Montag. L. für eine Woche wieder zu Hause zu haben, das ist einfach nur superschön. Du siehst sie an und weißt, was du geleistet hast. Nach der Arbeit, nach Shopping beim Zinser und Einkaufen im Marktladen machen wir uns Spargel mit Crepes, und nach dem Essen gucken wir lineares Fernsehen, das es, wenn es nach dem Willen von WDR-Intendant Tom Buhrow ginge, bald nicht mehr gibt. Es gibt auch bald kein Bargeld mehr, wie mein Banker mir kürzlich bestätigte. Die Abschaffung des 500-Euro-Scheins sei der Einstieg: Danach, wenn es kein Bargeld mehr gibt, sind alle Leute gezwungen, ihre Vermögen bei der Bank
WeiterlesenAutor: Juliane Vieregge
In guter Gesellschaft
Sonntagsbrunch mit L. und T., PM und Steve, und W. kam auch noch dazu. Nachmittags mit L. in der Maisonne spazieren gegangen und über die Zukunft und alles Mögliche sonst so gequatscht.
WeiterlesenPasst
Sonntag. Alles passt. Meine Mädels haben gut gelesen, das Publikum war wohlgesonnen, das Wetter hätte nicht besser sein können und PM war dabei. Viele Leute getroffen, neues Projekt für meine Schreibwerkstatt an Land gezogen (die Mädels fungieren als Jury beim Fridolinpreis der Stiftung Weltethos). Anschließend mal wieder in der Kelter bei einer Flasche Sekt und einem ausgezeichnet gemixten Swimming Pool den Tag ausklingen lassen, bzw. der Tagesereignisse gedacht. Auf dem Heimweg gab es die traditionelle Currywurst vom X, die laut PM fast an die Thüringer Wurst ran kommt. Durchs nächtliche – und inzwischen ziemlich menschenleere – Tü nach Hause gelaufen. (Tübinger Kulturnacht, 7. Mai 2016)
WeiterlesenPepys geheime Tagebücher
Samstag. Wenn ich morgens mies drauf bin, schlage ich vor dem Ausdemhausgehen ein Kapitelchen aus Samuel Pepys Geheimen Tagebüchern auf. Das mache ich schon seit Jahren so. Es gibt nichts Erstaunlicheres in der ges. Literaturgeschichte als diesen anzüglichen und anrührenden Mix aus Privatem und Politischen aus dem England des 17. Jahrhunderts. Pepys muss ein Lebenskünstler gewesen sein – gechillt (um das Wort heiter zu umgehen) und klug und immer für eine Überraschung gut.
WeiterlesenIllies‘ Flow
Ich mag Florian Illies. In seiner meisterlichen Fleissarbeit 1913 – Der Sommer des Jahrhunderts wirkt der Flow nach, in dem er sich während des Schreibens und Recherchierens befunden haben muss.
WeiterlesenHaltung
Heute Morgen* würde ich am liebsten im Schlafshirt mit Kaffeetasse auf dem Teppich liegen und nachdenken und/oder in die Luft gucken. („Weniger nachdenken ist manchmal mehr.“ (Susanne)) Geht aber nicht oder wär komisch für meine Mitbewohner. Ist das gut? Ist das schlecht? Es ist, wie es ist. Mit Susanne treffe ich mich heute Nachmittag im Neckarmüller. Bis dahin muss ich einiges weggearbeitet haben. Danach werde ich Tanjas leeres Zimmer grundreinigen, sozusagen. Morgen kommt L. für eine Woche zu Besuch. Und Mitte des Monats zieht Karina ein … *Christi Himmelfahrt, 10.33 Uhr, Außentemperatur: 16 Grad, Himmel: blau, Sonne
WeiterlesenFlashback
Donnerstag. In der Kulturnacht 2012, da hab ich meine gerade erschienene P.i.d.A. vorgestellt. Es war so voll, dass Leute abgewiesen werden mussten. M. saß neben mir, wir waren zu Fuß gekommen, ich total aufgeregt (endlich der Moment, mit dem, woran du jahrelang, nächtelang gearbeitet hast, nach draußen zu gehen), er total abwesend (nicht verpeilt, wie damals irrtümlich angenommen). Er saß da neben mir und hörte und sah sich das alles an. Und wusste doch schon alles. Das ist mir bis heute unvorstellbar und monströs.
WeiterlesenTexte und Vernetzungen
Mittwoch. In drei Tagen ist Tübinger Kulturnacht. Meine Mädels von der Schreibwerkstatt lesen in der Stadtbibliothek (bzw. auf dem Platz davor), in Kooperation mit der Jazzcombo v.d. Musikschule. In den letzten Wochen konsequent gearbeitet. Vor zwei Tagen erst die endgültige Textauswahl getroffen und die Texte den Musikstücken zugeordnet. Nächste Woche beim Poetry Slam sind wir auch dabei. Weitere Vernetzungen mit anderen kulturellen Einrichtung sind anvisiert; alles verhandlungsintensiv, aber vielversprechend.
WeiterlesenErdogan martialisch
Montag. Wieso wird man bes. von eher Linken blöd angemacht, wenn man Erdogan und seinen fragwürdigen Missionsseifer kritisiert? Wo seine religionsfaschistischen Zitate es doch an Deutlichkeit nicht mangeln lassen: „Wie schön, ein Märtyrer zu sein“ Wie man in der Kolumne von Wolfram Weimer auf handelsblatt.com (01.05.2016) nachlesen kann, hat die Türkei 1000 staatlich finanzierte Prediger nach Dt. gschickt und baut Moscheen in Serie. Neuerdings kuriseren sogar von den obersten Religionshütern veröffentlichte Kindercomics von Diyanet, mit denen die offene Islamisierung via bunte Family-Bildchen vorangetrieben wird. Die Kinder werden darin zum Märtyrertod animiert. Aufgedeckt hat dies die türkische Zeitung Cumhurieyet. In der Bildergeschichte mit
WeiterlesenDeutungsalarm
Geburtstagsparty in Frankfurt bei B. und U. mit hundert Personen. Ein bisschen in den 1. Mai getanzt, der dieses Jahr dummerweise auf einem Sonntag liegt. Meine schöne L. und ihr B. sind, das sage ich jetzt einfach mal so, ein schwer glückliches und interessantes Paar. Ich bin stolz auf sie. PM nicht gut drauf, kam vom Kongress weg aus Berlin angereist, ich aus Tü, komfortabel in einem beinahe leeren ICE*, wo es sich prima arbeiten lässt. Nach der Party noch in der Nacht nach Hause, nach B.N., gefahren. Dauerregen, Dauerkälte. Weil PM auf der Strecke Berlin – Frankfurt einen Schlenker
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