Blaupause

Samstag, B.N. Die sechzigjährige H. ist am Ende ihrer Weisheit. Seit dreißig Jahren lebt sie in Deutschland, wo sie als Putzhilfe arbeitet und jeden Cent in das Haus steckt, das sie und ihr Mann für ihre siebenköpfige Familie gebaut haben. Inzwischen ist sie dreifache Großmutter. Ihr 72-jähriger Mann arbeitet auch noch: Früher fuhr er Taxi, mittlerweile ist er auf Bus umgestiegen. Bei seinen Fahrten über die Dörfer lernt er die Filipina J. kennen. Und die Sache nimmt ihren Lauf. Zwei Jahre lang heimliche Beziehung, ausgerechnet an ihrem 40. Hochzeitstag entdeckt H. die Telefonnummer auf dem Handy ihres Mannes. Sie kennt die Nummer, sie wusste von der Geschichte, schon einmal war sie dahinter gekommen und ihr Mann schwor die Affäre mit J. zu beenden. Was er offensichtlich nicht getan hat. Nun ist alles klar, Ausreden sind nicht mehr nötig. Brutalitäten à la Was-ich-dir-immer-schon-sagen-wollte und gegenseitige Schuldzuweisungen fliegen ihnen ungefiltert um die Ohren. Schonung, Respekt gehen den Bach runter, als hätte es sie nie gegeben. Alles ist weg, was gestern noch da war. H. versteht die Welt nicht mehr. Da ist nichts, woran sie sich festhalten kann. Sie träumt von Rache. Sie hat sich einen Plan zurecht gelegt und erzählt ihn mir mit wilden Worten. Wie banal, muss ich immerzu denken. Wie unvorstellbar banal! Das ist meine eigene Geschichte, in unwesentlichen Variationen ereignet sie sich stündlich tausendfach (die Filipina ist eine Kollegin oder – wie meiner Nachbarin geschehen, ein Kerl). Nur der Kern ist immer gleich: Lügen, Respektlosigkeit, Destruktion der Existenz. Der gemeinsamen – doch obendrein soll der/die Andere als Person zerstört werden. Die dunkle Seite des einstigen Lieblingsmenschen, der jetzt vor allem eins verfolgt – das Alte zu zerschlagen. Nachhaltig! Auslöschung der gemeinsamen Geschichte, auch die schönen Momente nurmehr Schatten. Die Biografie bekommt Löcher. H.s Geschichte setzt mir mehr zu, als ich will. Die Wiederholbarkeit macht sprachlos, macht die Sache so klein. Ich weiß schon alles, sie braucht mir nichts mehr zu erzählen. Man hält sein schlimmes Schicksal für einmalig, auch H. denkt das, dabei ist es eine ganz abgegriffene Blaupause.

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Falsch?

B.N. Freitag. Menschen tun das Unmögliche, um ihr Gefühl von Alleinsein, von Ausgeliefertsein – nein, ihr faktisches Alleinsein und Ausgeliefertsein zu bewältigen. Entscheidungen werden gefällt, die sich eines Tages garantiert als – nun, problematisch erweisen werden. Die Ahnung der Falschheit liegt bereits über der Entscheidung, ehe sie gefällt ist. Es geht aber nicht anders. Es gibt keine Alternative, und so zieht man es durch und arrangiert sich mit dem Falschen, um das noch Falschere zu vermeiden. Dann ist das Falsche in der Situation vielleicht genau das Richtige …

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Solidarität – nein danke!

Montag, B.N. Macron bekräftigt das Recht auf freie Meinungsäußerung und Pressefreiheit. Dieses Recht schließe auch die Freiheit zur Veröffentlichung religiöser Karikaturen ein. Erdogan erklärt Macron daraufhin für geisteskrank und für islamophob. Seine Beleidigungen führen zum Abzug des französischen Botschafters aus Ankara. Daraufhin boykottiert die Türkei Waren aus Frankreich. Mehrere arabische Länder schließen sich dem Boykott gegen französische Produkte an. Erdogan bezeichnet auch die Razzia in einer Berliner Moschee wegen des Verdachts auf Corona-Subventions-Betrug als rassistisch und islamfeindlich.
Am Mittwoch hatten etwa 150 Polizisten in der deutschen Hauptstadt mehrere Firmen und eine Moschee wegen eben dieses Verdachts durchsucht. Sie beschlagnahmten 7000 Euro in bar, Datenträger sowie Computer und Akten. Bei der Razzia ging es den Behörden zufolge um drei Verdächtige, die Finanzhilfen über 70.000 Euro beantragt hätten, von denen 45.000 Euro ausgezahlt worden seien. Ein Teil des Geldes soll dabei auf dem Konto der Moschee gelandet sein.
Erdogan twittert, die darin zum Ausdruck kommende Islamfeindlichkeit rücke Europa „jeden Tag etwas näher in die Finsternis des Mittelalters.“
Wo bleibt eigentlich die deutsche, wo die europäische Solidarität mit Macron?

