KI-Fake im ZDF

Donnerstag. Die reine Wahreit im ZDF ist angekratzt. Wenn KI-generierte Bilder im Heute-Journal über die US-Einwanderungsbehörde ICE wieder ein unerhörtes, empörendes Bild von Trumps USA zeichnen, dann ist das mit Sicherheit kein bedauerlicher Fehler, wie ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten suggerieren möchte, sondern vollste Absicht, nur leider schief gegangen. Keineswegs wird das ZDF daraus „klüger werden“ (Schausten), sondern es wird die Methodik verfeinern. Für einen Fehler stimmt die Richtung allzusehr mit der bisherigen Richtung der Öffentlich-Rechtlichen überein: Kräftezehrendes Trump-Bashing – um sich der erhofften Nachfolgeregierung aus den Reihen der Demokraten in vorauseilendem Gehorsam anzudienen? Egal, wie man zu Trump steht: Mit dem

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Nachlese

Dienstag, Kiel. Das Publikum in Kiel ist so freundlich und zugewandt, dass es mir eine Freude ist zu lesen und Fragen zu beantworten. Dazu diese außergewöhnliche Buchhandlung Fördeseiten, die die Kultur in den eher stillen Ortsteil Wellingdort trägt – was wünscht man sich als Autorin mehr. Ich bummle durch die Holtenauer Straße, mein Zug kommt erst gegen Mittag, und über mir kreischen Möwen. Das ist jedesmal wieder verblüffend. Die zwei Tage habe ich bei meinem Bruder gewohnt – so ein Glück, an schönen Orten liebe Menschen zu kennen und zu treffen. Nachher Heimfahrt, morgen muss ich arbeiten. Irgendwie habe ich

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Lesung Kiel

Sonntag. Ich freue mich auf Kiel. Ist immer ein bisschen wie nachhause kommen. Mein Bruder, mein Patenkind, meine Freundin, die Förde, der Wind und die wunderbare Buchhandlung Fördeseiten. Montag, 19 Uhr!!!   

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Eine Woche

Samstag. Im ganzen Jahr gibt es nichts Ätzenderes, Unkreativeres, Ungesünderes als Steuer. Eine Woche telefonieren bzw. Belege einfordern, eine Woche Belege sortieren, eine Woche dem freundlichen Steuerberater nachschicken, was ihm alles noch als fehlend aufgefallen ist. Ich bekomme Bauchschmerzen und vertrage eine Woche lang nur Hüherbrühe.

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Suchen und finden

Freitag. Meine neue Lerngruppe heißt Ü50 und schafft es, mich echt mal zu verblüffen. Sitzen da und schauen mir skeptisch beim Reinkommen, Mantel Ausziehen, Tasche Auspacken zu. Ich habe heute Morgen einen goldbeschichteten, ziemlich coolen Jeansrock angezogen, dazu khaki Wildlederstiefel. So was mögen manche nicht. Sie sind eher die Jogginghosenfraktion. Ich fange an zu erzählen, wer ich bin, was ich so mache und was ich heute mit ihnen vorhabe, dann erzählen sie. Ihre Skepsis verfliegt, die Unterschiede relativieren sich, wie durch ein Wunder wird die Atmosphäre flockig und locker. Zwei fangen an zu weinen. Sagen, sie fühlen sich alt und

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Martensteins Rede

Harald Marteinsteins überfällige Rede im Schau-„Prozess gegen Deutschland“, eine Inszenierung am Hamburger Thalia-Theater. Hier im Wortlaut, dem nichts mehr hinzuzufügen ist. Ach doch: Abzusehen ist, dass Martenstein jetzt in die rechte Ecke geframt werden wird von Leuten, die ihm, sorry, das Wasser nicht reichen können. Kann man andere Meinungen nicht einfach mal AUSHALTEN, ohne gleich um sich zu hauen? Viele Kommentare zu seiner Rede bestätigen ihn in jedem Satz. Es ist nicht alles faschistisch, was rechts der CDU ist. Das hieße, den Faschismus zu relativieren. Dagegen unternimmt Martenstein eine historische Einordnung, falls das jemanden interessiert. Wenn sie hören, (Brand-)mauern (Denkmauern?)

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Glück

Wenn ein Traum in Orange und Gelb den Startschuss ins neue Lebensjahr abfeuert und der Duft von Rosen, Mimosen und Fresien dich umfängt und später liebe Freunde und Familie mit dir zusammen feiern & sich austauschen über Gott und die Welt – das ist Glück.

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Mantra

Samstag. Mir hat mal eine Agentin am Telefon gesagt: „Schuster, bleib bei deinem Leisten.“ Blöde Kuh, hab ich gedacht, die kennt mich doch gar nicht. Die hat keine Ahnung, wieviel Energie ich aufbringen kann, wenn ich wirklich etwas will. Es ging um das Buch Lass uns über den Tod reden, und sie hat es mir nicht geglaubt, dass ich an all diese Leute rankomme, um sie zu interviewen. Ein Vertrag zwischen uns kam also nicht zustande. Das Buch kam zustande. Ohne eine Agentur. Es ist gut geworden und hat einen guten Verlag gefunden. Ein Buch, auf das ich immer noch

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