Freitag … ist ein Buch, das nicht „runterzieht“, sondern ganz im Gegenteil aufbaut. Die Personen, die dort zur Sprache kommen, erzählen nicht nur von ihrer Verlusterfahrung, sondern auch davon, wie sie mit dem Verlust umgegangen und letztlich fertiggeworden sind insofern, als sie ihre Trauer ins Leben integrieren und damit weiterleben können. „Trauer ist wie ein starkes Tier“, sagt einer meiner Gesprächspartner. Aber sie macht auch stark …
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Warum?
Sonntag. Warum diskutiert Frau Will mit dem alten weißen Mann W. Kubicki über Greta Thunberg? Warum fragt Anne Will die deutsche Umweltaktivistin Therese Kah von „Fridays for Future“ zu allererst nach dem Freitag Vormittag als Streiktag anstatt nach Inhalten? Warum beteiligen sich so wenige Student*innen an der Bewegung und wo ist die APO 2.0? Warum grinst Will so nachhaltig, während sie die tödlich ernste Greta nach ihrem Asperger-Syndrom befragt? Warum befragt Will Greta nach ihrem Asperger-Syndrom?
WeiterlesenFalsche Eckdaten – richtige Veranstaltung
Was bleibt von der emotionsgeladenen, intensiven und von good Vibrations getragenen Buchpremiere am Donnerstag Abend in der ausverkauften Buchhandlung Osiander für die Schreiberin des Schwäbischen Tagblatts? Eine sehr lange Nacherzählung von Lass uns über den Tod reden – frei von Emotionen, Intensität, Vibes.Dröge und staubtrocken, verraten die immerhin fünf Spalten mehr über die Befindlichkeit der Lokalredakteurin als über das Event am Donnerstag Abend.Investigativ gibt sie sich in Sachen Alter. Als ich in dem kurzen Gespräch nach der Veranstaltung klarstelle, dass ich es in dem Punkt mit Karl Lagerfeld halte, verlegt sie sich aufs Schätzen und kommt auf unbarmherzige „über sechzig“.Whuottt?
WeiterlesenResonanzRaum
Samstag. Ein paar Reaktionen, über die ich mich besonders gefreut habe: „… großen Glückwunsch zu der Lesung!! Ich muss das gleich loswerden weil ich wirklich tief berührt bin und großen Respekt vor deiner Arbeit verspüre.Das Publikum war sehr aufmerksam, du hast uns erreicht und betroffen gemacht.Das lag im Raum!Dieses Thema braucht Geschichten und die Vielfalt der Erfahrungen.Das habe ich in meiner Trauerarbeit ( übrigens auch über ca 10 Jahre) immer wieder gedacht: so verschieden wie die Menschen und die Beziehungen sind so unterschiedlich ist ihre Trauer. Da hast du ein hervorrragendes Spektrum an Unterschiedlichkeit mitgebracht.Auch deine Art der Präsentation fand
WeiterlesenBuchpremiere
Freitag. Schön war’s! Volle Bude und ausverkauft! Die Stimmung: wohltuend warmherzig, da lese ich gerne, was ich in beinahe zehn Jahren zusammengetragen habe.Lass uns über den Tod reden kam an und wurde gehört. Anschließend Publikumsfragen, viele persönliche Begegnungen, Signieren. Das war meine Premierefeier bei Osiander.
WeiterlesenLeipziger Buchmesse
Lesebrille raus und fokussieren: Lass uns über den Tod reden auf der Leipziger Buchmesse Mitte rechts …
WeiterlesenLass uns über den Tod reden – Dieter Thomas Kuhn
Montag. Heute bin ich achtundvierzig und denke: „Wow, was für ‘ne Scheiße, mit dreißig zu sterben. Das ist ganz schön früh.“ Wenn man jemanden verliert, wird einem die eigene Endlichkeit sofort bewusst und dass es eben saumäßig schnell gehen kann. Als Jugendlicher war ich eh schon etwas melancholischer als andere Jungs in meinem Alter. Der Verlust meines sehr geliebten Bruders hat sicherlich dazu beigetragen, dass der Tod in meiner Vorstellung allgegenwärtig ist.Auch die Angst, nicht um das eigene Leben, sondern um das der anderen Menschen, die man gernhat, diese Angst flattert seitdem mit.
WeiterlesenCampus TV
Montag. Heute Vorbesprechung mit Campus-TV Tübingen im good old Brechtbau. Sehr witzig: die Stufen hochzuschlendern wie früher, ohne Nostalgie-Anflug und unter deutlich anderen Vorzeichen. Zwei superkompetente Studentinnen managen die Planung und Durchführung. Die Sendung zum Thema Tod wird am 11. April live ausgestrahlt.
WeiterlesenLass uns über den Tod reden – Enno Kalisch
„… Zwei Jahre vor seinem Tod saß mein Vater im Publikum. Ich hatte einen Auftritt im Dorfcafé, und es war ein magisch schöner Abend. Ich glaube, da war er wirklich stolz auf mich. Indem er mich als Geschichtenerzählter erlebte, erkannte er mich als den, der ich jetzt bin. Ich glaube, da sah er, dass ich mein Ding machte und meinen Weg gefunden hatte. Indem er mich und meine Kunst anerkannte, erkannte er ja auch einen Teil von sich selbst an. Ich war für meinen Vater so ein komischer Junge, der nicht gut turnen konnte. Mein Vater dagegen war ein exzellenter
WeiterlesenWenn …
… PM mich ansieht, denke ich immer das Wort Augenblitze. Er holt mich in diesen überbordenden, hochgepeitschten Tagen wieder runter, macht einen Joke, lacht sein Lachen und ich lache mit, weil es wirklich witzig ist und ich nicht so tun muss als ob, läuft mit mir in die Stadt rein, findet den meerblauen Mantel von Marbello gut, den ich sowieso genommen hätte, aber so ist es viel besser, setzt die Kaffeemaschine in Gang und gibt dabei eine Anekdote zum Besten, die ihm gerade durchs Gehirn rauscht, schlägt die Beine übereinander mit dieser ihm in die DNA eingeschriebenen PM-Eleganz, sagt etwas
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