Sonntag. Selten ne doofere Sendung gesehen als Bauerfeind. Thema: die Generation Selfie, als deren Prototyp sich Frau Bauerfeind präsentiert. Ihre Gäste sind schmückendes Beiwerk. Sascha Lobo kann damit leben, kommt ja oft genug zum Zug in der deutschen Medienlandschaft. Frank Schätzing hat in der Sache eh nichts Bahnbrechendes mitzuteilen und akzeptiert den Platz in der zweiten Reihe, Abdelkarim zieht ein Gesicht, als habe er bis zum Schluss nicht kapiert, was er hier macht – zur falschen Zeit am falschen Ort. Richtig leid tut es einem um Luisa Neubauer. Hin und wieder versucht sie dazwischenzugrätschen, doch ihre ernstgemeinten Ansätze werden von
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Essen und Philosophie
Samstag. Beim Recherchieren gefunden: Das Blog GedankenNomade. Gefällt mir. Erst gestern Abend gab es eine schöne Existentialismus-Debatte mit Christiane H. im Meze, natürlich bei gutem Essen und einer köstlichen Orangen-Nachspeise. Powerfrau Christiane absolviert gerade neben ihrem Job ein Fernstudium Philosophie:
WeiterlesenJetzt Hanau
Freitag. Wieder schießt ein Einzeltäter um sich. Reiht sich ein in die inzwischen ziemlich lange Liste anderer Einzeltäter: von Kassel, Halle, Berlin, München, Norwegen, Kanada und natürlich den USA. Wieder hinterlässt er ein wirres Manifest, das von Verfolgungswahn, von Verschwörungen, von Geheimdiensten – oder von grenzenloser Verwirrung, sozialer Verwahrlosung, Vereinsamung spricht.Destruktion ist die Kreativität der Ohnmächtigen. Das ist eine ziemlich alte, nichtsdestotrotz immer wieder unendlich traurige Erkenntnis, mit der die jeweiligen Täter zwar nichts mehr anfangen können, weil sie nach ihren Aktionen meistens tot sind, die aber umso mehr Beachtung in der Analyse des Erstarkens der rechtsradikalen Szene finden sollte.
WeiterlesenKlagelied
Dienstag. So eine abgefahrene Textsammlung könne man nur einer so abgefahrenen Gruppe wie der Lernstub zumuten, sagt Pfarrer H.W.Wir haben uns heute die jüdische Auslegung der alttestamentlichen Klagelieder vorgenommen. Anschließend gehe ich mit ihm noch auf ein Bier ins Loretto. Wir sind beide nicht richtig fit, erschöpft, aber voller Ideen. Er sagt, er zähle schon die Tage: In einem halben Jahr hört er auf. Wieder ein Abschied, ein Ende – davor habe ich Angst. H.W. verschafft mir das Gefühl von Dazugehören. Das habe ich nicht so oft. Sein exegetischer Ansatz ist eine Mischung aus Intellektualität, politischer Analyse und warmherziger Frömmigkeit,
WeiterlesenFeiern
Sonntag. Das war schön!, sagt PM und spricht mir aus dem Herzen: Geburtstagsfeier mit lieben Freund*innen und Kolleg*innen. Auch dabei: T und seine italienische Freundin E., die ja schon Weihnachten mit uns gefeiert und damit alle Zweifel beseitigt haben, ob sie nun zusammen sind oder bloß irgendwie befreundet. Will man ja schließlich wissen als Mutter. Aus Köln kam ein süßes TelefonGeburtstagsStändchen vom L.chen und T.chen. Das sind die Momente reinen Glücks und reiner Dankbarkeit. Später meine Überraschungsgäste für PM: Petra und Findus, die nach der Wende in die Nähe von Tübingen gezogen sind und beide früher in Eisenach gelebt haben.
WeiterlesenAfD-Aussteiger packen aus
Falls man die AfD bisher „nur“ für eine Protestpartei gehalten hat, erfährt man hier von den 25 Ehemaligen, wohin die Reise wirklich geht …
WeiterlesenDer Menschenfeind
Sonntag. Zuerst denkt man, es ist das Bühnenbild, dann: es ist der spielerische Furor des Ensembles, dann: es sind die Dialoge, die Kostüme, die Musik, das Tempo – und letztlich ist es alles zusammen, was das Theater in Bonn immer wieder und wieder einmal zum richtig guten Erlebnis macht: Diesmal „Der Menschenfeind“ nach Jean Baptiste Molière. Schon vor der Vorstellung und später in der Pause – das Stück dauert drei Stunden! – mischen sich die Schauspieler*innen im Foyer unter das Publikum. Es geht um Gesellschaftskritik, um menschliche Gepflogenheiten, die Kommunikation der feinen Gesellschaft wird aufs Korn genommen, und da gehört
WeiterlesenChrismon Buchtipp
https://chrismon.evangelisch.de/tipps/buch-tipp/prominente-sprechen-uebers-sterben-47874
WeiterlesenThüringer Taschenspieler
Samstag, B.N. Das Thüringer Politdrama ist die Quittung für CDU und FDP, die seit Jahren allgemein die Linkspartei und insbesondere Bodo Ramelow als „linksradikal“ verteufeln (so jüngst Fr. Merz und Chr. Lindner) und damit realiter jenen den Weg ebnen, die rechtsaußen schon mit den Hufen scharren. Das Bild vom roten Gespenst greift offenbar immer noch, obwohl die Welt sich seit nunmehr fünf Jahren davon überzeugen konnte, dass ein linker Ministerpräsident die Welt nicht aus den Angeln gehoben hat. Doch die Betonköpfe, die sich daran festgebissen haben für alle Ewigkeiten, sind jetzt genau die, die gegen eine Auflösung des Parlaments und
WeiterlesenStreitkultur Deutschlandfunk
Was thematisch und veranstaltungstechnisch bei mir als Nächstes ansteht: Streitgespräch am 03.04.2020 in Köln / Deutschlandfunk C. Juliane Vieregge vs. Volker Demuth: Es geht um Unsterblichkeit und Transhumanismus, um die Fusion von Mensch und Maschine, um die Überwindung von Leiblichkeit und Vergänglichkeit, um die Frage, was der TH mit Humanismus zu tun hat, um Freiheit, Gleichheit und Demokratie, um Selbstverantwortung und Selbstbestimmtheit …
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