Montag, im Zug. Trauer setzt eine Art manische Energie frei. Ich hab das auch einmal erlebt, wochenlang ging das, am Tag zehn bis fünfzehn Kilometer marschiert, einfach los, egal wohin. Arsène Verny erzählt in Lass uns über den Tod reden davon … und wie er nach dem grausamen Unfalltod seines Sohnes diese Energie kanalisiert und innerhalb von drei Monaten eine Stiftung aus dem Boden gestampft hat. Überirdische, kranke Kräfte – eine Bombe, die gerade hochgeht, verfügt nicht über mehr Schubkraft … * Stelle mir gerade vor, ich verteidige lautstark meinen reservierten Platz. Wedle mit dem Ticket, keife ein verschrecktes Ehepaar
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Abschied
Sonntag, B.N. Ein Freundeabend mit A. und J. – und PMs unnachahmlichem Ofenfisch auf gedünstetem Gemüse – ist das, wofür ich nach den letzten Tagen on tour wirklich dankbar bin. Gestern intensives, eineinhalbstündiges Telefoninterview mit dem Freitag. Heute ist Relaxen angesagt. Und morgen – morgen geht es wieder nach Hause. Wenn da nur nicht jedesmal und in steigendem Maß diese Wehmut, diese Unlust wären … die ja nur Ausdruck der vielen ungeklärten Zukunftsfragen sind … ich freue mich auf meinen lieben T., auf meine Freundin Susanne, aufs „Amt“, auf meine Wohnung, auf … was Dario wohl macht? Der Ärmste war
WeiterlesenInsta-Echo
https://imgrum.pw/media/2126262045427896581 Anhaltische Landesbücherei Dessau:Buchlesung vom 04.09.2019Am 4.9.2019 fand die Veranstaltung „Lass uns über den Tod reden“ statt. Die Autorin C. Juliane Vieregge erzählte von ihren eignen Erfahrungen mit dem Tod ihres Vaters. Dies war der Anlass für ihr Buch, mit dem sie gegen die Sprachlosigkeit anschreibt und Mut machen will, sich dem lebensbejahenden Thema zu stellen, hinzusehen und miteinander zu lernen, was es heißt würdevoll und mit Achtung mit dem Leben und dem Sterben umzugehen. Die Besucher, die mutig zur Veranstaltung kamen, erlebten eine lebendige Lesung und Auszüge aus den Kapiteln über Reinhard Lakomy, Katrin Sass und anderen. Wir danken
WeiterlesenBack from Lesereise
Freitag. In Dessau stellen die Leute Zwischenfragen. Sie erzählen von sich und ein Mann weint und die anderen hören ihm zu und nicken, weil das, was er erzählt, traurig und schön zugleich ist. Es ist wie ein Dialog. Ich liebe das, Austausch statt Reden halten, ich liebe ihre Geschichten.Ich übernachte in einer kuscheligen Pension (Pension Siewert, ich komme wieder, falls ich jemals wieder nach Dessau komme!). Beim Frühstück lerne ich eine supersympathische Frau kennen: Jana aus dem Vogtland. Zusammen fahren wir ins Bauhaus, d.h. sie fährt, und meinen Koffer nehmen wir gleich mit, denn vom Bauhaus zum Bahnhof sind es
WeiterlesenDann gibt es nur eins!
Du. Mann an der Maschine und Mann in der Werkstatt. Wenn sie dir morgen befehlen,du sollst keine Wasserrohre und keine Kochtöpfe mehr machen – sondern Stahlhelme und Maschinengewehre. dann gibt es nur eins:Sag NEIN!Du. Mädchen hinterm Ladentisch und Mädchen im Büro. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst Granaten füllen und Zielfernrohre für Scharfschützengewehre montieren, danngibt es nur eins: Sag NEIN! Du. Besitzer der Fabrik. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollststatt Puder und Kakao Schießpulver verkaufen, dann gibt es nur eins:Sag NEIN!Du. Forscher im Laboratorium. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst einen neuen Tod erfinden gegen das alte
WeiterlesenDanke – und Danke!
Hachidori5,0 von 5 Sternen Ein wichtiges Werk – voller Gefühl und Hoffnung! 28. Juli 2019 Format: Gebundene Ausgabe5,0 von 5 Sternen Ein wichtiges Werk – voller Gefühl und Hoffnung! 28. Juli 2019 Format: Gebundene Ausgabe Ging es euch auch so, wie den meisten anderen, denen ich erzählt habe, was ich aktuell lese? Habt ihr euch gewundert, warum ich freiwillig über den Tod lese? Ist doch ein ziemlich trauriges Thema – wieso tue ich mir das also an? Solche Fragen habe ich in den letzten Wochen oft gehört, wenn jemand mein Buch auf dem Tisch entdeckt hat.Der Tod ist gerade heutzutage
WeiterlesenDanke für positive Besprechung!
nicola_stuttgart 5,0 von 5 Sternen Eine sehr intensive, lohnende Lektüre 23. Juli 2019 Format: Gebundene Ausgabe „Im Übrigen gibt es im Kapitalismus keine Zeit für die Toten oder für das Vergangene überhaupt. Kapitalismus lebt immer von der Gegenwart und von der Zukunft, die man zu Geld machen kann. Da ist kein Raum für den Tod.“ (Roland Kachler, Seite 134) In einer Zeit, in der der Tod immer mehr verdrängt wird oder schnell weggewischt, totgeschwiegen, abgetan oder mit einem Achselzucken quittiert wird, in der die Hinterbliebenen eines Verstorben gefälligst schnell wieder zu funktionieren haben und in der über ewiges Leben fabuliert
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Dienstag, Eisenach. „Wo geredet wird, wird nicht geschossen“ – Emmanuel Macron hat sich vor dem G-7-Gipfel mit Putin getroffen. Direkt zum Gipfel hat er im Alleingang den iranischen Außenminister Mohammed Dschawad Sarif eingeladen. Dank an den klugen Jüngsten der Siebenerrunde.
Weiterlesen„Dieses Buch gibt dem Tod die verlorene Sprache zurück“
Dieses Buch gibt dem Tod die verlorene Sprache zurück!aspecialkatevor 6 Tagen Der Tod eines nahestehenden, geliebten Menschen umhüllt uns von einer unüberwindbar erscheinenden Mauer. Ihr Fundament sind schmerzvolle Gefühle, deren Stärke uns machtlos fesselt. Sprachlosigkeit verteilt sich über Raum und Zeit. Der Körper, eine leere Hülle, die um Gleichgewicht ringt. Verzweifelt und hoffnungslos auf der Suche nach Antworten. Schicht für Schicht muss der Schmerz abgetragen werden. Aber,… was bleibt zurück? C. Juliane Vieregge gibt in ihrem Buch „Lass uns über den Tod reden“ (Ch. Links Verlag) dem Sterben die verlorene Sprache zurück. Statt um Worte zu ringen, nimmt das Sprechen über den Tod
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