Wenn Männer hassen …

… DANN DIE FRAU, DIE SIE NICHT LÄNGER QUÄLEN KÖNNEN „Sie spürte seinen Hass, den Hass eines Mannes, der wehrlos war, der wollte, dass es weiterging, der schon wusste, dass irgend etwas in seinem Leben zerbrach, wenn es nicht weiterging, der mit dem Mittel des Terrors darum kämpfte, dass seine Gefangene ihm erhalten blieb, er braucht mich, aber er kann mich nur brauchen, wenn es so weitergeht wie bisher, wenn es immer so weitergeht, es ist eine besondere Art von Perversion, es ist eine sadistische Variante, sie konnte jetzt ganz kühl darüber nachdenken …“ (aus: Alfred Andersch, Die Rote, S.

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COLOSSEUM im Brückenforum

Samstag, B.N. Gestern Abend waren Colosseum im Bonner Brückenforum. Ein wahrscheinlich in dieser Konstellation nicht mehr wiederholbares, besonderes musikalisches Ereignis: Chris Farlowe, Jon Hiseman, Barbara Thompson, Dave Greenslade, Clem Clempson & Mark Clarke! Wow! Ihre komplizierten, komplexen Stücke bleiben nicht gerade als Ohrwurm hängen, man erkennt sie auch nicht sofort am Intro. Die Sechs von Colosseum spielen mit Zitaten aus dem unendlichen Universum der Musikgeschichte. Was sie liefern, ist musikalische Kost für Fortgeschritte, und gelegentlich kommt’s erst beim Refrains zum Aha-Effekt. Besonders bewegend: Das Tribute an Jack Bruce, mit dem sie viel zusammengearbeitet haben. Die Kompositionen scheinen Geschichten zu erzählen. Deshalb siehst du

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„Liebes Deutschland“ von Franz Josef Wagner – Eine Gedichtinterpretation

Sonntag. Die BILD-Zeitung hat 41-Mio. Haushalten, also allen, ein Geschenk gemacht: Eine Gratis-Ausgabe zum 25. Mauerfalljubiläum. Franz Josef Wagner hat zu diesem Anlass ein Gedicht gedichtet. Und weil ihm sein Gedicht so gut gelungen ist, hat die BILD-Redaktion es direkt als Aufmacher genommen, damit am heutigen Gedenktag alle als Erstes Wagners Gedicht auf der ersten Seite lesen können. Das Gedicht heißt „Liebes Deutschland“, wie ganz viele Gedichte und Geschichten von F.J. Wagner. Dieses hier handelt von einem Stein, wie wir gleich eingangs erfahren. Dann wechselt die Perspektive, und der Stein, also das lyrische Ich, redet nun selbst. Er erzählt dem

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Bier, Mauerfall und anderes

Steve hat mir beigebracht, Bierflaschen am Kasten aufzumachen. Zuerst ging es nicht, aber dann fiel mir ein, dass ich ja Linkshänderin bin, und dann gings ganz leicht. Susanne findet meine kurzen Haare besser. Lilly will, dass ich mein Rad weiter rechts abstelle, weil es sonst an ihres stößt. Jochen hat ein Theaterstück zum Mauerfall geschrieben. Bei Wolfgang gabs gestern Abend einen unglaublich guten Rosé. Wir feiern dieses Jahr alle zs. Weihnachten bei Dorle, wie ich ja schon die letzten beiden Jahre. Dorle hat sich eine neue Geschenke-Regelung ausgedacht. Sie war letztes Jahr genervt – ich war gemeint – wg. der

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In memoriam

Mittwoch. „Er habe mir damit einen Gefallen getan?“ „So sagt er.“ „Ich denke gerade an diese drei mit Verrat vollgepackten Reisetaschen unter der Treppe. Bevor er untergetaucht ist. Alles nur für mich?“ „Hey, Ironiealarm! Don’t worry, be happy. Das nehm ich ihm doch sowieso nicht ab.“ „Danke.“ „Halloooo? Natürlich nicht!“

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Intertextualität

Sonntag, B.N. Intertextualität – was für ein hässliches Wort für einen so schönen Vorgang. Texte befruchten sich gegenseitig. Oder: Texte stehen immer in Beziehung zueinander. Ein ‚reiner‘ Text, ohne jedes kulturelle Bezogensein, ist schlichtweg nicht vorstellbar. Den Begriff Intertextualität prägte in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts die bulgarische Kulturwissenschaftlerin und Psychoanalytikerin Julia Kristeva, die 1965 nach Paris emigrierte. Ein Text sei ein „Mosaik von Zitaten“ und kein Text ohne Bezug zur Gesamtheit anderer Texte und anderer kulturgeschichtlicher Niederschläge denkbar. Denn Texte werden ja nicht nur von Texten inspiriert. Die Kultur mit ihren verschiedenartigen Äußerungsformen wie Kunst, Architektur, Musik, Wissenschaft ist

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ISIS von Amerika geschaffen …

nach: https://www.wsws.org/de/articles/2014/10/08/bide-o08.html Joseph Biden gibt zu: ISIS ist von Amerika geschaffen, um den Mittleren Osten zu destabilisieren Patrick Martin World Socialist Web Site Mi, 08 Okt 2014 18:30 CESTDrucken Vor Studenten am John F. Kennedy Forum der Harvad University unterlief US-Vizepräsident Joseph Biden am Donnerstag ein schwerer Lapsus. Ihm entschlüpfte versehentlich ein peinliches Eingeständnis über einen Teil der Regierungspolitik, der von Regierungsvertretern und Medienleuten normalerweise unter den Teppich gekehrt wird. Auf eine Frage nach der Syrienpolitik der USA ging Biden auf ein schmutziges Geheimnis im aktuellen US-geführten Krieg gegen den Islamischen Staat im Irak und in Syrien (ISIS, von der Obama-Regierung

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