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Keine Ungeheuer

Sonntag, B.N. Für eine Woche entkommen: dem Wahnsinn im „Amt“, den unüberschaubaren Regelungen, der Angst vor Ansteckung, dem Gehetztsein, den irre gehetzten Tagen im Tübinger Corona-Alltag.
Wie PM da auf dem Bahnsteig steht mit seinen langen Beinen und auf mich wartet, das spült so eine warme Welle in mein Herz, dass ich sofort alles vergesse. Was für News gibt es aus der Klinik, vom „Amt“, aus B.N.? Während der Autofahrt erzählt er von einem neuen Kollegen, ich von einer infizierten Kollegin, doch da wir seit beinahe sieben Jahren jeden Abend telefonieren, wissen wir im Wesentlichen über das Leben des anderen Bescheid.
Die Straße vor seinem Haus ist aufgerissen, die Stadt pimpt sich für diese Landesgartenschau 2022 auf, danach wird es hier wohl etwas anders aussehen. Koffer und Taschen schnell nach oben geräumt – so viel Gepäck diesmal, weil’s am Mittwoch nach Köln zu meiner Lieblingsfamilie weitergeht – und wir decken den Tisch. A. und. J., die lieben Freude aus Hennef, stehen vor der Tür. PM hat reichlich für Essen und Trinken gesorgt, das ist so ein gutes Gefühl! Ich bin nicht allein. Ich bin nicht für alles allein verantwortlich. Da ist einer, der für uns eingekauft hat, der nicht vergisst, was ich mag, der jedesmal an laktosefreie Milch und Nescafé denkt, nur für mich. Einer, der mir Antworten gibt und Fragen stellt und mir zuhört. Einer, der seine Freunde aus alten Zeiten eingeladen hat, die auch meine Freunde sind. Und ich weiß schon jetzt: das wird wieder so ein langer, lauter und lustiger Abend mit Reminiszenzen an gemeinsame Italienurlaube – Limoncello! -, und wenn er vorbei ist und ich schon mal nach oben gehe und den Geräuschen nachlausche, wie PM die Gläser in die Spülmaschine stellt, macht der neu anbrechende Tag mir, neben einer geschenkten Zeitumstellungs-Stunde, sein luxuriösestes Geschenk: Steinmüde und mit einem Lächeln auf den Lippen falle ich in einen Schlaf, der keine Ungeheuer gebiert.

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Welche Werte

Freitag. Ein Lehrer ist in einem Pariser Vorort auf offener Straße geköpft worden. Grund: Er hatte über die Freiheit der Presse gesprochen und eine lustige Karikatur gezeigt, welche, das sage ich hier sicherheitshalber nicht.
Jedesmal, wenn ich vom „Amt“ nach Hause gehe, muss ich jetzt daran denken, wie ein Zwang ist das. Habe ich alles zur Zufriedenheit aller gemacht, was ja definitiv nicht möglich ist, oder könnte irgendein Irrer auf die Idee kommen, mir den Kopf abzuschlagen?
Macron hat zum Glück deutliche Worte für die Tat gefunden: „Ich möchte heute Abend allen Lehrern Frankreichs sagen, dass wir mit ihnen zusammen sind, dass die ganze Nation heute und morgen an ihrer Seite sein wird, um sie zu schützen, zu verteidigen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre schönste Aufgabe zu erfüllen, die es gibt: freie Bürger zu machen“, sagte er. Und: Die Bildung sei ein hohes Gut. Es sei kein Zufall, dass ein Terrorist ausgerechnet einen Lehrer ermordet habe, weil er das Land in seinen Werten habe angreifen wollen. Dieser bei den Schüler*innen beliebte und engagierte Lehrer sei ermordet worden, weil er für Meinungsfreiheit eingestanden habe.
Kevin Kühnert hat im Spiegel einen super Beitrag zu dem schockierenden Vorfall veröffentlicht: Die Linke und der Islamismus. Sehr toll und längst überfällig, dass er das Thema auf den Tisch bringt:

*

„Die politische Linke sollte ihr Schweigen beenden“

Ein Gastbeitrag von Kevin Kühnert. In Frankreich wird ein Lehrer enthauptet – und wir finden keine Worte. Wenn die politische Linke den Kampf gegen Islamismus nicht länger Rassisten überlassen will, muss sie sich endlich mit diesem blinden Fleck beschäftigen.
21.10.2020, 13.20 Uhr

Foto: Marie Magnin / imago images

Fünf Tage nach der islamistisch motivierten Tötung des französischen Lehrers Samuel Paty gedenkt die französische Republik im Rahmen einer nationalen Gedenkfeier des Opfers. Paty, der im Rahmen seines Unterrichts wiederholt die Mohammed-Karikaturen der Zeitschrift „Charlie Hebdo“ als Beispiel genutzt hatte, um über Meinungsfreiheit diskutieren zu können, wurde am 16. Oktober von einem 18-Jährigen enthauptet. 

