Dienstag, B.N. Zwei Massenmorde an einem Wochenende: 21 Tote in El Paso/Texas, nur wenige Stunden später neun Tote in Dayton/Ohio. Beide Amokschützen Anfang zwanzig, in der weißen Mittelschicht aufgewachsen, beide bis an die Zähne bewaffnet und von einem diffusen Fremdenhass getrieben. Der amerikanische Präsident macht in seiner Krokodilstränenrede die Gewalt „grausiger Videospiele“, vor allem aber „psychisch Gestörte“ verantwortlich. Nicht die Waffen an sich seien das Gefährliche, fabuliert er in der Ansprache aus aktuellem Anlass, sondern Waffen in den Händen von psychisch Kranken!Mit der leichten Verfügbarkeit von halbautomatischen Schusswaffen hat Trump kein Problem, im Gegenteil hat es ihm gar gefallen, anlässlich
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Und noch eine – DANKE!
„Vor noch gar nicht allzu vielen Jahrzehnten war es auf den Dorf oft noch üblich, dass mindestens drei Generationen unter einen Dach lebten, so dass das Erleben des Todes noch einen selbstverständlichen Bezug zum Leben der Einzelnen hatte. Er war elementarer Bestandteil des Lebens wie es auch Geburt, Heirat oder Schulabschluss sind und auch die umliegenden Nachbarn nahmen daran selbstverständlich Anteil. Dies hat sich oft deutlich dahin verändert, dass Menschen immer isolierter vom Familienkreis leben und Tod oft fast schon anonym im Krankenhaus oder Pflegeheim stattfindet. Wie gehen unter diesen neuen Bedingungen Angehörige mit dem Thema Tod um und welche Bedeutung
WeiterlesenZwei Sorten
Sonntag, B.N. Die Lauten, Tyrannischen werden mitunter steinalt. Die anderen, die Guten, sterben leise, und man wird das ganze Leben nicht damit fertig, dass sie nicht mehr da sind.
WeiterlesenFreude über schöne Rezi
„C. Juliane Vieregge beschäftigt sich mit ihrem Buch ‚Lass uns über den Tod reden‘ wahrlich mit einem Thema, das normalerweise in unserer Gesellschaft eher tot geschwiegen oder vermieden wird. Und oft ist es doch so, dass wir, wenn wir einen Menschen verlieren, sehr gerne mit jemandem uns austauschen und darüber reden möchten. Viele Menschen sind einfach nur sprachlos und andere gehen dem Thema komplett aus dem Weg.In diesem schönen Buch von Juliane Vieregge bekommen wir viele unterschiedliche Einzelschicksale und Erfahrungsberichte geliefert, die uns zeigen, wie andere mit dem Tod umgehen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, und ich kann es
WeiterlesenFragen
Donnerstag, B.N. Ganz wunderbares Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger. Die hochreflektierten Fragen der sehr jungen Journalistin haben mich geflasht. Das war eine echte Auseinandersetzung mit dem Thema. Bin sehr gespannt auf den Artikel …
Weiterlesen… außer man tut es!
Mittwoch, B.N. Das Gute an Greta Th. ist, dass sie sich nicht um boshafte, hämische, nihilistische, neidische u.v.a. Kommentare schert noch sich davon aufhalten lässt … Sie fährt mit dem Schiff nach New York, weil sie ihre Aktion für richtig hält. Es geht um das Klima, nicht um die Person Greta Th. Diese Metadiskussion, warum sie was wie macht und wer ihr alles – Falsches – dabei hilft, ist unfruchtbar. Sie ist das Gegenteil von dem, was die junge Klimaaktivistin möchte. Und sie ist genau das, was die Jungen uns Älteren vorwerfen: Gelaber statt Handeln.Es gibt nichts Gutes, außer man
WeiterlesenZwei Hälften
Dienstag. Gestern alle Abrechnungen in Sachen Eisenach, also „Amts“dinge, erledigt. Übermorgen Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger. Mein Leben hat zwei Hälften. Inzwischen, finde ich, ergänzen sie sich recht gut. Mein Leben fällt nicht mehr in zwei Hälften. Das liegt, wie immer, an mir selbst. The times they are changing …
WeiterlesenCoole Aktion
Sonntag. Tolle Anregung für das grüne Tübingen: Die grüne Stadt San Francisco verbietet Plastikflaschen und bietet stattdessen Trinkbrunnen an. Bis 2020 will die Stadt den Plastikverbrauch ganz abschaffen. Damit setzt San Francisco einen Meilenstein – was für eine coole Aktion!
WeiterlesenFreiheit und Verantwortung
Samstag. In der Stadt treffe ich Frau L. und frage, wie es ihr geht. Da fängt sie an zu weinen. Erzählt mir so eine beschissene Trennungsgeschichte mit so vielen Parallelen, dass ich es kaum glaube. Das Schokoeis für T. schmilzt im Fahrradkorb, egal, hier müssen mehr als einige Sätze gewechselt werden. Ich denke an Dr. K. … Vor ein paar Jahren (ich zähle sie schon lange nicht mehr) stand ich genauso da wie Frau L., es gab keine Farben mehr, es gab nur noch eine Reihe öder Pflichten, mein Leben war gelaufen. Leben hieß Zähne zusammenbeißen und durch, ich kann
WeiterlesenAchterbahn
Donnerstag. Eine lethargische Menschenmasse, dicht aneinander gedrängt auf der Fahrt von A nach B, nimmt die eineinhalb Stunden Verspätung gleichmütig hin wie auch den Ausfall der Klimaanlage oder das Stehenbleiben des Zuges auf freiem Feld oder auf Miniaturbahnhöfen, die niemand kennt. Die Passagiere werden mit einer Vielzahl von Begründungen für die Ausfälle bei Laune gehalten: Fehlender Lokführer, fehlgeleiteter vorausfahrender Zug, Umleitung, Schienenschaden, Betriebsschaden, Stellwerkschaden. Andere Züge fallen komplett aus, man hat also noch Glück gehabt, shit happens an Tagen wie diesem. Die Jungs und Mädels lesen die Rekorde der letzten Tage vor: 40,7 Grad, sogar 41,2 in irgendeinem Dorf am
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