Mein Steuerberater

Samstag. Der Besuch des Steuerberaters ist eigentlich nichts, worüber sich schreiben lässt, obwohl mein Steuerberater durchaus seine poetische Seite hat, weil er gerne Geschichten erzählt, und manchmal kommt er nur auf eine halbe Stunde vorbei, um einen anständigen Kaffee zu trinken, und dann erzählt er mir von seinem Abenteuerleben vor seiner Steuerberaterzeit, den Kaffee mag er schwarz und stark, und dazwischen erzählt er auch was über die Steuer und worauf ich zu achten habe, weil er jedesmal wieder entsetzt ist, was ich alles nicht weiß oder schon wieder vergessen habe, obwohl er es mir doch erst beim letzten Mal eingetrichtert

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Konferenz …

… da träume ich mich lieber weg. Und träume vom Angeln. Keine Ahnung, wieso. Ist doch gar nicht mein Ding und ich war auch noch nie angeln. Beim Angeln, stelle ich mir vor, kannst du deine Gedanken treiben lassen, das ist cool, da kannst du denken, wonach dir ist, da kommt dann ein Fisch und du willst den gar nicht und wirfst ihn wieder ins Wasser zurück und fängst an ein Buch zu lesen, das schon länger in deiner Tasche liegt, beim Angeln kann ich doch lesen, oder?, und das Buch gefällt dir nicht besonders, aber du liest einfach weiter,

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Ein Samstag in Tübingen

Party am Egeria-Platz, eine durchzechte, durchschlemmte, durchfeierte Nacht, spätes Frühstück mit PM, Steve und D., Stadtbummel, Osiander, Risiko, ein Cappuccino am Affenberg unter der Herbst- oder Spätsommersonne, je nach Betrachtung, danach Kino (Fack Ju Göthe 2. saudoof), danach LTT-Theaterkneipe, anregende Gespräche mit anregenden Leuten über die Premiere und die coole Jennifer Kornprobst, was wir beides nicht gesehen haben, und an jeder Straßenecke Diskussionen über Flüchtlinge, den VW-Abgasskandal und Dieselmotoren …

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Unterschreiben Sie bitte hier

Sonntag, B.N: Ins Ruhrgebiet zur Mutter und wieder zurück nach B.N. und dazwischen, zwischen den extrem nervenaufreibenden Fahrten die Rennerei und Telefoniererei, die nötig sind, um einen Pflegeplatz zu finden in einem, wie man sagt, freundlichen Seniorenstift. Gestern unterschrieben. Kann sich einer eine Vorstellung davon machen, wie viele  Formulare erfunden worden sind, um einen Menschen von seinem Haus in ein Pflegehaus zu verlegen? Bogen um Bogen unter strenger Befragung der Leiterin ausgefüllt, weitere Bögen später mit der Mutter zusammen und noch weitere alleine, Hauptsache ausgefüllt und unterschrieben. Ein Teil dieser ausgefüllten und unterschriebenen Bögen muss nun an Andere verschickt werden für

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