Am Anschlagsort Conflans-Sainte-Honorine nordwestlich von Paris sowie in der Hauptstadt versammelten sich in den vergangenen Tagen Tausende, um ihrer Trauer und Wut Ausdruck zu verleihen. Frankreich ist aufgewühlt, weil terroristische Anschläge in den vergangenen Jahren zu häufig verübt wurden, um sie noch glaubhaft zu fürchterlichen Einzelfällen erklären zu können.

Foto: Michael Kappeler/ DPA

Kevin Kühnert, 31, ist Bundesvorsitzender der Jusos und stellvertretender Vorsitzender der SPD. Im November gibt er den Chefposten bei der Nachwuchsorganisation ab. Kühnert bewirbt sich in Berlin um eine Kandidatur für den Deutschen Bundestag.

Und in Deutschland?

Herrscht weitgehende Stille.

Wir, die wir uns bei jeder sich bietenden Gelegenheit der aus Krieg und Terror gegen jede Wahrscheinlichkeit gewachsenen französisch-deutschen Freundschaft versichern, finden keine Worte für unsere Nachbarn. Und es drängt sich der Eindruck auf, als würden wir auch gar nicht nach welchen suchen. Statt über Paty zu sprechen, diskutieren wir über das Party-Verhalten von Jugendlichen in Corona-Zeiten.

Neben wenigen Stimmen der ehrlichen Empathie melden sich in Deutschland bislang vor allem einige Rechtsaußen zu Wort, die dem links-liberalen Lager vorwerfen, es würde insgeheim mit Islamisten kuscheln. Die bestialische Tötung eines Menschen verkommt so innerhalb weniger Tage zur politischen Limbostange, mit der auf dem politischen Parkett nach bekannten Regeln zum Tanz aufgefordert wird.

Ist das ein angemessener Umgang mit der Situation?

Natürlich nicht. Insbesondere die politische Linke sollte ihr unangenehm auffälliges Schweigen beenden. Nicht, weil sie von rechts mit durchschaubaren Argumenten dafür kritisiert wird. Sie muss das Wort erheben, weil es auch und insbesondere ihre proklamierten Werte sind, die bei ausnahmslos jedem Terroranschlag mit Füßen getreten, mit Messern erdolcht und mit Sprengsätzen in die Luft gejagt werden. Ich meine damit nicht allein die Verletzung elementarer Grund- und Menschenrechte, die richtigerweise universell sind und keinem politischen Lager gehören. Und erst recht geht es mir nicht um ein politisch inszeniertes Betrauern der Opfer oder gar das Durchleuchten ihrer Grundhaltungen. Mitgefühl und Trauer sollten Eckpfeiler zwischenmenschlichen Anstands sein und keine politische Bückware, die nur auf Nachfrage ausgereicht wird.

Nein, als links denkender Mensch entsteht zumindest meine Empörung aus etwas anderem. Mich beschäftigt das in der beispiellosen Anmaßung zum Richter über Leben und Tod mündende Menschenbild der Täter.

Diese Selbstermächtigung, (über) andere zu richten, stellt nicht nur einen ungeheuerlichen Eingriff in die erstrittenen Regeln menschlichen Miteinanders dar. Es handelt sich auch um durch und durch autoritäre Taten, die sich nicht nur gegen Recht, Gesetz und gesellschaftliche Normen, sondern insbesondere auch gegen die von links proklamierte Gesellschaft der Freien und Gleichen mit mörderischer Brutalität wendet. Wie kann man das übersehen oder gar dazu schweigen?“Es steht der Vorwurf im Raum, in linken Weltbildern gebe es „richtige“ und „falsche“ Opfer oder Täter. Und auch wenn dieser Vorwurf polemisch und pauschal daherkommen mag, so kann doch der Eindruck entstehen, dass da ein Funke Wahrheit im Spiel ist.“

Nun ist es in Zeiten unserer heutigen Informationsgesellschaft unwahrscheinlich, dass sich die Nachricht eines solchen Terroraktes nicht binnen fünf Tagen bis in die meisten Ecken der Gesellschaft herumgesprochen hat. Das Schweigen muss also andere Ursachen haben und die dürften vielfach auch mit der islamistischen Motivation des Attentäters zu tun haben.

Ich bin überzeugt, dass viele von uns dem vom rassistischen Ressentiment lebenden politischen Gegner keine ungewollten Stichworte liefern wollen. Und dass wir durch unser Schweigen genau das Gegenteil dessen erreichen, weil es als Argument gegen uns in Stellung gebracht wird. Und weil dieser Umstand die Ressentiments verstärkt, vor denen wir betroffene Menschen eigentlich schützen wollen.

