Sonntag. Drei Tage Eisenach: Besuch bei PM’s Eltern, beide über neunzig. Krachlaut/fordernd/hellwach und gebrechlich der eine, bzw. manchmal ein bisschen im Traumland und rüstig die andere, ergänzen sie sich gut … kommen jedenfalls alleine in ihrer Wohnung zurecht. Vom Küchenbalkon der Blick auf die Wartburg ist für mich immer wieder faszinierend. Zwei wunderbare Alte-Freunde-Abende bis frühmorgens um zwei: Donnerstag in Toffs Garten direkt unter der Wartburg mit viel Thüringer Grillbratwürstchen, viel Bier, viel Aromatique, vielen Stechmücken, vielen Themen; Freitag im Kartoffelhaus und später im Klappertopf, thematisch und alkoholmäßig nachhaltige Vertiefung gegenüber tags zuvor. Dazwischen super Ausstellung im Lutherhaus. Das Hotel Glockenhof, ehemals
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Familie
Montag, B.N. L und B zu Besuch. Theo kam auch dazu, sein erster Schultag nach den Ferien, alles ganz unspektakulär, so stelle ich es mir vor, das Family-life mit PM zusammen … L und B haben mein Auto, das geschenkte von PM’s Vater, mit nach Köln genommen. Mir gefällt das Analoge daran, sagt B. Wenn sie alle wieder weg sind, bin ich traurig. Aber auch froh. Dass es sie gibt.
WeiterlesenDorftanz
Samstag, zurück in B.N. Gestern Abend Musik und Tanz im Bell’s. Größer kann das Kontrastprogramm nicht sein, N.Y. – Ahrweiler, yeah! Mitmachen oder gehen!, ist L.’s Motto, seit sie im dauerjecken Kölle lebt … Und es wird ein schöner Abend mit Livemusik, netten Leuten und – Tanzen!
WeiterlesenNew York – Menschen im Hotel
Donnerstag. Es war die Idee der Fahrstuhlführerin (Elevator Girl?). Mit ihr, einer eleganten Schwarzen mit Glitzerbrille, Glitzerohrringen und figurnahen Kleidern in konsequentem Schwarzweiß, habe ich vom ersten Tag an Freundschaft geschlossen. Sie überhört mein holpriges Englisch, sie sagt mir, wo ich den Frühmorgenkaffee umsonst bekomme (steht auf einem Buffet vor dem Frühstücksraum), sie drückt mich an ihren üppigen Busen, wenn Gefühle sie übermannen, sie gibt mir den entscheidenden Tipp, als ich von ihr wissen möchte, wie eigentlich der Blick von ganz oben ist. Ganz oben ist eine Privatwohnung, sagt sie. Aber fragen Sie an der Rezeption nach Etage 39! Die
WeiterlesenZusage
Mittwoch. Und in New York erreicht mich die Zusage von einem Interviewpartner, um den ich mich seit über einem Jahr bemühe. Er möchte seine Geschichte in dem respektvollen Rahmen aufbewahrt wissen, den sie verdient. Bin sehr froh. Es ist eine besondere und besonders tragische Geschichte. Jetzt heißt es, schnell Termin in Berlin ausmachen …
WeiterlesenCharming New York
Mittwoch. Nach dem Frühstück laufen wir zum Guggenheim, das mich gleich mal durch seine Lage mitten in einem Wohngebiet überrascht. Fensterlos, weiß und spiralförmig liegt es da wie eine an Land gespülte Riesenschnecke, nicht höher als die Mehrfamilienhäuser rechts und links. Interessant, welche Künstler der Kupferbaron Solomon Guggenheim in ihrer Bedeutung so früh erkannt und gekauft hat, dass er sich jeweils kleine Sammlungen zulegen konnte: Kandinsky, Pollock sind prominent vertreten, auch Klee, Feininger, Légers, Picasso, Brancusi und Guggenheims Freundin Hilla Rebays. Am Nachmittag machen wir eine geführte Tour im Tenement Museum über die Anfänge der deutschen jüdischen Auswandererfamilien, sind zunächst ein
WeiterlesenNew York und die Lichter
Dienstag. Das MoMA ist nochmal eine ganz andere Erfahrung als das Metropolitan Museum. Hier wirken die Bilder viel unmittelbarer. Was natürlich an uns liegt; mit den Kunstwerken von Jackson Pollock, Andy Warhol, Jasper Johns sind wir praktisch aufgewachsen, mit dem Betrachten ihrer Arbeiten hat unser künstlerisches Auge sich gebildet und unser Verständnis von Kunst seinen Anfang genommen. Die Eindrücke der zweiten Etage, die komplett dem Werk von Robert Rauschenberg gewidmet ist, wirken lange nach. Rauschenberg war besessen von der Idee, verschiedene künstlerische Ausdrucksformen zu verbinden zu Gesamtkunstwerken: Combines von Tanz, Musik und Gebrauchsdingen, von darstellender und gestaltender Kunst, von Technik,
WeiterlesenNew York und die Inspiration
Montag. Fünf Stunden im Metropolitan Museum. Vor vielen Bildern stehst du und denkst, verdammt, das kenne ich schon so lange, das war doch im Deutschbuch oder im Lieblingskunstbuch oder es hing in irgendeinem Zimmer von irgendwelchen Freunden als Kunstdruck: Feininger, Picasso, Braque, aber auch die alten Meister: Vermeer, Hals, Rembrandt … hier sind sie alle, PM bekommt seinen Chagall und seinen Dix, ich meinen Hopper und meinen Cézanne. Nachmittags holen wir Theo ab, essen was in einer kleinen Kaffee-to-go-Bar und machen uns mit der Subway auf nach Chinatown. Vor den Läden hängen T-Shirts mit fuck you, you fucking fuck-Aufdruck, was
WeiterlesenNew York, die Erste!
Sonntag. Als wir den Flieger verlassen, das Procedere mit Auschecken und so überstanden und unsere Koffer geholt haben, reihen wir uns in die Warteschlange für ein Taxi ein. Das ist alles ganz geregelt, genau wie am Flughafen Tel Aviv: du wirst von langen Plastikbändern mehrfach um die Kurven geführt, bis du dran bist und deinen Zielort angibst: Manhattan! Die Black Lady in Uniform studiert einen Organizer oder tut so als ob und weist uns das vorderste Taxi zu. Ah ja, da wäre man jetzt auch selbst drauf gekommen, aber es ist schon ganz cool, wenn die Dinge so ihre Ordnung haben.
WeiterlesenSchneller als gedacht
„jetzt wird es ernst. Gestern wurde trippus aus seinen handtuch getragen, mit die füss zu erst. Nach ersten angaben muss ihn der ’schlag getroffen‘ haben. Er hatte wohl noch am tisch gesessen. Grüße, H.-P.!“
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