Sch…

Schade, schöne Schokotorte, schokobraune. Schade, schöne Schahra. Schwacher Schwachomaten-Schwachsinn: Schäbiges, shitstormiges schablonenhaftes Schubladendenken, Schächtelchenauswuchs schmalbrüstigen Schädelschmands. Scharf schimpft Schelte-Kipping, schleudert scharmante Schulterschlussworte: Schwadroneure, Schubiacke! Scherzkekse, schlackige! Schriebt schamlos schräges Schockflugblatt, schmierige Schmonzette! Schwerkränktet schöne Schahra. Schluss! Schont Schahra! Schikaniert Schtorchen-Beatrix! Schändet Schtorchen-Beatrix‘ schlichtes Schneiderkostüm! Schleift Schtorchen-Beatrix‘ Schleifenfrisur! Schlüsselqualifizierter Schnellredner-Gysi schmollt, schweigt – Schwerabwesend. Chanceverpassend? Schweigetaktik. Schade, schwulitätenreicher Schmachparteitag. (zum 5. Parteitag der LINKEN am 28.05.2016, Tortenwurf auf Sahra Wagenknecht)

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Grenzstadt Ventimiglia

Samstag, Italien. Das Baptisterium in Albenga und der kilometerlange Wochenmarkt in Ventimiglia (und dann der Blick über die Roia auf die Altstadt) sind die kulturellen Highlights der vergangenen drei Tage. In den Küstenstädten der Blumenriviera, speziell in Ventimiglia – Grenzstadt zum benachbarten Menton -, gibt es viele Flüchtlinge bzw. Migranten afrikanischer Herkunft. Parallel zum Wochenmarkt unterhalten sie eine Art zweiten Markt entlang der gegenüber liegenden Straßenseite, wo sie neben den üblichen Fake-Artikeln wie „Rolex“-Uhren und „Gucci“-Taschen und -Sonnenbrillen noch weitaus erstaunlicheres Zeug versuchen an den Mann/die Frau zu bringen. Setzt du dich irgendwo hin, kommen sie an deinen Tisch und

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Erinnerungen

Mittwoch, Diano Marina. Der Vollmond und der silberne Teppich auf dem Meer lassen sich nicht fotografieren. Wenn PM schläft und ich ihn so ungestört betrachte, ist das immer noch und immer wieder ein Staunen. Wir lesen beide Bücher aus Israel; ich von Lissie Doron Who the Fuck Is Kafka, PM fiebert bei Totengebet von Elisabeth Herrmann mit. Temperatur: 22 Grad, Wassertemperatur im Pool: 18 Grad. Sonne, Wind, Cappucino, Limoncello, eine Punkband im frühabendlichen Treiben der Hauptgeschäftsstraße, noch einen Cappucino in der Pasticceria, der Duft von gegrilltem Fisch, die Bar, in der punkt Mitternacht frische Kuchen aus dem Ofen in die Körbe

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Miniparadies

Montag, Diano Marina. Gestern steckten meine Sandalenfüsse im Schnee vom Gotthard-Pass, heute rauscht das Meer unter unserem Fenster. PM hat ein neues, rotes Leinenhemd an und sieht noch attraktiver aus als sonst, Karin erzählt lustige Geschichten aus dem großen Berliner Kaufhaus, wo sie arbeitet, Hans träumt der einzig wahren Republik hinterher und freut sich auf einen Teller Calamaris am Abend. Ligurische Luft kitzelt unsere Nasen. Auf den Liegestühlen steht Hotel Bellevue und das ist es ja auch: Links liegt Cervo im morgendlichen Dunst, geradeaus das Mittelmeer und rechts der kleine Jachthafen. Dahinter eine Landzunge und dahinter liegt Imperia, was man jedoch nicht sieht. Das Meer

