Zwischen EA und TÜ. Ich schnappe mir einen der beiden für DB-Vielfahrer vorbehaltenen Plätze. Wenn hier eine richtig viel fährt, dann ja wohl ich, auch ohne Bahncard 100. Befinde mich auf dem Weg nach Tübingen, wo das „Amt“ ruft. Es ruft nur noch leise, zwei Tage die Woche. Was für eine Wohltat! Der innere Abstand wächst zunehmend, je mehr die Arbeit am Buch zunimmt. PM und ich, wir waren fleißig in den letzten Tagen. Stundenlanges Schrubben, jede der 72 Marmorfliesen einzeln mit Spatel und Topfschwamm vom jahrzehntealten Dreck und Bohnerwachs befreit. Danach waren sie drei Nuancen heller. Was für eine
WeiterlesenKategorie: 2023
Und wieder eine weg …
Nun hat’s die Bonner Politik-Professorin Ulrike Guérot erwischt: Warum es in Deutschland gefährlich ist, seine Meinung zur Friedenspolitik, zu Waffenexporten an Kriegsparteien und zum Ukraine-Krieg offen kundzutun – Guérot war eine der Erstunterzeichner*innen des Manifests für Frieden von Schwarzer/Wagenknecht. Soviel zur Meinungs- und Pressefreiheit, nein, zu immer unverhohlener verpassten Maulkörben in unserem ach so demokratischen Weiße-Westen-Land …
WeiterlesenDemo in Berlin
Samstag, Eisenach. Mehr als 50.000 marschieren mit Wagenknecht und Schwarzer – während Polizei und Presse die Zahl der Teilnehmer*innen auf 13.000 runterreden und die Veranstaltung samt ihren beiden Protagonistinnen in die rechte Ecke zu framen versuchen. Kann man 50.000 Menschen, die sich bei Kälte und Schnee nach Berlin aufmachen, um ihre Meinung kundzutun, allen Ernstes Rechtslastigkeit unterstellen? Wie lange will die Ampelregierung den Willen eines Großteils der Bevölkerung noch ignorieren?
WeiterlesenArbeitsbericht
Dienstag, Eisenach. Heute gehts nach Berlin, wo ich morgen den äußerst unterhaltsamen Großgewinn-Berater der Deutschen Klassenlotterie Berlin interviewen darf. Freue mich, nach fleißiger Recherche, sehr auf ihn. Und auf ein Wiedersehen mit meiner Freundin Dorle, die ja inzwischen in Berlin lebt und bei der ich übernachten darf.
WeiterlesenPhosphorbomben für den Frieden
Das mutige Manifest für den Frieden von Wagenknecht/Schwarzer stößt bei den Regierungspolitiker*innen auf heftige und, wie man sieht, ziemlich irrationale Ablehnung. Ihr Hauptargument: Verhandlung seien gut und schön, aber Putin sei eben nicht verhandlungsbereit. Das hören wir in den letzten Tagen immer wieder. Heute lese ich dagegen, dass die Ukraine Gebietsabtretungen an Russland für Frieden nach wie vor kategorisch ablehne. Darüber hinaus forderte der ukrainische Vizepräsident Olexander Kubrakow auf der Münchner „Sicherheits“konferenz am Freitag Phosphor-Brandbomben und Streumunition! Waffen also, die völkerrechtlich geächtet sind. Und deren Einsatz durch die USA im Irakkrieg katastrophale, bis heute wirkmächtige Schäden an Menschen und Umwelt ausgelöst
WeiterlesenArbeit und Struktur
Sonntag, Eisenach. PM und ich offenbaren uns gegenseitig beim Frühstück, wie schwer es uns fällt, unser eines Bein jeweils aus unseren bisherigen Standorten zu ziehen. Tübingen und Bad Neuenahr, während unser anderes Bein noch etwas wackelig in Eisenach Fuß zu fassen sucht. Ich bin sehr erleichtert, dass es ihm genauso geht. Und dass wir es uns sagen können. Wir müssen daran arbeiten, sagt PM. Den Anfang mache ich heute mit der Küche. Die ist zwar inzwischen voll eingerichtet, aber mittlerweile in einem chaotischen Zustand. Überall sind noch die Handwerker zugange, Putzen & Aufräumen kommt mir vor wie zwei Schritte vor,
WeiterlesenLeben, Arbeit und die Kalligraphie
Dienstag. Wir haben unsere Mutter beerdigt. Nun hat sie es „hinter sich“, eines ihrer geflügelten Worte. Sie hat ein ganzes Jahr darauf gewartet. Dann darf man wohl gehen. Bei aller Anspannung meinerseits – ich war für den Ablauf verantwortlich – ging es peaceful und sogar harmonisch zu. Das ist keine Selbstverständlichkeit, wenn die Eltern gestorben sind, erst recht nicht in meiner Familie. Familie ist okay. Familie ist wichtig. Man gehört dazu, das ist der Punkt. Man braucht nicht darüber nachzudenken. Drei Tage war ich in NRW / Werne, anschließend mit meiner lieben L. nach Köln, wo ich eine Nacht in
WeiterlesenErzähle deine Geschichte
Super sehenswerte TV-Doku von Ulf Kalkreuth: „Erzähle Deine Geschichte“ – die DDR in 30 Begriffen. Entlang von 30 Begriffen, die es nur in der DDR gab, erzählen 10 Protagonist*innen von ihren Erinnerungen an die damalige Zeit und ihr Leben in der DDR. Schöne Idee! Bewegend und bei aller Unterschiedlichkeit total nachvollziehbar. U.a. mit dem grandiosen Norbert Bisky und vielen anderen …
WeiterlesenMenschenleben
Freitag. Das ist alles so widersprüchlich, dass ich darüber kaum nachdenken kann, ohne verrückt zu werden. Zuerst hieß es 700 Tote, das war schon angesichts der ersten Bilder unglaubwürdig. Dann hieß es 7000, später 20.000, und als ich am nächsten Tag im „Amt“ eine frage, deren Familie aus der Türkei stammt, sagt sie, ihr Vater schätze die Zahl der Toten eher auf das Dreifache. Sie macht einen Aufruf, bittet um Kleiderspenden, warme Sachen, Parker, Pullover, Mützen, auch Toilettenartikel. Aus der türkischen Community hat sich sofort jemand gefunden, der die Sachen nächste Woche mit einem LKW ins Erdbebengebiet bringt. Jeden Tag
WeiterlesenDas Wort Frieden hört man sehr wenig
Kanzler Scholz ist nach Brasilien gereist. Es geht um den Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, um Rohstoffe und natürlich um den aktuellen Krieg, zu dem Lula da Silva eine deutlich differenziertere Position als die Ampelregierung hat. Am 30. Januar fand eine Pressekonferenz von BK Scholz und Präsident Lula da Silva statt: Präsident Lula, an Sie die folgende Frage: Sie haben vergangenen Mai in einem Interview gesagt, der ukrainische Präsident Selensky sei genauso verantwortlich für den Ukrainekrieg wie der russische Präsident Putin. Sehen Sie das heute immer noch so? Im Zusammenhang damit die nächste Frage: Brasilien verfügt über Gepard-Flakpanzer und Leopard-Kampfpanzer aus
Weiterlesen