Es steht der Vorwurf im Raum, in linken Weltbildern gebe es „richtige“ und „falsche“ Opfer oder Täter. Und auch wenn dieser Vorwurf polemisch und pauschal daherkommen mag, so kann doch der Eindruck entstehen, dass da ein Funke Wahrheit im Spiel ist.

Ich erinnere mich noch sehr gut, wie nach dem Tod von Daniel H. im Sommer 2018 in Chemnitz minutiös sein Facebook-Profil öffentlich besprochen wurde. Immer auf der Suche nach Hinweisen auf seine politische Einstellung und mündend in Überschriften wie „Opfer von Chemnitz war Deutschkubaner – und links“.

War das für unser Mitgefühl wirklich wichtig? Hätten wir um einen Liberalen ernsthaft weniger getrauert?

Heute mache ich ganz ähnliche Beobachtungen. Penibel wird in vielen Beiträgen über Samuel Paty darauf geachtet zu erwähnen, er habe muslimischen Schülern während der Präsentation der Mohammed-Karikaturen die Möglichkeit gegeben, den Klassenraum kurzzeitig zu verlassen.

Das war zweifelsohne ein kluger pädagogischer Schachzug. Aber was tut das im Kontext seiner Ermordung zur Sache? Es wird ja wohl niemand ernsthaft argumentieren wollen, ein weniger sensibel agierender Lehrer hätte den Tod oder zumindest weniger öffentliche Anteilnahme verdient gehabt. Erliegen wir vielleicht einfach der Versuchung, uns in einen sinnlosen Kampf um die Deutungshoheit mit Rechtsaußen zu stürzen, in dem die Opfer des Terrors zu Beweismitteln eines politischen Indizienprozesses gemacht werden?

Unser universalistisches Verständnis von Grund- und Menschenrechten erfordert als Kehrseite der Medaille ein ebenso universalistisches Verständnis von Menschenfeindlichkeit und ein kompromissloses Einvernehmen über deren Ablehnung in all ihren Spielarten. Auf dieser Grundlage können wir rassistische Debattenbeiträge einfacher isolieren.

Denn wer Terror und die ihn treibenden Ideologien ablehnt, der muss sich konsequenterweise gezielt gegen die Vertreter und Anhänger dieser Ideologien wenden. So wie der Attentäter von Conflans-Sainte-Honorine einer war. In diesem Fall: ein Islamist. Der Kampf gegen diese Leute und ihr Denken muss unser ureigenes Anliegen sein.“Will die politische Linke den Kampf gegen den Islamismus also nicht länger Rassisten und halbseidenen Hobbyislamforschern überlassen, dann muss sie sich endlich gründlich mit dieser Ideologie als ihrem wohl blindesten Fleck beschäftigen“

Rechten Kulturalisten geht es hingegen um eine ethnische Sortierung der Gesellschaft und somit um Sippenhaft. Sie argumentieren nur vordergründig gegen den Islamismus und meinen eigentlich doch das vermeintlich Fremde des Täters, das bekämpft werden soll.

Der ist ihnen nämlich nicht zuerst als Person suspekt, sondern durch seine vermutete oder tatsächliche Herkunft. Die rechtsradikale französische Oppositionsführerin Marine Le Pen äußerte zudem am Wochenende in martialischer Weise, der Islamismus müsse „mit Gewalt“ aus dem Land vertrieben werden. Das lässt tief blicken. Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, der sieht eben in jedem Problem einen Nagel.

Will die politische Linke den Kampf gegen den Islamismus also nicht länger Rassisten und halbseidenen Hobbyislamforschern überlassen, dann muss sie sich endlich gründlich mit dieser Ideologie als ihrem wohl blindesten Fleck beschäftigen. Sie muss klarstellen, dass in ihrer Idee von der gerechten Gesellschaft der Glaube eine Sache zwischen dem Einzelnen und seinem Gott ist. Niemals jedoch kann sie Glaube als eine die Freiheit einschränkende Sache zwischen einzelnen Individuen akzeptieren. Zumal wenn diese im behaupteten Auftrag eines Gottes oder einer wie auch immer gearteten Ideologie meinen, Recht sprechen und exekutieren zu können. Die Durchsetzung dieses Prinzips ist noch keine hinreichende, wohl aber eine notwendige Voraussetzung für linke Politik. Es schadet uns Linken (und auch allen anderen) nicht, ein bisschen Hegel, Feuerbach und Marx gelesen zu haben, um dies zu begründen. Es ist jedoch absolut nicht notwendig, um diese naheliegenden Schlussfolgerungen zu ziehen.“Alle Terrorakte gleichen sich in ihrer Unrechtmäßigkeit und alle Todesopfer des Terrors gleichen sich in der unweigerlichen Auslöschung ihrer Existenzen.“