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Beliebt

Sonntag, B.N. Wenn du beliebt sein willst, schreibe nichts. Verlasse niemals die Deckung. Verbirg deine Meinung oder passe sie dem Mainstream an. Spott und Verachtung werden dich sonst treffen und im Netz wirst du gehatet. Hüte dich vor spontanen Äußerungen. Überdenke deine Gedanken mindestens drei Wochen lang und vergleiche sie mit den Beiträgen anderer User, bevor du sie veröffentlichst. Achte auf politisch korrekte Herkunft der Vergleichsbeiträge. Misstraue unmittelbaren Begeisterungsaffekten. Lass dich nicht ungeprüft inspirieren. Bleibe emotionslos. Lakonisch. Ironisch. Ironie macht dich unangreifbar. Damit zeigst du: Du glaubst nichts. Nicht mal dir selbst. (17 gemeldete und wg. Unflätigkeit gelöschte  Kommentare zu

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Life goes on

Freitag war gestern. Doch, wenns drauf ankommt, sind wir schon eine coole Truppe. Alle Befürchtungen umsonst. Hätte so werden können, ist aber nicht. Mein Bruder ist einer, der die Übersicht behält. Einen anderen Entrümpler hat er auch aufgetrieben (Controlfreak). Wir alle tragen uns offenbar mit kurz- oder langfristigen Umzugsplänen. Life goes on …

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Böses tun

Friedrich (am Telefon): Die Elke, die hat jetzt wieder jemanden. Da bin ich unheimlich froh. Die hatte so einen Künstler eingeladen, um ihre Garage anzumalen. Der hat ihr auf der Gitarre vorgespielt, und da war sie hin und weg. Ich verkürze das jetzt mal. Mein Freund L.K., der hat ein Pech mit seiner Freundin gehabt! Die hat ihn bestohlen und zum Schluss angezeigt wegen Körperverletzung. Es war ihm natürlich nichts nachzuweisen. Dann hat er sie aus dem Haus raus geklagt. So kann so was enden. Die Lore ist ja nun gestorben (Friedrichs Mutter). Soll ich ihre Wohnung kaufen? Zuerst fahre

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Hotlines

Donnerstag, B.N. Mit Jerome telefoniert. Mit Friedrich telefoniert (Treffen im Juli im Boulanger!). Mit T. telefoniert. Mit L. telefoniert. PM kommt am Freitag dazu und holt mich ab. Morgen. Morgen ist Freitag. Mit PM ist nichts mehr schlimm.

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Entrümplung

Mittwoch, B.N. Gestern Morgen fahre ich zusammen mit dem Entrümpler aus B.N. zum Elternhaus und sehe, dass andere dort schon schwer zugange gewesen sind. Ist wohl ein gängiges Muster, wie der Entrümpler mir versichert, den ich seit gestern die Ehre habe Thorsten nennen zu dürfen. Da bleibt dir nur eins: Mantramäßige Selbstbeschwörung, dass kein Ding im Leben so wichtig ist wie dein innerer Frieden. Und das ist es ja auch wirklich nicht. Am Freitag wird es noch mal so richtig krass übel werden, wenn alle sozusagen zu den endgültigen Entscheidungen zusammen treffen, und das wird dann, traurig aber wahr, wohl

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Vegan

Montag. Wenn Leute anfangen über Essen zu reden wie über eine Wissenschaft, ist das das erste Krankheitssymptom. Mit so einer Ausdauer und so einem von der Sache her unangemessenem Engagement, da weißt du sofort, schmecken tut’s denen sowieso nicht. Die am meisten darüber reden, sehen am kränkesten aus. Vorurteil? Manchmal hilft nur eine Prise Bosheit. Ich langweile mich beim Thema Veganismus zu Tode. Ich langweile mich so, dass ich mich ärgere. Ich sehe in ein bleiches Gesicht ohne Weichheit, in ein mageres Gesicht auf einem mageren Hals und denke unwillkürlich an Essstörung. An eine Heidelbeere, die mit der Rasierklinge in

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