Harrys Lernstub

Gestern Abend konnte ich endlich mal wieder an meiner geliebten Lernstub teilnehmen. Was habe ich den intellektuellen Diskurs vermisst! Und die Teilnehmer*innen, die mir seit über zehn Jahren ans Herz gewachsen sind, allen voran natürlich der einmalige Harry Waßmann. Thema: Zionismus und die unterschiedlichen jüdischen Auslegungen des Begriffs. Wie immer hat Harry das wie immer supergute Material vorher verschickt, um einen gewissen Horizont zu gewährleisten. Anschließend bei Wein und Käse und Obst zusammengehockt und gequatscht. Leider wird es sehr lange dauern, bis ich wieder Ferien habe und dann auch gerade die Lernstub stattfindet.

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Das Narrativ vom bösen Chinesen

Mittwoch, Tübingen. Das nächste Märchen ist angerichtet. Und via willige Medien auf den Weg gebracht, uns die Köpfe zu verdrehen und unsere Angst zu entfachen: China ist nicht länger Partner, sondern Systemrivale. Deshalb muss die Nato reagieren und in eine neue Ära des „dauerhaften Wettbewerbs mit China“ eintreten (Jens Stoltenberg). Aus dem ökonomischen Decoupling wird flugs eine militärische Gegnerschaft. Weil: Unter anderem verkaufen die Chinesen ihre E-Autos zu billig in die USA und nach Europa. Vor allem aber distanzieren sie sich politisch und ökonomisch zu wenig von Putin. Ehe Zweifel an dem Märchen sich ausbreiten können, muss die neue Lehre

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Noch einmal

Fußmarsch nach Cervo, hoch auf die Burg und wieder zurück. Danach sind wir ziemlich k.o. Noch einmal gebadet, noch einmal ins Lieblingsrestaurant. Der letzte Tag, morgen gehts wieder nach Hause. In meinem Fall: Nach Tübingen. Ich habe ja schließlich noch Ferien …

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Kevin glattgebügelt

Mittwoch, Diano Marina. Dass Kühnert die Faeser verteidigt, ist ein Armutszeugnis. Früher hatte der Kevin eine freche Klappe und traute sich Sachen zu sagen, die andere nur gedacht haben. Jetzt ist er glattgebügelt und angepasst. Wie kriegen die das nur hin? Sind das Coachingseminare, oder erledigt die Rolle das ganz von selbst?

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Rosenmaffia

Dienstag, Diano Marina. Er komme aus Bangladesch, sagt er. Sein Lächeln so demütig, dass es einem ins Herz schneidet. Die wunderschönen Exemplare stehen jetzt in einer abgeschnittenen Plastikflasche im Hotelzimmer und erinnern an einen wunderschönen Urlaubsabend. Und an einen sehr liebenswerten Rosenverkäufer.

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Die schon

Schüler Immo.,  9. Klasse: Wir wählen alle rechts. Wir wählen AfD, weil wir die Ausländer nicht mögen. Ich: Magst Du Soray auch nicht? Ich kann es mir leisten das zu fragen, weil ich weiß, dass Immo die Soray sogar sehr mag. Er: Doch, die schon. Ich: Warum die und andere nicht? Er: Weil ihre Eltern arbeiten und sie will auch arbeiten und nicht schmarotzen wie die anderen. Politisch korrekter könnte man Immos Haltung zur Migration so wiedergeben: Wir brauchen Einwanderung in den Arbeitsmarkt, aber weniger irreguläre Migration in die sozialen Sicherungssysteme. Ist das eine rechte Position? Ist das eine AfD-Position?

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Fremdscham

Sonntag, Diano Marina. Was Innenministerin Faeser anlässlich des Mordes an einem Jugendlichen in Bad Oeynhausen zu sagen hat: Jedenfalls kein Wort zu der Familie des Opfers Philippos T.! Statt dessen: Abwiegeln der Verantwortlichkeit, moralische Entlastung des Täters aufgrund der besonderen Umstände. Dessen Name wird, im Gegensatz zu dem des Opfers, nirgendwo genannt. Weil das den Finger in die Wunde legen würde? Leider liegt die Annahme nahe. Das Thema Migration sei aus der Öffentlichkeit verschwunden, behauptet Faeser weiterhin. Wie bitte? Es gibt doch kein zweites Thema, das die Öffentlichkeit so sehr umtreibt wie das Migrationsproblem. Dann erst wird sie konkreter: „Heute

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Mindset Change

Samstag, Diano Marina. Ein 20-Jähriger wird am 23. Juli auf der Abifeier seiner Schwester in Bad Oeynhausen von zehn syrischen, als Kriminelle polizeilich erfassten Jugendlichen  erschlagen. Ein 15-Jähriges afghanisches Mädchen wird von ihrem polizeibekannten Vater umgebracht, weil ihm ihr Lebenswandel nicht gefällt. An meiner vorherigen Schule in Tübingen wird während der Abifeier ein Schüler hinterrücks von einer Gruppe migrantischer Jugendlicher zusammengeschlagen. Der Fall hat keine mediale Verbreitung gefunden, da das Opfer, ein ehemaliger Schüler von mir, „nur“ schwerverletzt in der Klinik gelandet ist. Inzwischen geht es ihm wieder gut, GSD, aber sein Mindset habe sich, wie mir erzählt wurde, radikal

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