Selbstverständlich ist es die Aufgabe linker Politik, die sozialen Zusammenhänge rund um Terror und Kriminalität zu durchleuchten und daraus Schlüsse zu ziehen. Linke Politik muss Machtverhältnisse und Hierarchien thematisieren, sich für die Sozialisation des einzelnen interessieren und sie muss diskriminierende Strukturen in Staat und Gesellschaft aufdecken und ändern. Dem Ziel folgend, unser Zusammenleben gerechter und somit auch sicherer zu machen, kann anschließend über einzelne Maßnahmen gestritten werden.

Doch über eines muss von Beginn an unverdruckste Klarheit bestehen: Alle Terrorakte gleichen sich in ihrer Unrechtmäßigkeit und alle Todesopfer des Terrors gleichen sich in der unweigerlichen Auslöschung ihrer Existenzen. Diese bedrückenden Fakten sowie das Mitgefühl mit Opfern und Angehörigen stehen am Anfang einer jeden Betrachtung.

Darüber müssen wir sprechen.

Laut, öffentlich, unmissverständlich.

Für rechte Ideologen sind Opfer islamistischen Terrors vor allem eines: Angst und Schrecken auslösende Ikonen ihrer rassistischen Thesen zur allgemeinen Entwicklung der Gesellschaft. Dieser Argumentation, die nicht nur die Gesellschaft spaltet, sondern gleichermaßen die Opfer verhöhnt, muss gleichzeitig Einhalt geboten werden.

Grundlage dafür sollte ein breiter Konsens darüber sein, dass alle Terroropfer gleich an Würde sind und die Täter keiner Hierarchisierung bedürfen. Jegliche Lynchjustiz stellt einen barbarischen Verstoß gegen die Freiheiten dar, die mühsam für uns erkämpft wurden. Die Verurteilung solcher Taten bedarf zumindest im ersten Schritt keiner weiteren Nachfragen.

Ein solcher mit Leben gefüllter Konsens könnte stark genug sein, um keine Angst mehr vor seiner missbräuchlichen Vereinnahmung haben zu müssen.

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Der Staat observiert

Tödliche Messerattacke: Blumen und Kerzen am Tatort in Dresden, wo ein 20-jähriger Syrer mit einem Messer auf zwei Passanten eingestochen haben soll.
Blumen und Kerzen am Tatort in Dresden, wo ein 20-jähriger Syrer mit einem Messer auf zwei Passanten eingestochen haben soll. © Sebastian Kahnert/​dpa

Donnerstag. Die Behörden haben den Mann seit 2017 auf dem Schirm. Gerade erst aus der Haft entlassen, wird er von den Experten als nach wie vor gefährlich eingestuft. Erneute Straftaten sind zu erwarten, weshalb er nach seiner Entlassung gleich doppelt observiert wird: Vom sächsischen LKA und vom Verfassungsschutz.
Am 4. Oktober sticht der so Beobachtete auf zwei Touristen in der Dresdener Innenstadt ein. Einer der Touristen stirbt. Bei den Angegriffenen handelt es sich um ein schwules Paar. Zum genauen Zeitpunkt der Observation erfährt man nichts, außer, dass die Behörden sich dazu nicht äußern. Heißt das etwa, die haben zugeguckt? Und die Tat einfach geschehen lassen???
Jetzt bedauern die Behörden. Erklärungen werden nachgereicht: Eine Abschiebung sei nicht möglich gewesen. Der Angreifer, der schon früher für das Terrornetzwerk „Islamischer Staat“ geworben und wegen staatsgefährdender Gewalttaten und Körperverletzung eine Jugendgefängnisstrafe von zwei Jahren und neun Monaten abgesessen hat, ist Syrer, und in Syrien herrscht Krieg.
Ist das noch vermittelbar? Dass ein Terrorist mit dem Status des abgelehnten Asylbewerbers seit 2015 in Deutschland geduldet wird? Sowohl das LKA Sachsen als auch das Landesamt für Verfassungsschutz sind davon ausgegangen, dass er „unverändert islamistisches Gedankengut vertrat“, sagt LfV-Präsident Christian. Darf ein Abschiebestopp ein „Freibrief für gewalttätige und bereits verurteilte Straftäter“ sein?, das fragt sich auch so mancher Innenminister.
Mittlerweile ermittelt der Generalbundesanwalt.

