Mittwoch. „Jeder hat einen heiligen Ort, eine Zufluchtsstätte, wo sein Herz reiner und der Verstand klarer ist, wo er sich Gott, der Liebe, der Wahrheit oder dem, was er anbetet, näher fühlt. Mein heiliger Ort war Steves Bar – mit allen Vor- und Nachteilen. Und weil ich sie in meiner Jugend entdeckte, war sie mir umso heiliger und ihr Bild von jener besonderen Ehrfurcht getrübt, die Kinder Orten zugestehen, an denen sie sich geborgen fühlen. Andere hegen solche Gefühle vielleicht für ein Klassenzimmer oder einen Spielplatz, für ein Theater oder eine Kirche, für ein Labor, eine Bibliothek oder ein Stadion.
WeiterlesenAutor: Juliane Vieregge
Der Staat gegen Fritz Bauer
Dienstag. Und abends mit Dorle ins Kino: Der Staat gegen Fritz Bauer. Von der Handlung her etwas zäher als Im Labyrinth des Schweigens, aber nicht weniger informativ. In der Politik gibt es – wieder mal – keine Guten und keine Bösen. Was ich nicht wusste: Fritz Bauer wollte Eichmann in Frankfurt den Prozess machen, doch Israel wollte Eichmann nicht ausliefern. Eichmann hätte durch seine Aussagen die Bombe platzen und zahlreiche deutsche Nazipolitiker hochgehen lassen können. Daran bekundete der israelische Staat aber gar kein Interesse – hatte er doch gerade einen Waffendeal mit Deutschland am Laufen. Das muss man sich mal
WeiterlesenEin Mann
Till: Ein Mann lächelt nicht.
WeiterlesenMein Steuerberater
Samstag. Der Besuch des Steuerberaters ist eigentlich nichts, worüber sich schreiben lässt, obwohl mein Steuerberater durchaus seine poetische Seite hat, weil er gerne Geschichten erzählt, und manchmal kommt er nur auf eine halbe Stunde vorbei, um einen anständigen Kaffee zu trinken, und dann erzählt er mir von seinem Abenteuerleben vor seiner Steuerberaterzeit, den Kaffee mag er schwarz und stark, und dazwischen erzählt er auch was über die Steuer und worauf ich zu achten habe, weil er jedesmal wieder entsetzt ist, was ich alles nicht weiß oder schon wieder vergessen habe, obwohl er es mir doch erst beim letzten Mal eingetrichtert
WeiterlesenKonferenz …
… da träume ich mich lieber weg. Und träume vom Angeln. Keine Ahnung, wieso. Ist doch gar nicht mein Ding und ich war auch noch nie angeln. Beim Angeln, stelle ich mir vor, kannst du deine Gedanken treiben lassen, das ist cool, da kannst du denken, wonach dir ist, da kommt dann ein Fisch und du willst den gar nicht und wirfst ihn wieder ins Wasser zurück und fängst an ein Buch zu lesen, das schon länger in deiner Tasche liegt, beim Angeln kann ich doch lesen, oder?, und das Buch gefällt dir nicht besonders, aber du liest einfach weiter,
WeiterlesenHölderlin
Oh du VomheiligenOthemdeshimmlischenTrankesgenährterundkeimenderBusen Hölderlin das Beste an dir ist die Pizzeria im Hölderlinturm.
WeiterlesenFremdbestimmt
Donnerstag. PM hat Geburtstag, und ich kann nicht bei ihm sein.
WeiterlesenEin Samstag in Tübingen
Party am Egeria-Platz, eine durchzechte, durchschlemmte, durchfeierte Nacht, spätes Frühstück mit PM, Steve und D., Stadtbummel, Osiander, Risiko, ein Cappuccino am Affenberg unter der Herbst- oder Spätsommersonne, je nach Betrachtung, danach Kino (Fack Ju Göthe 2. saudoof), danach LTT-Theaterkneipe, anregende Gespräche mit anregenden Leuten über die Premiere und die coole Jennifer Kornprobst, was wir beides nicht gesehen haben, und an jeder Straßenecke Diskussionen über Flüchtlinge, den VW-Abgasskandal und Dieselmotoren …
WeiterlesenCol. XVII
Es gibt Leute, deren einzige Kreativität ist die Destruktion. Arme Schweine. Eigentlich.
WeiterlesenCollage XVI
Unter Strom Geht’s weiter Mit Akribie und Kompetenz Mehr Einsatz mehr Erfolg Nutze deine Chance Ausdauer lohnt sich Greif nach den Sternen Rabimmel rabammel – Dort droben leuchtet der Logo-Stern
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