der Buchmarkt ist schwierig, um es mal euphemistisch auszudrücken. Das E-book wie auch das Selfpublishing könnten Wege aus der Misere bieten, wie einige Autoren das ja bereits erfolgreich zeigen. Man darf das nicht so dramatisch sehen, von wegen man sei als Autor dann verbrannt usw. Außer, wenn man sich für einen zukünftigen Deutscher-Buchpreis-Träger hält, dann mag der Einwand gelten. Der Markt ändert sich nur in Richtung Offenheit, Experimentierfreudigkeit uä, wenn sich von unten, von den Autoren her etwas ändert …
WeiterlesenSprüche der Woche
Samstag. Holla die Waldfee!, sagt Flo. Das ist alles Schnulli, sagt PM. Wie in einem gnadenlosen, freundlichen Meer, schreibt Alfred Andersch.* Haben Menschen die Religion gemacht?, fragt Anton. Dann gehörst du zur iPhone-Gemeinde, sagt PM. Ich habe gedacht, du bist unverletzbar, sagt M. Tell me, why?, fragt der Bob Geldof. Tu selbst etwas!, mahnt Malala Yousafzai. Ist Gott einfach faul?, fragt Christopher. Für die Frau des Hauses, sagt PM. * Die Rote, Diogenes 2006
WeiterlesenPalmer forever
Donnerstag. Ein Bürgermeister ist ein Bürgermeister ist ein Bürgermeister … (Wiederwahl 19. Oktober 2014)
WeiterlesenSocial Freezing
Social Freezing? Heißt im Klartext: Eizellen werden auf Kosten der Firma eingefroren, um gut ausgebildete, weibliche Arbeitskräfte nicht an Heim und Herd zu verlieren. Statt schwanger zu werden, sollen sie sich auf ihre Karriere konzentrieren – soviel zu social und soviel zum neuesten Coup von Facebook und Apple: Die beiden Big Tech-Player bieten ihren Mitarbeiterinnen erstmals die Eizell-Konservierung aus nicht-medizinischen Gründen an, vorgeblich, um ihnen die Organisation wichtiger Lebensentscheidungen zu erleichtern. Na klar!, und kein Wunder, dass die damit angestoßene arbeitsethische Kontroverse derzeit die Gemüter bewegt. Frauen dürfen ihren Kinderwunsch also auf später verschieben. Die biologische Uhr tickt nicht mehr.
WeiterlesenUnterbewusstsein
„Dann kann man seinen eigenen Gefühlen nicht trauen?“ „Nein.“ „Auch nicht der Liebe?“ „Manchmal ist das Ich nicht Herr in seinem eigenen Haus.“ (Dr. K.)
WeiterlesenArbeit nichtentfremdet
Mittwoch. „Wir schätzen Ihren Stil, und wir mögen Sie“, sagt gestern Abend einer zum Abschluss der Veranstaltung. „Und wir wissen, dass Sie uns mögen.“ Na, das ist ein Wort (und eine wirklich schöne Anerkennung meiner Arbeit).
WeiterlesenLaut und leise – West und Ost
„Das Lautsein ist uns ausgetrieben worden“, sagt PM. „Wir haben gelernt, zwischen den Zeilen zu lesen“, sagt Toni Krahl von City im Forum Demokratie*. „Die Künstler, das Publikum und die Stasi haben das Zwischendenzeilenlesen gelernt!“ „Wir haben in Nuancen gedacht und gesprochen“, sagt PM. „Ich bin sicher, dass auch die Rockmusik der DDR zum allmählichen Untergang der Republik beigetragen hat“, sagt Olaf Leitner im Forum Demokratie*. „Warum hätte ich mir die Einheit wünschen sollen? Ich wollte eine demokratische DDR mit Pressefreiheit und Versammlungsrecht“, sagt PM. „Der Westen war oft unsensibel“, sagt PM. *Phoenix, Montag, den 13.10.14
WeiterlesenDie Keule ‚Unrechtsstaat‘ wieder einpacken – Die DDR war ein Experiment
25 JAHRE FRIEDLICHE REVOLUTION Die Keule „Unrechtsstaat“ wieder einpacken Friedrich Schorlemmer im Gespräch mit Dirk-Oliver Heckmann (Deutschlandfunk) http://www.deutschlandfunk.de/25-jahre-friedliche-revolution-die-keule-unrechtsstaat.694.de.html?dram%3Aarticle_id=299881
WeiterlesenGrundzweifel. Grundfreude.
Mittwoch. S. ist meine beste und zuverlässigste Freundin. Sie hat mir gestern sowas von aus der Patsche geholfen, das will ich hier gar nicht länger ausbreiten, aber ohne sie hätte ich es unmöglich geschafft. Sie kam für eineinhalb Stunden vorbei, und allein das Wissen, dass sie kommt, hat mich in die Gänge gebracht. (Es gibt solche Aufgaben, die sind mit Schrecken und Ängsten behaftet, die übersteigen meine Kraft, jedenfalls scheint mir das so, die schiebe ich leider immer wieder so lange vor mir her, bis sie mich um ein Haar überwältigen. Immer wieder eine faszinierende Beobachtung: Bloß um ein Haar!)
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