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Durch

Dienstag. Dass sie schützt, ist das eine. Das andere, dass sie unsichtbar macht. Egal, was ich anziehe, ob ich mir die Lippen schminke oder die Frisur style, alles verschwindet hinter dem Stück Baumwollstoff mit den unattraktiven Gummibändern. Keiner sieht mehr keinen an aus der anonymisierten Maskenmasse. Vollkommen egal also, was dahinter steckt.
Also muss ich auch nicht mehr freundlich lächeln, wenn mir in Wahrheit grimmig zumute ist, insbesondere heute, wo der Grimm sehr dominant ist, und das empfinde ich eindeutig als Vorteil. Meinen Augen ist nicht abzulesen, dass ich am Morgen das Wichtigste zuhause vergessen habe, obwohl ich es extra auf die Kommode im Eingang gelegt habe, wo es jetzt immer noch liegt, sinnlos und vergeblich und später zu nichts mehr zu gebrauchen. Nicht abzulesen, dass ich im Aufzug panisch berechne, ob ich mitten in den Aerosolen des gerade Ausgestiegenen stehe und dass ich meine Rechnerei im selben Augenblick total bescheuert finde und mich – vergeblich – zu mehr Gelassenheit ermahne. Nicht abzulesen, dass ich mich über die Kinn- und Unter-der-Nase-Träger*innen ebenso aufrege wie über die, die an der Rewe-Kasse lautstark „Bitte etwas mehr Abstand!“ von mir einfordert, weil ich schon wieder in Eile und im Abflug und der Vorderfrau etwas zu nah auf die Pelle gerückt bin – das alles sieht niemand hinter meiner Maske, und das ist wirklich gut so.
Die 3. Pandemiestufe gibt mir den Rest, ich sehe da nicht mehr durch, am wenigsten bei mir selbst. Außer dass ich gerade ziemlich durch bin.

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Virologie im 16. Jahrhundert

