Jürgen Todenhöfer schreibt auf FB: „Liebe Freunde, vor 14 Jahren begannen die angeblichen ‚Antiterror-Kriege‘. Ergebnis: Statt einiger 100 Terroristen im Hindukush haben wir jetzt über 100.000 Terroristen. Der Mittlere Osten steht in Flammen. Brennt es morgen auch bei uns? Die EU erlebt schon jetzt im Flüchtlingschaos ihre schwerste Krise. Dank Leuten wie Bush und Obama! Wie wird die Geschichte sie beurteilen? Als Kriegsverbrecher oder als Irre? Fast immer setzen die USA im Mittleren Osten auf Krieg. Oder auf die Unterstützung von Rebellen. Ihre Interventionspolitik hinterließ eine breite Blutspur. Und unvorstellbares Leid. Dennoch verlängert der Westen jetzt seine unselige Kriegsmission in Afghanistan.
WeiterlesenKategorie: 2015
Sonntagmorgen
Sonntag. Schloss und Stiftskirche liegen noch im Nebel. Schokokaffee zur Sofalektüre (Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki von Haruki Murakami). Gleich noch eine Runde joggen, nicht an der Steinlach entlang, zu viele Hunde, sondern Richtung Stadt. Koffer ist gepackt mit Arbeit und Klamotten, gegen elf Uhr gehts zum Bahnhof und dann ab nach B.N.
WeiterlesenTagesticker
Freitag. Zwölf Kolleginnen zu Besuch, ich erwarte einen entspannten Nachmittag bei Kaffee und Tee, Apfelstrudel, Ingwerkuchen, Aprikosensahne … und natürlich Baileys in großen Mengen und hoher Qualität! Der Agenturvertrag kam in einem rot versiegelten Umschlag. Schon wieder ist ein Krankenhaus von „Ärzte ohne Grenzen“ bombardiert worden. Diesmal im Jemen in der Provinz Saada, diesmal durch saudischen Luftangriff. Im Fahrradkeller wurden zweimal hintereinander die Reifen aufgeschnitten. Wer im Haus ist der Psychopath, der solche Aktionen braucht, um gut durch den Tag zu kommen? Er sollte zum Arzt gehen, statt anderen auf die Nerven zu fallen. Die Vorsitzende der Grünen Jugend Theresa Kalmer
WeiterlesenApfelbacke
Vier Spritzen, Zahnfleisch aufgeschnitten, wunderbar! Sieht jetzt nicht mehr aus wie eine Kirsche, sondern wie ein Apfel. Das ist nicht mehr lustig!
WeiterlesenSpringender Strom
Donnerstag. Heute Morgen mit dicker Backe aufgewacht. Als hätte ich eine Kirsche gebunkert. Sieht entschieden blöd aus. Sprechen geht nicht, tut weh. Von der Arbeit abgemeldet, muss aber nachher trotzdem kurz hin wg. unaufschiebbarem Termin. Vorher zum Zahnarzt … Stresssymptom, ich kenne das schon von früher … aber nicht in dem Ausmaß … das geht bis zum Auge hoch! Die letzten Monate mit nicht enden wollendem Anwalt-Notar-Papierkrieg-Wohnungs-Scheiß waren ungefähr so, wie wenn du in stetig steigendem Wasser stehst und du merkst/siehst es gar nicht, außer dass du keine Luft mehr kriegst. Gestern war der Elektriker von dem wunderbaren Lampenladen da, aus dem fast
WeiterlesenÜberraschung
Susanne: Ein Mann muss dich überraschen können …
WeiterlesenBoxen und Speisen
Montag. W. hat heute Nachmittag seine alten Boxen bei mir installiert. Was für ein Sound im Vergleich zu vorher!, und dann haben wir gleich mal Colosseum und später Chicago eingelegt… Den neuen Glastisch hat PM mir am Wochenende mitgebracht. Ist jetzt doch nicht der mit den Rädern geworden, sondern ein runder mit interessantem Stahlsockel. PM hat im Möbelladen die ausschlagebende Entscheidungshilfe geleistet. W. hat große Augen gemacht. Er findet ihn stylisch. Nach der Boxenmontage, für die W. erst noch 12 Meter Lautsprecherkabel beim Saturn holen musste, bedankte ich mich mit einer Einladung im Herzog Ulrich, wo wir köstlich gespeist haben:
WeiterlesenUnbeflecktes Töten
Sonntag. Drohnen töten, ohne dass sich jemand die Finger dabei schmutzig macht. Man sieht auch kein Blut fließen. Unbeflecktes Töten, sozusagen. Dafür reicht eine Telefonnummer aus. Wie das funktioniert und dass es – mit deutscher Unterstützung – ganz einfach geht, berichtete der ehemalige US-Drohnenoperator Brandon Bryant am 15. Oktober 2015 vor dem deutschen Bundestag. Genauer: Vor dem NSA-Untersuchungsausschuss, der ihn als Kronzeugen anhörte. Dass mittels der Telefonnummer ein feindliches Handy so exakt geortet werden kann, dass die Drohne das Haus bzw. die entsprechende Location auch punktgenau trifft (Kollateralschäden inbegriffen), dafür sorgt die geheimdienstliche Metadatenspeicherung. Solange Bryant bei der amerikanischen Luftwaffe
WeiterlesenAlles psycho
Mit Dorle ins Piccolo Sole d’Oro auf einen Sekt und Schinkentoast nach diesem wahrhaft anstrengenden Tag. Danach mit Schokolinsen und noch mehr Sekt bewaffnet ins Kino: I killed my Mother von Xavier Dolan aus der Reihe Film und Psychoanalyse, heute mit Dr. H. v. Freytag-Loringhoven und Dipl.Psych. P. Schraivogel. Ein taffer Film vom erst 25-jährigen Dolan, der das Drehbuch geschrieben und Regie geführt hat und außerdem die Hauptrolle spielt. Angeblich dreht er jedes Jahr einen. Bevorzugtes Thema: Die Mama bzw. seine schräge Mutterbeziehung. Schwer autobiographisch, schwer ödipal. Von Freytag-Loringhoven vermutet, dass Dolan selbst nicht alles durchschaut, was er in dem Film
WeiterlesenSeit heute
Mittwoch. Seit heute bin ich alleinige Eigentümerin meiner Wohnung. Seit heute habe ich alleine einen großen Schuldenberg abzutragen. Seit heute sind Bedrohung, Unehrlichkeit, Verachtung und Destruktion endgültig aus meinem Leben verschwunden. Seit heute weiß ich, dass, wer sich selbst belügt, Andere nur belügen kann. Seit heute weiß ich, dass Menschen – ich – sich ändern können. Dank an meine „Frau Tietze“ (die in Wirklichkeit ein Mann ist und Dr. K. heißt). Seit heute weiß ich, dass ich den Weg der Bedrohung, der Unehrlichkeit, der Verachtung, der Destruktion mir nicht freiwillig ausgewählt habe, sondern weil er mir von kleinst auf vertraut
Weiterlesen