Mittwoch. Merkel erklärt den Gründonnerstag kurzerhand für einen Ruhetag, was auch immer das sein soll. Einen Tag später entschuldigt sie sich bei den Bürger*innen und nimmt die Verantwortung für das Chaos auf ihre Kappe. Egal, wie daneben diese Sache war – eine Politikerin, die sich entschuldigt, finde ich bemerkenswert. Für das Missmanagement beim Impfstoff, wofür im Wesentlichen von der Leyen verantwortlich ist, gibt es keine Entschuldigung (hat ja auch niemand drum gebeten).
WeiterlesenKategorie: 2021
Herzblut
https://www.esanum.de/feeds/esanum-podcast/posts/das-tuebinger-modell-viel-herzblut-und-freie-corona-tests-fuer-alle
WeiterlesenLeben?
Montag. Reparaturtermin: In einem Monat! Werde meine Nachbar*innen noch eine Weile mit Sekt und Pralinen beglücken, um im Gegenzug bei ihnen meine Wäsche zu waschen.Friseurtermin: Heute. Yeah!, neuer Schnitt, neues Leben. Zumindest den Weg über bis nach Hause.Ansonsten eher depri: Die Politik kündigt den dritten Lockdown an; man hat sich ja noch gar nicht vom zweiten erholt. Das Tübinger Tagesticket nutze ich kaum. Keine Lust auf Einkaufen/Stadtbummel. Im „Amt“ wird zweimal wöchentlich getestet, Tausende Tests, bisher niemand positiv. Das ist natürlich super, und ich frage mich (heimlich), wozu dann der ganze Aufwand mit dem Homeshooling? Wenn alle Städte das Tübinger
WeiterlesenWaschmaschinengate
Sonntag. Vergangenen Dienstag kommt sie endlich: die Neue. Coronabedingt telefonisch bestellt … nicht das Modell, das ich wollte, weil es das gerade nicht gibt (unterbrochene Lieferketten und so) … jedenfalls eine Miele in einfacher Ausführung ohne Programmierungsschnickschnack. Darauf lege ich Wert. Das Vorgängermodell hat 30 Jahre lang gehalten, das will ich wieder: laufen soll sie und nicht kaputt gehen.Acht Wochen habe ich auf den Moment gewartet. Die beiden Installateure werkeln fast zwei Stunden am Anschluss rum, es gibt Probleme, während ein Stockwerk höher meine Online-Fortbildung anläuft.Endlich sind sie fertig, sie programmieren den ersten Waschgang, als sei das ein Zaubertrick, und
WeiterlesenPolitisch impfen
Samstag. Laut Stufenplan des Bundesministeriums für Gesundheit bin ich dran: Priorisierungsgruppe 3. Läuft aber irgendwie nicht. Der Schutz des Menschenlebens hat die absolute Priorität in unserem Staat? Eher nicht. Davor steht die Ideologie bzw. die Macht der Monopole. Schutz ja, schon – aber bitte nur mit Impfstoff aus der westlichen Welt! Doch der reicht vorne und hinten nicht aus, jedenfalls nicht in Deutschland. Chile dagegen, so erfährt man aus den Medien, hat so viel Impfstoff bestellt wie nötig, um alle Erwachsenen – knapp 19 Millionen Menschen – zweimal durchzuimpfen: Biontech/Pfizer, AstraZeneca, Johnson & Johnson, Sinovac aus China, Sputnik aus Russland. Politische Vorbehalte
WeiterlesenMörder unter sich
Donnerstag. Neu-US-Präsident Biden dreht an der Eskalationsschraube und tituliert Putin öffentlich als Mörder. Da kann man ja nur froh sein, dass Trump weg ist! Und fragt sich: Was sind dann „Friedens“nobelpreisträger Barack Obama, die Bushs oder die Clintons?
WeiterlesenSicher öffnen
Mittwoch. Tübingerin zu sein macht mich manchmal direkt stolz. Wir sind gerade Modellstadt für Coronalockerungen zu Beginn der 3. Welle der Pandemie geworden. Schnelltests sind die Lösung! Überall in der Stadt kann man sie durchführen, auch bei uns im „Amt“ wird regelmäßig mittwochs und freitags getestet (nun gut, Lehrer*innen sind jetzt nicht nur IT-Spezialisten, sondern auch Testfhelfer). Im Gegenzug erhalten die Getesteten das Tübinger Tagesticket, das den Einlass in Geschäfte, Museen, FitessCenter, in die Außengastronomie und zum Friseur gewährleistet. Nicht die Stadtverwaltung kontrolliert, sondern die Betriebe selbst; die Stadt setzt auf Einsicht und Eigenverantwortung. Das Infektionsgeschehen wird täglich beobachtet und
WeiterlesenFehler
Montag. … noch dieses eine Dokument hochladen, den Haken setzen, das richtige Datum für die Fälligkeit … Jeden Tag die Angst im Nacken, irgendwas zu verwechseln, zu vergessen, nicht zu checken. Morgens schlage ich die Augen auf und habe direkt eine der Optionen auf dem Schirm. Das ist Stress pur, Überforderungsstress, der Stress nicht zu genügen. Ich hasse das System, die Algorithmen, die Pandemie, die mich zu derart sklaventreiberischer Tätigkeit degradiert. Alles, wozu ich in meinem Beruf fähig und willens bin, ist obsolet. Heute, beim Zuteilen der virtuellen Räume, unterläuft mir ein FEHLER. Klick – die Sitzung ist plötzlich beendet,
WeiterlesenWahlsonntag
Sonntag. Vor dem Wahllokal reihen wir uns in die lange Schlange maskentragender, in der Kälte bibbernder Leute ein. Den Rückweg treten wir im Wissen um den allwöchentlich anstehenden Abschiedsschmerz in Herz und Worten an. Vorwärtsschauen, Pläne machen sind das ist das Einzige, was hilft. Und dann verschwindet PMs Auto in der langen Kurve der B27, und ich gehe hoch und schalte den PC ein: Stunden für morgen vorbereiten, 4 Stunden Fernunterricht, 2 Stunden Präsenzunterricht. Mit Mecki und Jérome/Beret in Kiel telefonieren … willkommene Unterbrechungen … Austausch … die Wahlergebnisse analysieren …
WeiterlesenVerachtung
Freitag. „Ach, es wird ein kurzes Intermezzo sein. Die Inzidenz steigt auch hier. Wenn unser Lebensinhalt nur aus Shoppen besteht, dann sollen die Infektionen halt wieder steigen. Ist mir wurscht! Weltweit ne Pandemie, und am wichtigsten Fußball & Shoppen…“Ich kenne den Typen nicht und auch nicht den, dem sein verächtlicher Kommentar gilt, aber innerlich gehe ich auf Verteidigung. Dabei ist mein Interesse für Fußball durchaus mäßig, und meine Shopmania hat spätestens die Pandemie mir ausgetrieben. Ich ärgere mich über die Eindimensionalität seines Statements, that’s it! Shoppen und Fußball sind doch Synonyme für Leben. Ich habe Sehnsucht nach Leben, während die
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