Sonntag. Luther wieder! Ja, auch zur Epidemie hat er etwas zu sagen gewusst, die damals Pest hieß und im Jahr 1527 Wittenberg erreichte.
Ob auch die Pfarrer vor der Seuche fliehen und die Stadt verlassen dürfen, wie es 1525 der Stadtrat von Breslau zum Schutz der Gesunden empfohlen hatte, wollten nicht nur seine Breslauer Amtsbrüder von dem berühmten Reformator wissen. Während die Universität und die Professoren nach Jena übersiedelten, mahnte Luther, nicht allzu zaghaft zu sein. Er selbst blieb in Wittenberg, predigte, hielt Vorlesungen, arbeitete als Seelsorger und passte bei all dem in vernünftiger Weise auf sich und sein leibliches Wohl auf.
Und verfasste die Schrift Ob man vor dem Sterben fliehen möge* (1527).
Antwort gibt er darin in zweifacher Weise: Wo jemand in Not ist, „sind wir alle aneinander gebunden, dass keiner den anderen in seinen Nöten verlasse.“ Zum anderen sei unnötige Todesgefahr zu vermeiden. Das Fliehen sei gerechtfertigt, sofern genügend Leute da sind, sich um die Kranken und Sterbenden zu kümmern. Auch wer sehr ängstlich sei, solle besser weggehen. Denn sein Leben zu schützen sei natürlich, und ’natürlich‘ heißt bei Luther immer „von Gott eingepflanzt“. In jedem Fall sollen die Ängstlichen nicht verdammt werden von denen, die sich stark fühlen. Wo das Leid hinkommt, da gilt es, sich selbst zu rüsten und den anderen zu trösten.
Außer Frage steht es für Luther, dass die Pest eine Strafe Gottes ist, doch eher in dem Sinn, den Glauben und die Liebe auf die Probe zu stellen. Andererseits heißt es für ihn Gott auf die Probe zu stellen, wenn man sich der Gefahr allzu „vermessen und keck“ ausliefert. „Denn Gott hat … die Vernunft gegeben, dem Leib vorzustehen und ihn zu pflegen, dass er gesund sei und lebe.“ Es geht also um den Weg der goldenen Mitte zwischen Fürsorge, die das persönliche Todesrisiko abwägt, und Vorsicht, sofern der Nächste nicht vernachlässigt wird.
Luther wäre heute eindeutig Masken- und Quarantänebefürworter. Vorsicht und Rücksichtnahme gehen ihm über Leichtfertigkeit: „Zudem ist das noch greulicher, dass einer, der seinen Leib so vernachlässigt und die Pest nicht abwehren hilft, soviel er kann, auch viele andere beschmutzen und anstecken kann, die sonst wohl lebendig geblieben wären, wenn er seinen Leib gepflegt hätte. … Fürwahr, solche Leute sind gerade, als wenn ein Haus in der Stadt brennt, dem niemand wehrt, sondern man lässt dem Feuer Raum, dass die ganze Stadt verbrennt.“
Diesen Gleichgültigen sagt er den Kampf an: „Nicht so, meine lieben Freunde, das ist nicht fein getan!“ Vielmehr sollen die Leute alles tun, was hilft: Das Haus „räuchern, die Luft reinigen helfen, Arznei geben und nehmen, Orte und Personen meiden, … damit ich mich selbst nicht vernachlässige und dazu durch mich vielleicht viele andere vergiftet und angesteckt werden und ihnen so durch meine Nachlässigkeit eine Ursache des Todes entsteht.“
Letzteres könnte direkt von Prof. Christian Drosten sein. „Wo ein jeder das Gift abwehren hilft, … ist gewiss ein geringes Sterben in solcher Stadt“, resümiert der spätmittelalterliche Theologe ganz wie ein moderner Virologe, dem auch das Phänomen der Superspreader nicht unbekannt ist: „Sie gehen, wenn sie die Pest heimlich haben, unter die Menschen.“ So verhielten sich offenbar manche seiner infizierten Zeitgenossen, weil sie glaubten, das Virus dadurch loszuwerden: „Sie gehen also auf die Gassen und in die Häuser, damit sie die Pest anderen oder ihren Kindern und ihren Leuten an den Hals hängen und sich [selbst] damit erretten.“
Noch schlimmer erachtet Luther diejenigen, die aus reiner Bosheit ihre Krankheit unters Volk bringen: “ Sie wollen sie dahin bringen, gerade als wäre die Sache ein Scherz, als wenn man jemandem zum Spaß Läuse in den Pelz oder Fliegen in die Stube setzt. Ich weiß nicht, ob ich’s glauben soll. … Sie gehen lachend dahin, als hätten sie es gut gemacht. Bei dieser Weise wäre es besser, bei wilden Tieren zu wohnen als bei solchen Mördern.“
Ganz praktisch rät Luther: wer die Krankheit hat, soll sich von anderen Menschen absondern, um Ansteckung zu vermeiden, und sich schnellstens mit Arznei Hilfe suchen, „damit so das Gift beizeiten gedämpft wird.“ Dies käme nicht nur dem einzelnen Kranken, sondern der ganzen Gemeinde zugute: „Denn so ist jetzt unsere Pest hier zu Wittenberg allein aus der Ansteckung hergekommen. Aus lauter Tollkühnheit und Versäumnis hat sie einige, und nur wenige, vergiftet.“
Diesen Rücksichtslosen brauchen auch die Sterbesakramente nicht gegeben zu werden, denn das sei wie Perlen vor die Säue geworfen: „Man findet leider so viel unverschämten, verstockten Pöbel, der weder im Leben noch im Sterben für seine Seele sorgt. Sie gehen hin und liegen, sterben auch dahin wie die Klötze, in denen weder Sinn noch Gedanken sind.“
Den Gläubigen rät Luther, sich rechtzeitig zu versöhnen, ein Testament zu machen und für die Seele zu sorgen. Seine Pest-Empfehlungen münden in einem Ratschlag, der eine entscheidende Wende in der Bestattungskultur einleiten sollte: Die Toten mögen nicht länger auf den Friedhöfen neben der Kirche, sondern jenseits der Stadtmauern bestattet werden. In dieser Angelegenheit fordert Luther die „Doktoren der Arznei“ zu einer Stellungnahme auf, „ob aus den Gräbern Dunst oder Dampf ausgeht, der die Luft verpestet. Wenn dem aber so wäre, so hätte man gemäß den oben erwähnten Warnungen Grund genug, den Kirchhof außerhalb der Stadt zu haben. Denn wie wir gehört haben, sind wir allesamt schuldig, dem Gift zu wehren, womit man es eben vermag.“
Abschließend erbittet Luther göttliche Hilfe gegen die überall hochkommenden Sekten und die „Schwarmgeisterei“.
Was? Verschwörungstheoretiker gab es damals auch schon? Und ob! Am besten, so der Gottesmann und Freund der klaren Ansage, ignoriert man sie. Denn sie seien wie eine „Wanze, die schon an sich stinkt. Je mehr man sie reibt, um so ärger stinken sie.“

