Montag. Seit einem Monat habe ich eine neue Lerngruppe. Charmant, superinteressiert, aufgeschlossen – und allesamt Schulabbrecher: Versager, Loser, Langzeitarbeitslose. Mit diesem Stempel auf der Stirn müssen sie leben. Auf dem Programm steht „Wiedereingliederung“ und später Hauptschulabschluss, bei einigen Realschulabschluss. Ich unterrichte sie in Deutsch. Und freue mich aufs kommende Jahr … … mit dieser Elitetruppe! Ausgerutscht auf einem oft unmenschlichen Schulsystem, das auf Selektion, nicht auf Förderung ausgelegt ist (ja, jetzt mal Klartext: Was ich in den letzten zwei Jahren hier an Repression und Verachtung und Diffamierung und Erniedrigung erlebt habe, ist kaum noch zu überbieten), im Selbstwertgefühl auf die
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Zufrieden
Sonntag, Tübingen. Einfach nur schön – Voller Rathaus-Saal, aufmerksames & interessiertes Publikum, viele inspirierte und inspirierende Nachfragen (Workshops etc.) und ein guter Buchverkauf – was will ich mehr? Danke Osiander und Michael Raffel vom Orga-Team des Tübinger Bucherfestes. Isch over und gut war’s!
WeiterlesenLesung Bücherfest
Samstag 13 Uhr Rathaus Tübingen: Was wirklich zählt – 18 Mal Hoffnung in Krisenzeiten Deutschland, lass uns reden Bücherfest Stars, Debütanten, Lyriker, Prosaisten, Lokalmatadoren: Alles zum Bücherfest Ende September, das diesmal – und das ist etwas Neues einen politischen Akzent setzt. Der Vorverkauf ist eröffnet. (Von Peter Ertle) Nein, die Veranstaltung Ende September ist gewiss keine politische, sondern eine literarische Demonstration, und insgesamt lässt sich beim Blick aufs Programm auch eher sagen: Alles beim Alten – beim guten Alten, denn das Tübinger Bücherfest gehört sicher zum Besten des hiesigen Kulturangebots, mit schöner Verlässlichkeit alle zwei Jahre. Was sich auch
WeiterlesenWahr, gut und nützlich
Dienstag. Keine Ahnung, wie andere zu ihrem Urteil kommen. Ich kannte Charlie Kirk vor seiner Ermordung gar nicht. Bei Bernie Sanders hört sich das alles sehr viel differenzierter an als in einigen hysteriegeschwängerten Berichterstattungen, die ich gefunden habe. Und da Bernie ein Linker ist, macht er sich wohl kaum verdächtig, Kirks Wirken aus einer „rechtsextremistischen“ Ecke heraus zu würdigen. Bemerkenswert auch H. Martensteins Artikel über die Niedertracht deutscher Medien in Bezug auf Kirk. Ich wundere mich zunehmend, dass Kirks kontroverse Ansichten immer als Erstes in die Waagschale geworfen werden, so nach dem Motto: Bedauerlich, ABER … Anständig fände ich es
WeiterlesenIch errege mich, also bin ich
Wir werden nicht von dem zerstört, was wir hassen, sondern von dem, was wir lieben. Damit hat der amerikanische Soziologe Neil Postman („Wir amüsieren uns zu Tode“, 1988) seine Kritik an der modernen Medienindustrie auf den Punkt gebracht: Ihr Antrieb sei nicht mehr die Förderung von Erkenntnis, sondern das Erzeugen von Erregungswellen. Postman geht der Frage nach, was es heißt, wenn in Medien und Politik die Logik des Entertainment Einzug hält. Unser Wissen über die Welt wird dann im Wesentlichen von Bildern bestimmt, die uns die Medien zeigen. An die Stelle von Neugier / Lust an Erkenntnis tritt die Zerstreuung.
WeiterlesenHunderttausende
Sonntag. Was passiert hier gerade? https://www.facebook.com/reel/2734586266933244 Hunderttausende „Rechtsextremisten“ auf Londons Straßen – was macht Starmer? Schläft er noch? Statt dessen anerkennt er den „Palästinensischen Staat“ – was immer das sein soll … Interessant im Vergleich die Darstellung der Tagesschau: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/london-demo-einwanderung-100.html Die unwissende, aber interessierte Bürgerin fragt sich: Habe ich eigentlich ein Recht auf faktenbasierte Berichterstattung durch Medien, die sich durch meine Beiträge finanzieren?
WeiterlesenDysfunktional
Donnerstag. Das BSW ist die einzige Partei, die den Zusammenhang zwischen Aufrüstung der Ukraine und leeren Kommunalkassen benennt und prominent in den Wahlkampf bringt. Umso erstaunlicher, dass bei Lanz vier BürgermeisterInnen der unterschiedlichsten Bundesländer und der unterschiedlichsten politischen Couleur (keiner vom BSW) die Not der Städte durch abnorme Belastungen in Sachen Verwaltungsunfug und Sozialleistungen bestätigen; mit ausdrücklichem Verweis auf den Hintergrund der nicht mehr nachvollziebaren Ukraineleistungen des Bundes. Hat der Bund leere Kassen, sind auch die Kassen von Ländern und Städten leer, das ist ja eigentlich eine einfache Rechenaufgabe. Dieser Widerspruch wurde in der Sendung von 10.09.25 in einer Deutlichkeit
WeiterlesenHayali macht Pause
Wenn Hayali sich entscheidet, über einen gerade eben hinterrücks Ermordeten an allererster Stelle seine in ihren Augen zahlreichen Fehlentscheidungen hervorzukehren, dann relativiert sie den Mord in Richtung: Ein wenig ist er ja auch selber schuld. So haben es offensichtlich viele ZuschauerInnen empfunden. Und ihr massenhaft Hassbotschaften, Todesdrohungen, eben den in (A-)Social Media üblichen Müll geschickt. Dass Hayalis tendenzielle Berichterstattung kein Grund für Morddrohungen ist, muss an der Stelle nicht extra gesagt werden. Dass Mord gleich Mord ist, egal, wen es trifft, und dass ein Mord an einem Rechten nicht weniger schlimm ist als ein Mord an einem Linken, sollte m.E.
WeiterlesenDiversität leben, nicht labern
Dienstag. Ein bisher bei uns nicht besonders bekannter US-Politaktivist, Charles Kirk, wird niedergeschossen. Der Attentäter ist 22 Jahre alt. Nachdem Bilder einer Überwachungskamera von ihm durch die ganze Welt gehen, wird er einen Tag danach von seiner Familie der Polizei übergeben. Offenbar ist es in unserer Zeit nicht mehr üblich, andere Meinungen als die eigene auszuhalten. Kirk hat mit seiner Meinung nicht hinterm Berg gehalten. Das hat ihn das Leben gekostet. In unseren öffentlich-rechtlichen Medien wird er nun zum zweiten Mal hingerichtet. Rufmord ist auch Mord. Indem JournalistInnen wie Dunja Hayali oder Elmar Theveßen Nachrichten mit privater Meinungskundgebung verwechseln und
WeiterlesenSchöner Büchertisch
Mit Caroline Wahl und Christian Baron auf einem Tisch – ich fühle mich geehrt. Gesehen bei Osiander
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