Sonntag, B.N. Heute Morgen einen politisch superkorrekten Traum gehabt. Hier die Schlüsselwörter: Champagnerglas, Badezimmer, Putzhilfe, Klassenbewusstsein, weiße Schürze, Angeberleben. Gestern Abend spielte im Radio eine traurige Ballade, davon wurde ich zuerst trübsinnig, dann bekam ich den Moralischen. Mutter noch nicht besucht. Vorarbeiten fürs „Amt“ noch nicht mal angefangen. A. und St. nicht auf ihre so liebenswürdige E-Mail geantwortet … . Und fängst du erstmal damit an, übernimmt ruckzuck dein Über-Ich und grast großflächig deinen kompletten Bewusstseinsboden nach sämtlichen kleineren und größeren Vergehen ab, lässt keine dunkle Ecke aus (brauchst du das?) und wird – klar doch! – immer fündig. Dabei
WeiterlesenAutor: Juliane Vieregge
Hans Georg Maaßen – V-Männer unter sich
Hätte die Polizei das Lkw-Attentat auf dem Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz im Dezember 2016 verhindern können? Hans Georg Maaßen, Chef des „Verfassungsschutzes“, sagt: Nein! Er sagt auch: Es habe nie einen V-Mann im Umfeld des Breitscheidplatz-Attentäters Anis Amri gegeben. Er sagt das sogar immer wieder. Und belügt damit immer wieder den Bundestag bzw. den parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Fall Amri! Tatsache ist: Maaßen hatte sehr wohl einen V-Mann in Amris Umfeld eingesetzt (darüber wurde in verschiedenen Medien längst berichtet wie zum Beispiel bei RBB, bei ARD-Magazin Kontraste und auf Welt-investigativ-Blog), der V-Mann besuchte dieselbe Moschee wir Amri, die Sicherheitsbehörden hätten mit diesen Kenntnissen das Lkw-Attentat
WeiterlesenIch habe fertig!
Freitag, B.N. Fertig – Manuskript abgeschickt!
WeiterlesenRhetorische Unfähigkeit und bedrückende Langweiligkeit
Donnerstag, B.N. Während die Chemnitzer die Welt aus den Angeln heben, ist Merkel in Ghana und versucht Afrika zu retten. „Schöne Maid, hast du heut für mich Zeit“ spielt die ghanaische Militärkapelle für sie auf. Ja, hat sie, danach gehts weiter nach Nigeria. Der Bundespräsident besucht derweil eine Schule in Köln. Sachsens CDU-Ministerpräsident Kretschmer und die Chemnitzer SPD-Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig suchen am Abend auf einer Großveranstaltung den Dialog mit der Chemnitzer Bevölkerung im sog. „Sachsengespräch“ – das einzig Richtige angesichts der aufgeheizten Stimmung in ihrem Bundesland. Leider stehen die beiden wie ein Schluck Wasser da vorne auf dem Podium des
WeiterlesenOMG!
Mittwoch, B.N. Heute ist ein richtiger Scheißtag!
WeiterlesenG.L.Ü.C.K.
Mittwoch, B.N. „Das Glück wird oft beschrieben als der Augenblick, in dem jeder Gedanke an die Vergangenheit oder Zukunft abgeschaltet ist.“ Schöner Satz, schöner Gedanke aus dem wunderbaren Buch Die Lieben meiner Mutter vom wunderbaren Peter Schneider.
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Der Tod als Lehrmeister?
Montag, B.N. Ein armer Vater von zwölf Kindern sucht für das dreizehnte einen Taufpaten. Den lieben Gott, den er auf der Landstraße trifft, will er dafür nicht, da dieser ungerecht seine Güter verteile. Auch den Teufel lehnt er ab, denn der verführe die Menschen nur zum Bösen. Als ihm schließlich der Tod begegnet, der von sich selbst behauptet, er mache alle gleich, schlägt der Mann ein. „Wer mich zum Freund hat, dem kann’s nicht fehlen“, fügt der Tod hinzu. Darauf bestellt der Mann ihn direkt zum nächsten Sonntag zur Taufe ein. Das dreizehnte Kind wächst heran. Eines Tages hält
WeiterlesenEin Tag in Trier
Dienstag, B.N. Nach dem schönen Städtetrip ins schöne Trier würde mich mal interessieren, wieviel von Triers Grundfläche bzw. Immobilien dem Bistum Trier gehört. An jeder Ecke alte Schlösser und Verwaltungsgebäude mit kirchlichem Verwendungszweck, da fühlt man sich direkt an Rom erinnert … Übrigens auch, was die wunderbaren Schuhgeschäfte und die hervorragende Zitronentarte bei Café-Bar Nikos am Kornmarkt angeht … Der romanische Dom und die gotische Liebfrauenkirche muten dagegen eher protestantisch-schlicht an, und das Karl-Marx-Haus erinnert mit seinen vielen kleinen Zimmern und Treppen und dem kuscheligen Innenhof an das Lutherhaus in Eisenach. Seit diesem Jahr – Marx‘ 200. Geburtstag – zeigt
WeiterlesenDas Ende
Dienstag, B.N. Und weil die Küche komplett unter Qualm ist vom angebrannten Schinken, mache ich die Terrassentür auf und stehe, als wenn sie nur darauf gewartet hätten und das haben sie ja auch, in einer schwarzen Wolke aus Fliegen. Die schwirren an mir vorbei in Küche und Esszimmer und kleben in Nullkommanichts an den Fensterscheiben, an der Decke, an der Spüle, am Dunstabzug, an den Lampen, an meinem Teller, an meiner Gabel. In Knäulen hängen sie am Fenstersims, und an den Scheiben laufen sie wie Wasser von unten nach oben, eine neben, vor und hinter der anderen. Das ist wie
WeiterlesenThüringer Begegnungen
Sonntag, Eisenach. Wiedersehen mit liebgewonnenen Freunden und freundlichen Menschen auf dem alljährlichen „Marienstraßenfest“. Morgens um drei geht es durch das menschenleere Eisenach zum Glockenhof zurück. Da musst du schon etwas genauer auf den Weg gucken, das unablässige Nachschenken von Sekt, Bier und Bowle macht sich bei PM und J. in einer leichten Schräglage und meinerseits in leichter Übelkeit bemerkbar. Spontan hängen wir noch einen Tag dran, so dass der Nachmittag voller familiärer Verpflichtungen in einen Warmumsherz-Abend voller Anregungen, (Selbst)offenbarungen und Erinnerungen mit Toff und J. übergeht (Kartoffelhaus!). PM’s Heimat- oder Nostalgiegefühle kann ich gut nachvollziehen. („Meine Heimat gibt es nicht mehr.“)
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