Dienstag, Eisenach. Die Ferien sind vorbei. Meine und PMs auch. Er ist schon wieder in Bad Neuenahr und operiert und macht Sprechstunde, ich bereite mich auf meinen neuen Lehrauftrag vor. Vorläufig bleibt es bei unseren drei Standorten. Ein bisschen gaga, ein bisschen viel. Im Freundeskreis bewundert man unsere Flexibilität … Nun ja …
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Kennst Du das Land …
Kennst Du das Land, wo die Kanonen blühn? Du kennst es nicht? Du wirst es kennenlernen! Dort stehn die Prokuristen stolz und kühn in den Büros, als wären es Kasernen. Dort wachsen unterm Schlips Gefreitenknöpfe. Und unsichtbare Helme trägt man dort. Gesichter hat man dort, doch keine Köpfe. Und wer zu Bett geht, pflanzt sich auch schon fort! Wenn dort ein Vorgesetzter etwas will – und es ist sein Beruf etwas zu wollen – steht der Verstand erst stramm und zweitens still. Die Augen rechts! Und mit dem Rückgrat rollen! Die Kinder kommen dort mit kleinen Sporen und mit gezognem
WeiterlesenDa weiß man, was man hat
Montag, Eisenach. Zieh die Schuhe aus, bellt PM und macht einen langen Schritt in den Flur. Ich krieg mich vor Lachen nicht mehr ein. Das ist mein Mantra, sobald wir reinkommen, ob ich es mir in Zukunft sparen kann? Weil er jetzt 1 x das Haus durchgeputzt hat? Man sollte die Hoffnung nie aufgeben … Nach einem Monat in Tübingen komme ich zurück. Alles steht an seinem Platz, PM hat geputzt, wie gesagt. Die Pflanzen im Garten sind gewachsen und blühen gelb und violett und blau, die Abendsonne liegt über dem Thüringer Wald, kurz, es sieht wunderschön aus. Eine Überraschung:
WeiterlesenEntscheidungen
Samstag, Tübingen. Die wilde Graffiti-Bluse von Smith and Soul, um die ich drei Tage herumgeschlichen bin, weil ich sie natürlich nicht brauche, sie sich aber fantastisch zur Penn & Ink-Hose kombinieren lässt, hängt nun in meinem Schrank, bzw. liegt im Koffer. Das Shoppingpotential von Tübingen muss vorausblickend ausgeschöpft werden, am Montag gehts wieder nach Eisenach. Ob die roten Sandaletten aus dem Zinser-Schaufenster mitdürfen, steht noch in den Sternen. Oder im Mond. Der lächelt lachsfarben direkt in mein Fenster.
WeiterlesenDas Gute
Freitag, Tübingen. Alle wieder weg. Meine liebe L. und das Tchen und das Lchen zum Bahnhof gebracht. G. und G. waren auch gekommen. Am Abend zuvor gemütliches Beisammensein im Franz. Viertel. G. hatte seine berühmten handgeschabten Kässpätzle gemacht. Ich bin froh, dass ich mit dem Vater meiner Kinder und seiner Frau einen unbeschwerten Umgang habe. Ohne Altlasten. Dafür gemeinsame Freude an unseren Kindern. Gemeinsame Sorge auch. Um L., deren OP gerade von August auf Ende September verschoben wurde. Winken, bis der Zug in einer langen Kurve verschwindet. Wenn der Rückblick stimmt, ist das ein unglaublich gutes Gefühl: Das Gute im
WeiterlesenVorgabe
Der Schuss und Trumps ikonische Siegerfaust, Bidens dauernde Verwechslungen, Kamala Harris‘ Lachen, Bidens schräge Ausreden, Trumps gut gespielte Einsicht, die vielen Schauspieler und Geldgeber – Hauptsache, einen öffentlichen Kommentar abgesetzt – , wer liegt vorne, wer hinten, wer doch wieder vorne: Ich ignoriere das alles, es interessiert mich nicht. Während die Medien so tun, als hinge unser Leben von den anstehenden US-Wahlen ab. Trump ist das korrupte Trampel, Biden der Altersdemente, Harris die Retterin, Biden jetzt doch wieder mehr Held als dement wegen seinem Rücktritt, Elon Musk als bekennender Trump-Fan generalverdächtig. Mir war Musk immer verdächtig, jetzt fange ich aber
WeiterlesenAnfällig
Donnerstag, Tübingen. Den weltweiten IT-Ausfall, der vergangene Woche ein kommerzielles Chaos verursacht hat, habe ich hautnah im WFM-Laden Tübingen mitgekriegt. Ich durfte nämlich nicht rein. Obwohl es schon 11 Uhr war. Bedauernd gestikulierend, vertröstete mich die Verkäuferin auf 12 Uhr, und als ich um 12 Uhr wieder davor stand, war die Tür immer noch verschlossen. Sie ließ mich dann doch rein, weil ich nur meinen defekten Smoothie-Maker gegen einen funktionierenden eintauschen wollte, und das ging auch ohne IT. Sie tat mir leid. Stand vor der toten Kasse und konnte nichts machen. „Sämtliche WMF-Läden sind betroffen“, jammerte sie. Später erfuhren wir,
WeiterlesenEin Tag im Sommer
Mittwoch, Tübingen. Mein Kartoffelsalat kommt gut an. Grillen im Garten von Anne und Helmut. Anne ist Künstlerin und war hier meine Kollegin im „Amt“. Mit „Amts“-Geschichten haben wir uns aber kaum aufgehalten. Annes Sohn Johann und Gundi und meine liebe L. waren auch dabei und das war so schön gemütlich und entspannt, während die Kinder an der Steinlach gespielt haben. Dachten wir. In Wirklichkeit haben sie Fahrradfahrer terrorisiert, was ihnen sehr viel Freude bereitet hat.
WeiterlesenFamilie
Sonntag, Tübingen. Wenn ich zwischen dem schnarchenden PM und dem in alle Richtungen strampelnden L.chen einschlafe, dann weiß ich, dass ich / dass wir vieles richtig gemacht haben. Diese riesige Sorge um meine liebe L. Im August muss sie operiert werden. Ich wünschte, mich an ihrer Stelle dem Eingriff unterziehen zu können, aber das ist Fantasia und das andere die Realität. PM ist heute wieder abgefahren, sich um den 101-Jährigen kümmern. Und ich versuche, zwischen Kinderfest in der Wagenburg und Pippi Langstrumpf noch ein ganz bisschen zu arbeiten …
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