*Martin Luthers Schriften Band 2, Insel Verlag 1990

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Pandemiestufe 3

Freitag. Die landesweite 7-Tage-lnzidenz von 35 Fällen pro 100.000 Einwohner ist erreicht: Wir haben Pandemiestufe 3. Heißt Maskenpflicht im Unterricht. Obwohl noch nie ein „Amt“ Hot Spot war. Da kommen einem solche Maßnahmen sehr unsinnig vor. Wie sich vor 30 Kindern/Jugendlichen mit Maske verständlich machen? Wie die Jugendlichen, die auch ohne Maske oft zu leise sprechen, verstehen? Das wird eine lustige Woche, und dabei sind alle froh, dass das „Amt“ überhaupt offen ist. Droht der 2. Lockdown?, wie eine dunkle Wolke hängt die Frage über einem, während man sich in digitale Unterrichtsformen einarbeitet und nebenher sein übliches Pensum abarbeitet. In meinem Fall ein volles Deputat.
Am Abend kommt PM. Bisher ist alles genauso gekommen, wie er es vorhergesehen hat. Jetzt malt er zwei Szenarien aus: Die Viruslast wird mit der Zeit geringer, weil die Leute sich an die Regeln halten und weil sich das Virus verändert. Doch im Moment steigt die Zahl der schweren Verläufe wieder, was eigentlich dagegen spricht. Das zweite Szenario will ich nicht wahrhaben, deshalb widme ich ihm hier keine Zeile.
Ich habe Kürbissuppe gekocht und feine Sachen bei Metzger Zeeb eingekauft, doch es gibt nur ein Thema, die Pandemie. Das ist ermüdend. Die Pandemie ist ermüdend. Man muss sich irre aufrüsten, um die Motivation zu halten. Man hat keine. Man fragt sich, wozu, und das ist die schlimmste Frage ever! Die darf gar nicht erst aufkommen. Wieso auch, es läuft doch gut. Gestern habe ich 30 Collagen zum Thema „Wie ich mich sehe“ entstehen sehen – Einstieg Kleider machen Leute, Lektüre ist im Lockdown-Modus optimal. Wenn 30 Jugendliche schnippeln, verschieben, kleben, sich ihre Gedanken machen und bei der Sache sind, bin ich glücklich. Wir sind miteinander im Gespräch, was gibt es Wichtigeres. Beim Thema Barock-Lyrik, beim Thema Weltbilder – immer wieder fühlen sie sich an diesem Vormittag auf die Pandemie zurückgeworfen. Texte von Bedrohung und Ausgeliefertsein, 1500 oder 500 Jahre als, sind auf einmal brandaktuell. Auf einmal werden sie still. Besser zusammen als alleine vorm Bildschirm.

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Sendbrief vom Dolmetschen

Dienstag. Wochen und Monate haben er und seine Mitarbeiter oft gebraucht, um gemeinsam nach einem einzigen passenden Wort zu suchen – und es manchmal doch nicht zu finden. So klagt Martin Luther in seinem Sendbrief vom Dolmetschen aus dem Jahr 1530, in dem er die Mühen der Bibelübersetzung aufs Anschaulichste beschreibt.
Dolmetschen hieß für Luther Auslegen. Erst wer den Sinn eines Textes erfasst, kann die passenden Wörter wählen. Luther und sein Expertenteam überdachten und überarbeiteten die biblischen Texte deshalb immer wieder. Jede neue Erkenntnis über die Geschichte und Kultur des Nahen Ostens, jedes bessere Verständnis des Griechischen und Hebräischen ermöglichte ihnen eine treffendere Ausdrucksweise. Für Luther hörte die Arbeit an den biblischen Texten deshalb nie auf. 1522 erschien das sog. September-Testament, das Neue Testament in deutscher Sprache. Schon drei Monate später war es vergriffen und musste neu aufgelegt werden: das Dezember-Testament. Die vollständig übersetzte Bibel erschien erst 1534. Luthers Motto: „Man muss dem Volk aufs Maul schauen. „Der Theologe wollte verstanden werden, verquastes Gelehrten-Geschwurbel war ihm zuwider. So schuf er eine gehobene Alltagssprache voller lebendiger Bilder aus dem alltäglichen Leben, im Gottesdienst wie im häuslichen Studium anwendbar.

Kleine Kostprobe – Ps. 90, V. 12:
Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden. … (Luther-Übersetzung)
– Lehre uns zu bedenken, wie wenig Lebenstage uns bleiben, damit wir ein Herz voll Weisheit erlangen! (Genfer Übersetzung)
– Darum bringe uns das Zählen unserer Tage bei. Dann bekommen wir ein Herz voller Weisheit. (Offene Bibel)
– Lass uns erkennen, wie kurz unser Leben ist, damit wir zur Einsicht kommen. (Gute Nachricht)
– Hilf uns doch zu verstehen, Gott, warum unsere Tage so kurz bemessen sind, damit wir klüger werden. (Klaus Bannach)
– Erinnere uns, dass wir klein sind, kurzfristig hier auf geliehener Erde wohnend. Lehre uns, dass wir sterben müssen. (Dorothee Sölle)
– Lass uns den Tod bedenken, damit wir zu einem Leben finden, das stärker ist als der Tod. (Vera-Sabine Winkler)
– Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, damit wir Leben gewinnen. (Vera-Sabine Winkler)*

Der Satzlängen-Vergleich sagt genug aus! Kurz davor heißt es übrigens passenderweise: Wir bringen unsere Jahre zu wie ein Geschwätz (Ps. 90, V. 9). Wie wahr.

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*zusammengestellt von Bärbel Bähr-Kruljac

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