Nachtrag …

… was mir noch auffällt: Es sind genau dieselben, die sich einerseits immer auf die sog. Kontaktschuld berufen und andere Menschen schwer verurteilen, z.B. wenn diese aus anderen Gründen als ideologische Übereinstimmung mit Querdenkern / Impfgegnern …  auf die Straße gehen; die sich andererseits aber selbst herausnehmen, aus Pragmatismus Nazis zu unterstützen (Regiment Asow …) oder mit Menschenrechtsverletzern und Kriegsverbrechern (Saudi Arabien, Katar, Aserbaidschan …) zu flirten und Energieverträge abzuschließen. Sanktioniert fühlen sich Habeck, Baerbock, Scholz etc. durch die Ausrede, dass nur so Russland in die Knie zu zwingen sei. Wieso zählt bei ihnen die selbst eingeforderte Kontaktschuld nicht? Wer

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Das gehört sich so

Bundeskanzler Scholz schüttelt dem saudischen Mörderprinzen Mohammed bin Salman die Hand und lächelt etwas aufgesetzt, MbS grinst fies. Was soll das werden?  Den Mord an Khashoggi habe Scholz pflichtgemäß angesprochen, wie wir aus der Tagesschau erfahren können: „Wir haben alle Fragen besprochen, die sich um Fragen von Bürger- und Menschenrechten drehen. Das gehört sich so. Und da können Sie von ausgehen, dass nichts unbesprochen geblieben ist, was zu sagen ist.“ Für die Durchführung des widerwärtigen Verbrechens im Oktober 2018 erklärten die US-Geheimdienste den saudischen Prinzen als Drahtzieher, dafür wurde er eine Weile international geächtet. Aber jetzt Schwamm drüber. Es geht

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Vielleicht

Sonntag. Tausende Reservisten fliehen ins Ausland, solange es noch möglich ist. Wer lässt sich schon freiwillig als Kanonenfutter verfeuern wie Zehntausende in den vergangenen Monaten? Wenn wegen der geplanten Teilmobilisierung von mindestens 300.000 Reservisten die Männer (was ist eigentlich mit den Frauen in der russischen Armee?) direkt vom Büro, vom Mittagessen, aus dem Bett geholt werden, um sie in den Krieg zu schicken, dann könnten die Pläne des russ. Präsidenten am Widerstand der Mütter, Partnerinnen, Töchter und Schwester der betroffenen Söhne / Partner / Väter/ Brüder scheitern. Die immer zahlreicher werdenden Protestierenden auf den Straßen der russischen Städte nehmen in

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Liebet eure Feinde

Hier das ganze Interview im Wortlaut (der Freitag) Startseite Ausgabe 38/2022 Politik Theologin Margot Käßmann im Gespräch mit Jakob Augstein: „Ich bleibe Pazifistin“ Margot Käßmann sprach sich gegen Waffenlieferungen an Kiew aus – und wurde angefeindet. Seither hält sie sich mit öffentlichen Appellen zurück. Wieso sie den militärischen Kampf der Ukraine kritisch sieht, hat sie Jakob Augstein erklärt der Freitag: Frau Käßmann, was bedeutet Pazifismus? Margot Käßmann: Grundsätzlich ist das erst mal eine Haltung von Menschen, die sagen: Waffen lösen Konflikte nicht, und die Frieden durch Abrüstung erreichen wollen – nicht durch Aufrüstung. Wenn ein akuter Krieg ausbricht, ist es

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Die Baustelle

Freitag. Der Zug ist schon zu sehen. Ich halte mein Fahrrad fest, das muss ich mitnehmen. Der kleine Bahnhof ist mir unbekannt. Eine Schülerin steht neben mir, sie wartet auf denselben Zug wie ich. In dem Moment, als der Zug einfährt, kommt die Amtschefin aus dem Bahnhofsgebäude und ruft mir zu: Wir müssen noch einen Termin klären. Ich nehm‘ Ihr Rad schon mal mit rein, sagt die Schülerin freundlich und hievt mein Fahrrad über die Schwelle des haltenden Zuges. Die Amtschefin winkt mich aufgeregt zu sich. Ich springe über die Schienen und sehe noch, wie die Zugtür sich schließt. Mein

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Noch mehr Waffen noch mehr Soldaten noch mehr Krieg

Donnerstag. Die Eskalationsspirale nimmt ihren Lauf. Die geplante Einberufung von 300.000 Reservisten in Russland zeigt nur eins: dass Waffen und Soldaten keinen Frieden bringen, und noch mehr Waffen und noch mehr Soldaten bringen auch keinen Frieden. Sondern immer mehr Tote. Und immer mehr zerstörte Städte und Landschaften. Mir fehlt die Fantasie, wie das Ende dieses absurden Krieges aussehen könnte. P.S. Wir, also der Westen, sind fein raus. Wir liefern ja nur Material. Wir lassen andere mit unserem Material kämpfen und sterben. Je mehr Material wir liefern, desto besser & edler kommen wir uns vor. Wir sind eine Wertegemeinschaft, wir sind

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Der Fall Mahsa Amini

Mittwoch. Am Dienstag, den 13. September, wurde die 22-jährige Mahsa Amini von iranischen Religionspolizisten festgenommen. Ihr Vergehen: Unter ihrem Kopftuch waren Haarsträhnen zu sehen. Ihr offizielles Verbrechen: Unislamische Kleidung.  Amini war gerade auf Verwandtenbesuch. Auf der Wache sei sie laut Polizeibericht über islamische Kleidervorschriften belehrt worden. Drei Tage später, am Freitag, wurde sie für tot erklärt. Offenbar starb sie jedoch direkt am Dienstag – an einem Schlag auf den Kopf. In den sozialen Medien wird berichtet, dass Aminis Kopf nach der Festnahme im Polizeiauto gegen die Scheibe geschlagen worden sei, das habe zu einer Hirnblutung geführt. Die Polizei dementiert diese

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Schwerter zu Pflugscharen

Dienstag. Im 1. und 2. WK wurden 150.000 Kirchenglocken eingeschmolzen, um Waffen daraus herzustellen.  Michael Patrick Kelly hat diesen Prozess umgekehrt: Schon 2018 ließ er aus Kriegsschrott eine 470 kg schwere Glocke gießen, die er #PeaceBell nannte. Mit dem Projekt warb er – gemeinsam mit dem Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken – dafür, sich von Radikalismus und Gewalt abzuwenden: „In einer Welt voller Aufruhr und Krieg warnt uns die Friedensglocke, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Ihr Klang erinnert uns, was es zu bewahren gilt: gegenseitigen Respekt und Zusammenhalt“, so Kelly, der die Glocke mit auf seine Konzerte nimmt, um damit

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