Materialverschleiß

ist: „Substanzverlust durch Beanspruchung als Verschlechterung des Zustandes“ (Duden).Das „Amt“ fängt so an, dass man am ersten, zweiten, spätestens dritten Tag an sein Limit kommt. Mail-Lawinen, Planänderungen, Vertretungsübernahme fürs ganze Jahr, absurd große Lerngruppen, stundenlange never ending Konferenzen, Abstimmung (worüber nochmal?), Verlesen neuer Verordnungen, Abstimmung (worüber noch gleich?), noch mehr Verordnungen. Das Ministerium erfindet das „Amt“ jährlich neu, und wir zurren obendrein fest, wo es noch etwas festzuzurren gibt. Weil Freiräume doch nur missbraucht werden! Sagt Kollege B., welcher in solchem Vokabular zuhause ist. Also das Netz noch enger gespannt, das sind demokratische Entscheidungen. Wie im Knast, flüstert eine schräg

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Rüstungsexporte

Dienstag. „Wer wie Teile der Union mit den saudischen Kopf-ab-Diktatur kollaborieren will, macht sich für das Massaker an der jemenitischen Zivilbevölkerung mitverantwortlich“, erklärt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende und abrüstungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Dagdelen weiter: „DIE LINKE fordert ein dauerhaftes Waffenembargo gegen die Blutscheichs in Riad und eine Ausweitung des Rüstungsexportstopps auf alle Länder der Jemen-Kriegskoalition, allen voran die Vereinigten Arabischen Emirate …“ Was nützen den Saudis eigentlich noch so viele Waffen, wenn zehn bis 15 Drohnen einfach übers Land, genauer: über die größte Ölraffinerie des Landes fliegen und durch Beschuss aus dem Nichts einen bisher kaum abschätzbaren Schaden

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Erlösung

Sonntag. Kann Kunst Menschen von ihren Verletzungen erlösen?Die weltberühmte Tänzerin Birgit Keil hat als Kind wegen ihres rachitischen Rückenleidens angefangen zu tanzen …Es war John Cranko, der sie vom Royal Ballet London nach Stuttgart holte.Sie tanzte an der Opéra Paris, an der Mailänder Scala, beim American Ballet Theatre New York, an der Wiener Staatsoper und vor dem vom Bolschoi-Ballett verwöhnten Publikum in Moskau. „Alles, was nicht gut war in unserem Leben, kommt im Tanz raus“, sagt eine ihrer Stipendiatinnen in dem Dokumentarfilm Ein Leben für den Tanz.„Künstler müssen Krieger sein. Sie müssen die Power haben, Menschen zu erobern. Und sich

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Danke! – „Ein wichtiges Buch über ein tabuisiertes Thema“

5,0 von 5 Sternen Wichtig und gut strukturiert, geschrieben, recherchiert.29. August 2019 Format: Gebundene Ausgabe „Wir alle werden sterben – irgendwann – wie all die Menschen vor uns, die oft eine Lücke hinterlassen, über die ungern und viel zu selten gesprochen wird. Der Tod ist nach wie vor ein eher tabuisiertes, verschwiegenes Thema, er wirkt oftmals beängstigend. Was man tun sollte, um dieser Angst, diesem Schweigen zu begegnen – REDEN! Mit dem Buch „Lass uns über den Tod reden“ räumt die Autorin durch 18 Geschichten, erzählt von Angehörigen, die ganz unterschiedlich damit umgegangen sind und noch umgehen, dem Tod einen

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Liebesexperiment

Samstag. Das Girlfriend Experiment von Catherine Lacey (AufbauVerlag) ist ein Roman, der viel verspricht. Auch viel Seltsames, Schräges. Etwa bis zur Hälfte schafft er es, die geneigte Leserin mitzunehmen auf die extrem seltsame Reise der Protagonistin Mary (die eigentlich anders heißt, aber das entschlüsselt sich erst später). Wegen Geldnöten – sie ist chronisch verschuldet, weil sie gegen ihre chronischen Krankheiten teure Therapien benötigt – verpflichtet sie sich als gut dotierte Teilnehmerin eines Beziehungsexperiments. Dieses hat der reiche, berühmte Schauspieler Kurt Sky initiiert mit der Zielsetzung, die Liebe wissenschaftlich zu entschlüsseln und schließlich neu zu erfinden. Ein breit aufgestelltes Forscherteam begleitet

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Gegangen

Donnerstag. Jetzt ist der UA gestorben! Dr. Uwe Anschütz, Gerichtsmediziner in Erfurt, den ich am 2. Oktober 2016 kennengelernt und sofort ins Herz geschlossen habe. Das hat PM umgehauen, seinen alten, ziemlich besten Freund hat es erwischt, und viele Erfurter stehen unter Schock. Wird morgen – morgen schon – eine große Beerdigung geben, zu der wir leider nicht kommen können. Wird eine Lücke hinterlassen, die sich nicht mehr schließt. Es gibt Leute, die lassen sich nicht ersetzen. So einer war der Uwe.

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Rückblick I u. II

Montag, im Zug. Trauer setzt eine Art manische Energie frei. Ich hab das auch einmal erlebt, wochenlang ging das, am Tag zehn bis fünfzehn Kilometer marschiert, einfach los, egal wohin. Arsène Verny erzählt in Lass uns über den Tod reden davon … und wie er nach dem grausamen Unfalltod seines Sohnes diese Energie kanalisiert und innerhalb von drei Monaten eine Stiftung aus dem Boden gestampft hat. Überirdische, kranke Kräfte – eine Bombe, die gerade hochgeht, verfügt nicht über mehr Schubkraft … * Stelle mir gerade vor, ich verteidige lautstark meinen reservierten Platz. Wedle mit dem Ticket, keife ein verschrecktes Ehepaar

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Abschied

Sonntag, B.N. Ein Freundeabend mit A. und J. – und PMs unnachahmlichem Ofenfisch auf gedünstetem Gemüse – ist das, wofür ich nach den letzten Tagen on tour wirklich dankbar bin. Gestern intensives, eineinhalbstündiges Telefoninterview mit dem Freitag. Heute ist Relaxen angesagt. Und morgen – morgen geht es wieder nach Hause. Wenn da nur nicht jedesmal und in steigendem Maß diese Wehmut, diese Unlust wären … die ja nur Ausdruck der vielen ungeklärten Zukunftsfragen sind … ich freue mich auf meinen lieben T., auf meine Freundin Susanne, aufs „Amt“, auf meine Wohnung, auf … was Dario wohl macht? Der Ärmste war

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Insta-Echo

https://imgrum.pw/media/2126262045427896581 Anhaltische Landesbücherei Dessau:Buchlesung vom 04.09.2019Am 4.9.2019 fand die Veranstaltung „Lass uns über den Tod reden“ statt. Die Autorin C. Juliane Vieregge erzählte von ihren eignen Erfahrungen mit dem Tod ihres Vaters. Dies war der Anlass für ihr Buch, mit dem sie gegen die Sprachlosigkeit anschreibt und Mut machen will, sich dem lebensbejahenden Thema zu stellen, hinzusehen und miteinander zu lernen, was es heißt würdevoll und mit Achtung mit dem Leben und dem Sterben umzugehen. Die Besucher, die mutig zur Veranstaltung kamen, erlebten eine lebendige Lesung und Auszüge aus den Kapiteln über Reinhard Lakomy, Katrin Sass und anderen. Wir danken

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