Brunchen mit W. und PM. Alle drei sind wir mit Buchprojekten beschäftigt, Austausch von Infos, Plänen, Hoffnungen – und dazu die Doppelwecken von Café Lieb, die PM immer an das gute Eisenacher Brötchen erinnern.Am Nachmittag findet ein ganz besonderes Lesetreffen bei Dorle statt: Georg-Gedenk-Lesen … I. war sehr gefasst, ein besseres Wort fällt mir nicht ein. Kannst ja nicht in ihren Kopf reinsehen. War komisch ohne ihn. Das letzte Mal war er noch unter uns und sehr, sehr müde.Gleich fahren wir los nach B.N.: drei Stunden Autofahrt, ein paar Tage Zusammenleben, Zeit vergessen, gemeinsame Zeit genießen. Wie lange machen wir
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Vice
Sonntag. Gestern Abend Kino: Vice – Der zweite Mann. PMs Idee; mich hätte ein anderer Film mehr gereizt. Also Deal: Ich gehe mit PM in Vice, er geht nächste Woche, wenn ich bei ihm in B.N. bin, mit mir in Sweethearts (von und mit Karoline Herfurth).Und jetzt bin ich so froh, den Film gesehen zu haben, dass ich unsere Abmachung direkt vergessen kann. Regie führt Adam McKay, der u.a. auch The Big Short gemacht hat. McKays Filme laufen für mich unter politische Aufklärung: inszenierte Dokumentationen über skandalöse Zustände im investigativen Stil – diesmal über den ehemaligen US-Vizepräsidenten Dick Cheney. Vice
WeiterlesenIm Brillenladen
Freitag. Ich mit dem verratzten, mittlerweile drei Monate alten Rezept in der Hand: „Ich würde mich gerne mal umschauen. Dumm ist nur, dass mir Brillen nicht stehen …“Die freundliche Optikerin reicht mir, nach kurzem aber intensivem Gesichts-Check, ein rotes Gestell mit eher runden Gläsern. Sieht schick aus – bis es auf meiner Nase landet.Die Optikerin lacht. „Eine Brille ist eben kein Schmuckstück!“, sagt sie.WHAT? Für eine Optikerin eine seltsame Ansage. Das scheint ihr jetzt auch aufzugehen. „Brauchen Sie denn wirklich eine?“, schiebt sie nach.Diese Überlegung kommt mir gelegen. Ich: „Eigentlich nur eine Lesebrille. Mit dem Rest komme ich ganz gut
WeiterlesenKluge Worte übers Schreiben
„Wissen, dass man nicht für den Anderen schreibt,wissen, dass diese Dinge, die ich schreibe, mir nie die Liebe dessen eintragen werden, den ich liebe, wissen, dass das Schreiben nichts kompensiert, nichts sublimiert, dass es eben da, wo du nicht bist, ist – das ist der Anfang des Schreibens.“ (Roland Barthes)
WeiterlesenRückblick
Donnerstag. Mein Vater war ein Melancholiker. Mit Mut zum Lachen und manchmal auch zum Lustigsein.
WeiterlesenFreude
Dienstag. Heute auf der Straße umarmte mich eine Frau, die ich von früher kenne, weil sie sich so für mein Buch freute. Das war schön.
WeiterlesenVon Künstlern und Bürgern
Den Faust, den Steppenwolf alias Harry Haller und den Anselmus haben wir sowas von gekocht, geknetet und durchs Sieb passiert, dass sie nun allen Beteiligten zu den Ohren herauskommen. Unauslöschlich die Spuren – die „goldene Spur“? – des drögen Dreiergespanns in hunderttausend baden-württembergischen Abiturientenseelen. Indem wir die Seelenqualen von drei existenzleidenden Protagonisten geschlagene zwei Jahre lang durchleuchtet und nachgelitten haben, wird dem omnipräsenten Goethe, dem selbstanalytischen Hesse und dem albernen Hoffmann („ich war doch die Kaffeekanne“) hunderttausendfach – wenn auch erzwungenermaßen – die Künstlerehre nachgereicht, um die sie alle drei gerungen haben. Um nichts anderes geht es in den drei
WeiterlesenWie dumm ist der Mann?
Montag. Das Rad sei vor der Mauer erfunden worden, verkündet Trump gerade überall und vor allen möglichen Gremien.Will sagen: Rad und Mauer, letztere besonders, seien mitnichten antiquierte, sondern sogar sehr erprobte Mittel. Also, um Feinde bzw. mexikanische Flüchtlinge abzuwehren, nicht um darin zu wohnen, was ja der eigentliche Sinn der wunderbaren Stein-auf-Stein-Erfindung gewesen sein wird, und zwar einige Jahrtausende vor – verdammte Axt!, hab ich etwa Lust mich mit Trump zu beschäftigen?
WeiterlesenTräger des Iffland-Ringes …
… Bruno Ganz, der sein Publikum in so vielen Rollen bezaubert hat …
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