Donnerstag. Nun also doch – heute Nacht hat Putin eine militärische Operation gegen die Ukraine eingeleitet. Ziel sei es, die Ukraine zu „entmilitarisieren und zu entnazifizieren“. Was heißt das nun? Hoffentlich fällt den NATO-Verbündeten Besseres ein als weitere Truppen-Stationierungen und Aufrüstung und militärische Expansion und noch mehr wirtschaftliche Sanktionen, um damit nichts zu erreichen außer die Eskalation der Gewaltspirale voranzutreiben und letztlich auch den sanktionierenden Staaten zu schaden. Zur Erinnerung: Als Wladimir Putin am 25. September des Jahres 2001 im Deutschen Bundestag eine Vereinigung mit weiten Teilen Europas anbot, hat man seine ausgestreckte Hand ausgeschlagen. Damit war die Chance eines
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Eine Spur blasser
Mittwoch. Der fantastische Gary Brooker, Gründer, Mann am Klavier und Sänger von Procol Harum, ist am Wochenende seinem Krebsleiden erlegen. Im Tübinger Sudhaus habe ich den Schöpfer von so wunderbaren Stücken wie A Whiter Shade of Pale erlebt, absolut souverän und faszinierend. Wie unendlich schade, dass er schon gehen musste.
WeiterlesenFaber ohne Bönisch
Montag. Das gibts nicht – lassen die einfach Kommissarin Bönisch erschießen. Und Bönisch steht auch gar nicht mehr auf und blinzelt mit keinem Auge, weder mit dem rechten noch mit dem linken, das heißt, tot ist tatsächlich tot. Hat Anna Schudt etwa genug von der Rolle? Und wie gehts dann weiter mit dem Dortmunder Tatort? Der mir als Kamenerin (aber jeden Mittwoch Klavierstunde am Dortmunder Konservatorium mit anschließender Shopping Tour, leider meistens ohne Shoppen) natürlich der liebste ist. Wie kommen der verrückte Faber und sein Ermittlerteam jetzt ohne die Kollegin klar? Jedenfalls: Chapeau für zehn tolle Jahre und alles Gute
WeiterlesenMittendrin
Sonntag. Warmumsherz. Nämlich bei intensiv nachholendem Austausch, Torte von Café Lieb und Thüringer Spezialitäten – Nachfeier mit meinen Lieblingskolleginnen. Ich kanns mir noch gar nicht vorstellen, sagt K., wie das ist, wenn du weg bist. OMG! – ich auch nicht (… aber Eisenach ruft!). Heute Morgen: Komm ich die Treppe hoch, riecht es nach Schokolade und Hyazinthen. Und gleich auch noch nach Kaffee. Und auf dem Klavier, zwischen Blumensträußen, lauter schöne Sachen in glänzendem, knisterndem Papier (ich bin leicht zu beschenken, freue mich grundsätzlich und freue mich über die Gedanken der / des Anderen). PM schläft, ist erschöpft von jetzt
WeiterlesenLeistung
Kinder verstehen von Herbert Renz-Polster, das im Sommer 2022 in aktualisierter Überarbeitung neuerscheint.
WeiterlesenBürger erschrecken
Mittwoch. Deutsche werden jetzt also zum Verlassen der Ukraine aufgerufen – direkt nachdem die USA dieselbe Maßnahme ergriffen haben. Wird hier aufgrund von Spekulationen ein Krieg vom Zaun gebrochen? Seit Tagen lancieren US-Militärs und Geheimdienste das Gerücht, dass der Einmarsch der Russen in die Ukraine unmittelbar bevorstünde. „Herr Putin, lösen Sie die Schlinge um den Hals der Ukraine!“ setzt Bundespräsident Steinmeier noch einen drauf. Wird hier das Szenario von 2003 wiederholt, als US-Außenminister Collin Powell die Weltöffentlichkeit über angebliche Massenvernichtungswaffen im Irak belogen hat, um ein Argument zu fingieren, in den Irak einzufallen? Eine Millionen Menschenleben hat diese Lüge gekostet.
WeiterlesenEin Tag
Viele liebe Glückwünsche, Blumensträuße und schöne Geschenke zwischen einem knallvollen Arbeitstag – das tut gut. Am Abend mit meinem lieben T. und E. ins Ludwigs – koreanisch – sehr fein! Keine Zeit zum Grübeln, wozu auch. Anke: Beunruhigender wäre es, nicht älter zu werden. Ähm, yes …
WeiterlesenVertrauen
Dienstag. Meine Tochter, meine liebe L., hat es ziemlich erwischt, zum Glück hat sie keine Langzeitschäden wie Erschöpfung oder Geschmacksverlust. Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei absurden 1466,5; in Baden-Württemberg sogar bei 1564,5. Mit Sehnsucht wird der Peak erwartet, die Impfstoffe greifen bei der Omikronvariante nicht richtig, Tausende infizieren sich trotz Dreifach-Impfung und genesen auch wieder. Das Omikronvirus scheint nicht so gravierend, lässt sich offenbar wie eine Grippe überstehen. Trotzdem gibt es die Hysterischen, die panische Angst haben sich anzustecken, und es gibt die Impfpaniker, die sich ausgegrenzt und ans Hitlerreich erinnert fühlen und einem von Nanobots im Blut die
WeiterlesenLösungsorientiert
Montag. Vor zwei Wochen hat mein Kühlschrank den Geist aufgegeben. Wegen Lieferengpässen bekomme ich erst Anfang März einen neuen. Jetzt habe ich ein Problem. Das Wetter ist warm und frühlingsmäßig, der Käse auf dem Balkon wird schnell gelb und wellig und die Reste vom Vortag riechen komisch. Ich muss jetzt sehr oft einkaufen gehen und dann alles sofort aufessen. Figurtechnisch nicht unbedingt von Vorteil. Heute habe ich bei Kieser einen Termin für ein unverbindliches Einführungstraining vereinbart. Es gibt immer eine Lösung.
WeiterlesenZu Ende gedacht
Donnerstag. Gespräche mit missionarischen Impfgegner*innen (nichtmissionarische haben meinen Segen) hinterlassen bei mir jedes Mal den unguten Verdacht, just auf den im Dunkel der Unausgesprochenheit vor sich hingärenden Kern ausgesprochen faschistoiden Gedankengutes zu stoßen. Die Diskussion beginnt in der Regel damit, dass die betreffende Person erklärt, warum eine Impfung für sie nicht infrage kommt: Sie hält sich für sehr widerstandsfähig und braucht den Impfstoff deshalb nicht. Sie empfindet sich als gesund und gegen Viren gewappnet, gesünder und gewappneter als die meisten anderen, als Otto Normalverbraucher. Der nächste Gedanke ist naheliegend: Die Person selbst sorgt dafür, dass sie so gesund und widerstandsfähig
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