Dienstag Nachmittag … intensive zwei Stunden mit meinen Mädels und seit neuestem einem Jungen beim üblichen Tee – Heiße Liebe von Teekanne –, Kuchen und Gummibärchen. Ein paar feine Texte haben wir da in den letzten Wochen fertiggestellt, und jetzt mal sehen, wie sie sich in der 10. Anthologie machen. Wir werden wieder stark vertreten sein. Eine Lesung in einer „richtigen Buchhandlung“ ist auch in Planung. Viele Ideen: Punsch und Kekse. Hinter einer Leinwand sitzen. Schattentanz. Publikumsbefragung. Ganz viel Publikum, am besten lauter Fremde. Sie spinnen rum: Unter dem machen wir’s jetzt aber nicht mehr! Sie sind aufgeregt. Sie freuen sich.
WeiterlesenLetzte Beiträge
Python Urlibb2 und Query Strings
B.N., Samstag. Ich weiß nicht, wie das anderen geht. Immer wenn ich die Google-Maschine anwerfe, weil ich mal wieder etwas zu verstehen versuche, was die Internet-Linguistik betrifft, komme ich mir extrem doof vor. Abgehängt. Abgestellt. Ein bisschen so, wie ich mich als kleines Mädchen bei dem Versuch gefühlt habe, den Kühlschrank zu verstehen. Wieso bleibt die Milch da drin kalt? Nach mehreren Anläufen bei klugen Erwachsenen beantwortete ich mir die Frage schließlich selbst: Indem du sie rein tust und Tür zu! Der Rudimentarität (gibts das Wort?) war ich mir durchaus bewusst. Das hatte mit Physik zu tun, das ging über
Weiterlesen„Ich bin immer gegen den Strom geschwommen“ – Hildegard Hamm-Brücher ist tot
Freitag. Sie war die ladylikeste Lady der deutschen Polit-Szene bis heute (sorry, Sahra W.), sah super aus, trug elegante Kleider und Frisuren und war irgendwie, fand ich jedenfalls damals immer, in der FDP falsch. Am 22. September 2002 trat sie, nach 54 Jahren Mitgliedschaft, aus der Partei aus. Sie begründete dies mit der Annäherung der FDP an die antiisraelischen und einseitig pro-palästinensischen Positionen, die durch Jürgen Möllemann im Verlauf des Projekts 18 Eingang in die FDP gefunden hatten (wie sie im Mai 2008 im Interview mit der Süddeutschen Zeitung rückblickend darstellte). Hamm-Brücher, deren jüdische Großmutter sich selbst getötet hat, um den Nazis nicht in die Hände
WeiterlesenBeruf und Schreiben
Freitag. Immer mehr überschneiden sich meine beiden Lebensbereiche, Beruf und Schreiben. Davor hatte ich immer Angst – vielleicht etwas irrational, wie die Angst überhaupt oft mein Leben bestimmt hat -, und jetzt finde ich es ganz wunderbar.
WeiterlesenWenn Heizung und Internet ausfallen
Was machen, wenn Heizung und Internet gleichzeitig den Geist aufgeben? Am besten lässt man sie gleichzeitig kommen, den Heizungsmonteur und den Elektroniker. Der eine sitzt, der andere steht oder rennt rauf und runter, beide bekommen eine Tasse Tee, werkeln vor sich hin und erzählen dabei Anekdötchen aus ihrem Leben. Der Monteur sei eine männliche Zicke, stellt der Elektroniker fest, als Ersterer mal wieder nach unten in den Heizungsraum geht. Die männliche Zicke mag es nicht, wenn eine Frau, also die Kundin, also ich, sich fachlich äußert. Dann wird die männliche Zicke abfällig, guckt der Kundin lieber in den Ausschnitt als
WeiterlesenSchenken und Geschenke
Samstag Morgen. Die Adventsketten für T. und L. gestern Abend mit leichter Verspätung abgeschickt, bzw. zum Abholen bereit gestellt. Obwohl schon ziemlich erwachsen, freuen sie sich immer noch darüber. Der richtige Zeitpunkt, damit aufzuhören, ist ohnehin verpasst, mittlerweile ist mehr ein Gag daraus geworden: Was, immer noch … und mir macht es Spaß, ab Herbst die 2 mal 24 Sachen zu besorgen und zu verpacken, bei einem Polizeiruf oder Tatort und einer Kanne Ingwertee oder Kakao oder einem gut eingeschenkten Limoncello. Schenken ist an jemanden denken. Weihnachten eben! Das Essen sollte noch mit W. abgesprochen werden. Da er immer noch oder
WeiterlesenMeine Freundin
Freitag. Meine Freundin Thea bringt feine Sachen vom Griechen mit, ich habe den Champus. Wir haben jede ein paar private Highlights zu feiern. Meine Freundin Thea, die ich seit vielen Jahren kenne, ist plötzlich meine Nachbarin. Meine Freundin Thea ist der emotional und intellektuell eigenständigste Mensch, den ich kenne. Meine Freundin Thea hat den Klinikchef, der vom musiktherapeutischen Ansatz bisher nichts gehalten hat, dermaßen überzeugt, dass es plötzlich eine volle Stelle gibt. Für meine Freundin Thea natürlich. Meine Freundin Thea hält viel von sich. Das finde ich bemerkenswert.
WeiterlesenIslamist observiert Verfassungsschutz
Lustig: Der Verfassungsschutz ist unterwandert worden. Von einem (?) Islamisten, der den IS bei der Planung eines Sprengstoffanschlags auf das BfV-Hauptgebäude in Köln Chorweiler unterstützen wollte. Dies sei sicher im Sinne Allahs, verkündet der Hero im Facebook-Chat auf der Suche nach Gleichgesinnten. 2014 sei er, so liest man es, per Telefon zum Islam konvertiert, was immer das bedeutet. Eigentlich sei er Bankangestellter und erst 2016 als Quereinsteiger zum Verfassungsschutz gekommen, um die islamistische Szene auszuspionieren. Jetzt ist er selber ausspioniert worden. Zufällig, von einem anderen Verfassungsschützer, der, auch auf Facebook unterwegs, den Aktivitäten des abtrünnigen Kollegen auf die Schliche gekommen
WeiterlesenAn Büchern leiden?
Donnerstag. Irgendwie mag ich Bücher, die ich nicht so ganz verstehe. Wie Jonathan Franzens Korrekturen. Hemmungslos seitenfüllend wird da Expertenwissen ausgewalzt, Historien- oder Wirtschaftswissenschafts- oder Chemie-Lastiges zum Beispiel über die Entwicklung eines Medikaments, das für den Plot zwar von Bedeutung, aber in dieser abnormen Breite doch irgendwann eher eitel als unterstützend wirkt. Sehr seltsam. Das Buch, so scheint mir, will etwas von mir, es fordert mich zum Duell – und schlägt mich gelegentlich. Das erste Mal ging mir das vor vielen Jahren so mit Irmtraud Morgners Trobadora Beatriz. Vor der Uni-Frauengruppe hielt ich ein flammendes Plädoyer für den Roman, nicht
WeiterlesenMarokkanisches Fernsehen
Dienstag. Im marokkanischen TV gibt es Schminktipps für geschlagene Frauen. Also wie frau sich ihr blaues Auge weg-make-uppen kann. Gewalt gegen Frauen scheint in Marokko so alltäglich, dass Polizei und Justiz kaum gegen die Täter vorgehen, sondern den Missbrauch dulden (spiegel-online). Also echt pragmatisch, dieses marokkanische Fernsehen.
Weiterlesen