Donnerstag. So eine richtig fette Grippe ist geeignet, einen fertig zu machen. Die zweite seit Weihnachten. Angina und Schmerzen in Kopf und Gelenken und irgendwie überall. Bin zu nichts in der Lage außer rumzuhängen, zu frieren und mich SCHWACH zu fühlen – Hilfe! Schade um die vorbeifließenden Tage! Allerlei Melancholisches und Blitzlichter aus der Schatzkiste der Vergangenheit, die in der Fieberhitze hochschnellen, und du kannst sie dir nicht mal zunutze machen. Nur schnaufen, rotzen und stöhnen. Sachichjetzma. Immerhin habe ich den Stapel der ungelesenen Bücher angefangen abzuarbeiten. Und dabei John Fante entdeckt. Was ist das für ein wunderbares Buch: „1933
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Der mächtigste Mann der Welt und ein Koffer
Mittwoch. Die Medien überschlagen sich mit apokalyptischen Szenarios. Als wäre Trump ein hysterischer Volltrottel – okay, wahrscheinlich ist er ein hysterischer Volltrottel -, der demnächst einfach mal so den berühmten Atomkoffer aktiviert und die Welt uns und ihm um die Ohren fliegen lässt. DAS ist Hysterie! Was unsere Journalisten da aufführen, ist nur noch peinlich und arrogant und außerdem abgekupfert. Alle schreiben und schreien das gleiche. War denn Obama ein Segen für die Menschheit? Ist Frau Clinton etwa ein verstoßener Weltenretterengel? Die einzige, die cool bleibt, ist mal wieder Sahra Wagenknecht. Sie kritisiert diese medialen Zustände und die einseitige Lobhudelei
WeiterlesenBefremdliche Schnüffelei
Dienstag. Ich hoffe, es ist mir endlich gelungen, dem einzigen unerwünschten Leser meines Blogs auf diesem Planeten den Garaus zu machen. Technisch kann man User ja nicht sperren, höchstens moralisch. Mal sehen, ob es funktioniert. Die Frage ist, warum einer, der so viel Dreck in mein Leben gekübelt hat wie alle übelwollenden Menschen – falls es die überhaupt gibt – zusammengenommen nicht, sich meine Beiträge reinzieht? Echtes Interesse kann es nicht sein, überhaupt kann es nichts Gutes sein … Machtgefühl? OmG! Die Macht der Ohnmächtigen ist bekanntlich die Destruktion … Mein Blog stellt einen wesentlichen Teil meiner schriftstellerischen Identität dar.
WeiterlesenHerz
„Sie wird sein Herz aufreißen wie ein Westpaket!“ (PM b. e. schnulzigen Filmszene, Samstag, B.N.)
WeiterlesenWohnen und Reisen
Montag, B.N. Heute Morgen: in Jakutsk -42 °C in Wladiwostok -6 °C in Lissabon +7 °C in Tübingen -1 °C in Bad Neuenahr +2 °C in Eisenach -2 °C in Imperia +7 °C in Tel Aviv +14 °C in New York -7 °C in Berlin -2 °C Städte, die uns verbinden: durch Wohnungen, durchs Erzählen, Reisen oder geplante Reisen …
WeiterlesenBerlin ist ein Dorf
Donnerstag. Schon seltsam, wenn sich eine Begegnung genauso gestaltet, wie du sie dir vorgestellt / erhofft hast. Meine Interviewpartnerin in Berlin holt mich liebenswürdigerweise von der S-Bahn ab. Sie hat mich eingeladen, bei ihr zu übernachten, was ich gerne annehme (die unkomplizierten Ossis …). Ich habe den Eindruck, in einem Dorf auszusteigen. Doch sind es angeblich nur zwanzig Minuten bis zum Alex, und wir sind definitiv noch in Berlin. Wir erkennen uns sofort, hatten ja schon Schrift- und Bildkontakt. Der Schnee rieselt und bedeckt Gärten und Hausdächer und die Straße, auf der wir uns mit dem Auto langsam fortbewegen. Dann
WeiterlesenGeschichten
Dienstag, B.N. Die besten Geschichten liegen auf der Straße. Da warten sie manchmal sehr, sehr lange, bis jemand sie abholt. Ich hole mir gerade so eine ab. Und bin vollkommen geflasht. Die Person, die zu dieser Geschichte gehört, führt mich in die dunkelste deutsche Vergangenheit, in eine fremde, abgeschlossene Parallelwelt. Die Person, die zu dieser Geschichte gehört, schenkt mir ihre Geschichte. Wie eine überdimensionale, uralte Kirschbaumvitrine mit einer schweren Marmorplatte, tiefen, klemmenden Schubladen und vielen kleinen Geheimfächern.
WeiterlesenGeile, absurde Idee
Habe ich heute Morgen gedacht, alles bleibt beim Alten (mit so einer gewissen Müdigkeit/Melancholie)? Um 11.30 Uhr ändert sich das mit einer einzigen Idee. Wir sitzen beim Frühstück und quatschen über die Weltbühne und deren plötzliches Ende, über Tucholsky, über Antisemitismus, über jüdische Identität, und da steht sie plötzlich im Raum, die Idee. Mit den Händen greifbar. Ich sage zu PM: Ich mach das jetzt. Sofort. Solche Sachen musst du umsetzen, solange du brennst! (Mit du meine ich mich.) Und PM? Guckt erst verdutzt hinter mir her – ich bin schon auf dem Weg in die Küche -, sagt: Ausgerechnet
WeiterlesenHallo 2017
Sonntag, B.N. Hallo 2017 – heute ist gar nichts anders als gestern, was soll das?
WeiterlesenKurt Tucholsky feiert Silvester
Was fange ich Silvester an? Diese Frage bewegte schon Teobald Tiger alias Kurt Tucholsky. Seine Antwort darauf – Ratlosigkeit, gefasst in ein Gedicht, das am 30.12.1920 in der Weltbühne veröffentlicht wurde. Silvester Was fange ich Silvester an? Geh ich in Frack und meinen kessen Blausanen Strümpfen zu dem Essen, Das Herr Generaldirektor gibt? Wo man heut nur beim Tanzen schiebt? Die Hausfrau dehnt sich wild im Sessel – Der Hausherr tut das sonst bei Dressel -, Das junge Volk verdrückt sich bald. Der Sekt ist warm. Der Kaffee kalt – Prost Neujahr! Ach, ich armer Mann! Was fange ich Silvester
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