Der Stiftungsrat des Deutschen Buchhandels hat entschieden: Der Friedenspreis 2022 geht an Serhij Zhadan. „Brennt in der Hölle, ihr Schweine!“, lässt der ukrainische Schriftsteller und Musiker seinem ausgemachten Völkerhass auf alles, was russisch ist, freien Lauf. Indem die Wochenzeitung Die Zeit diese Entscheidung als „mutig“ bezeichnet, outet sie sich selbst als desorientierte Sprecherin eines desorientierten Zeitgeistes. Ein Autor, egal welcher Nation, sollte in der Lage sein, zwischen Bevölkerung und einem durchgedrehten Präsidenten zu differenzieren. Und nicht das hier: „Tolstoi und Dostojewski haben eine vernichtende Niederlage erlitten. Ebenso wie das russische Ballett, die russische Avantgarde (die sowieso zum Großteil gar nicht
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Statement
Die humanitäre Hilfe, die Deutschland für die Ukraine leistet, ist doch deutlich sinnvoller als das Unterfangen, die Kriegspartei Ukraine mit Waffen deutscher Hersteller vollzupumpen. Ich selbst bin Teil dieser humanitären Hilfe, indem ich ukrainische Schüler*innen in Deutsch unterrichte. Wer mich aufgrund meiner pazifistischen Einstellung meint in die rechte Ecke stellen zu dürfen, ist ein(e) unerwünschte(r) Leser*in und mache sich hier bitte vom Acker! Pazifismus als „rechts“ zu determinieren, ist außerdem historisch dermaßen daneben, dass es mir schlichtweg zu dumm ist, mich mit solchen „Argumenten“ auseinanderzusetzen. Ich liebe es nicht fremdbestimmt zu werden. Wo ich politisch stehe, bestimme ich immer noch
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Dienstag. Was für ein furchtbares Signal an die ukrainischen Geflüchteten. Vor dem Krieg in ihrer Heimat nach Deutschland geflohen, wird in Deutschland, genauer in Wismar, vor drei Tagen eine Unterkunft mit 14 Ukrainer*innen angezündet und komplett zerstört. Wenigstens sind die Menschen, darunter ein 1-jähriges Kind, unverletzt geblieben. Die Botschaft dahinter ist trotzdem kaum wiedergutzumachen. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. In diese Richtung ermittelt auch die Staatsanwaltschaft. Seit ich die Arbeit im “Amt” drastisch reduziert habe, unterrichte ich eine ukrainische Vorbereitungsklasse in Deutsch. Was diesen Kindern und Jugendlichen zugemutet wird, lässt sich kaum in Worte fassen. Und ich rede nur
WeiterlesenUnabhängig zur absoluten Mehrheit
Montag. Mit der absoluten Mehrheit – 52,4 % der Wählerstimmen – verpasst Palmer den Grünen eine Lektion. Während er seine dritte Amtszeit als Tübingens OB antritt, will die grüne Partei ihn ausschließen. Als Unabhängiger ist er wiedergewählt worden, seine Parteimitgliedschaft bei den Grünen ruht bis auf Weiteres. Was diese als zu nonkonformistisch ablehnen, kommt bei den Bürger*innen offenbar gut an bzw. gereicht ihm jedenfalls nicht zum Nachteil. Palmer überzeugt mit Inhalten. Die Tübinger*innen wissen, wen sie wählen. Herzlichen Glückwunsch, Boris!
WeiterlesenBoris vor!
Sonntag. Ich drücke sämtliche Daumen für unseren OB Boris Palmer!
WeiterlesenArbeitsbericht
Montag. Wieder eins fertig! Ich habe mich entschlossen, jetzt erstmal keine Namen mehr zu nennen. Ich sage nur: Weibliches Kabarett vom Feinsten. Es ist … es ist … Jau, genau! Diese 100-Punkte-Kandidatin durfte ich vor zwei Tagen für mein neues Buchprojekt interviewen!
WeiterlesenSchlimmer gehts immer
Montag. Elon Musk steht seit vergangenem Freitag auf der berühmt-berüchtigten ukrainischen Todesliste Myrotvorets. Das sog. „Friedensstifter“-Verzeichnis führt „Staatsfeinde“ der Ukraine auf, die liquidiert werden sollen. Auch die russische Journalistin Darya Dugina war angezählt, im August wurde sie ermordet. Warum aber Elon Musk? Der reichste Mann der Welt hatte angekündigt, die bisher kostenfreie Nutzung seines Satelliteninternets Starlink einzustellen, welches er erst im Frühjahr den ukrainischen Streitkräften zur Kommunikation auf dem Schlachtfeld zur Verfügung gestellt hatte. Die Ankündigung reichte, um seinen Namen einschließlich aller seiner Kontaktdaten auf die Liste zu hieven. Es lebe die Lynchjustiz, an Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sollen sich andere
WeiterlesenPeacefulle grüne Waffenpolitik
Sonntag. Der Grüne Anton Hofreiter, gefragt zu den skandalösen Waffenlieferungen der Bundesregierung an Saudi-Arabien, denen auch die Grünen-Minister im Bundessicherheitsrat zugestimmt haben: „Ich halte diesen Schritt für einen Fehler. … Um es ganz offen zu sagen: Es passierte auf massiven Druck der SPD.“ Mimimi … Die armen grünen Minister, sie wurden GEZWUNGEN! Von der bösen roten Ampel-Schwester. Und was sagt uns das jetzt?
WeiterlesenAnnalena Baerbock: Beliebt, aber überfordert
Moralismus – Menscheln für Waffen: Das macht die Außenministerin Annalena Baerbock so beliebt. Doch für eine kluge Außenpolitik ist Betroffenheit nicht genug Der Freitag, Ausgabe 41/2022, Katharina Körting Sie steht „fest an der Seite der Ukraine“. Sie will „Russland ruinieren“ und, den durch den Krieg gegen die Ukraine entstandenen „transatlantischen Moment nutzen[d]“, eine „Führungspartnerschaft“ mit den USA. In westernartiger Schlichtheit, angestachelt von Christdemokraten, Hofreitern und Journalisten, die ihren „Klartext“ gegenüber dem „Zaudern“ des Kanzlers Olaf Scholz loben, zeigt die oberste deutsche Diplomatin Haltung – und bringt dabei das Haus Europa in Gefahr. Statt etwa Nancy Pelosi, als Sprecherin des Repräsentantenhauses
WeiterlesenVerdreht
Mittwoch. Die mehrfache Mahnung von Angela Merkel, Putins Drohungen ernst zu nehmen und ihm zuzuhören, stößt in den Medien auf ein seltsam höhnisches Echo: Merkel würde damit lediglich versuchen wollen, ihren Regierungskurs der letzten Jahre zu rechtfertigen. Der öffentliche Diskurs ist sowas von korrumpiert, versaut, verdreht … Wenn einer mit geladener Knarre vor mir stehen und sagen würde: Keinen Schritt weiter, oder ich schieße – würde ich dann etwa einen Schritt weitergehen? Genau das passiert aber gerade. Putin droht mit atomaren Waffen, und dem Westen fällt nichts Besseres ein als die Bedrohung zu dementieren. Als gäbe es direkt eine Sehnsucht
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