IMMER WIEDER – NIE GENUG – Konzerttour Alexander Scheer und Andreas Dresen interpretieren Gundermann am 08. August 2023 in Tübingen
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Blumen und Geschenke
Mittwoch, Tübingen. Turbulente Tage liegen hinter mir. Meine Verabschiedung vor genau einer Woche vom „Amt“: bewegend, schön, irgendwie auch erleichternd. Kurzer Anflug von Melancholie. Standing Ovations für meine Rede (trotz der einen oder anderen Klarstellung). Abschied auch von meiner Klasse, Blumen, Geschenke und ein paar tolle Elternbriefe über meine Arbeit in den letzten drei Jahren mit ihren Kindern. Am Morgen bin ich mit Rollköfferchen im „Amt“ eingelaufen, um direkt nach den Feierlichkeiten nach Berlin abzuzwitschern (die immerwährende Angst stehen zu bleiben). Auf der Fahrt Bagdad, Erinnerungen an eine Weltstadt von Najem Wali zuende gelesen und den Fragenkatalog für das Interview am
WeiterlesenUngehört
Montag, Tübingen. Der Regisseur James Cameron über die Gefahren der Künstlichen Intelligenz: „Ich habe euch 1984 gewarnt“ (Terminator): https://www.gmx.net/magazine/unterhaltung/filme-serien-kino/james-cameron-gefahren-kuenstlichen-intelligenz-1984-gewarnt-38450204?fbclid=IwAR1w9yXEpYotIV_yL603Pr3M1QGvaojQAnDFdAZMc9nX50SwM4ucz_9qzDw
WeiterlesenHeute vor …
Freitag, Tübingen „ … heute vor 2 Jahren war die Flut, die so viel verändert und so viel zerstört hat. Und so viele Narben sind geblieben. Das ist immer noch bedrückend. Jetzt warte ich auf den Gartenmann …“ schreibt PM bedrückt in seiner GuteMorgenSMS aus Eisenach. Gestern war meine letzte Zeugniskonferenz hier in Tübingen. Derweil gestaltet sich die Vertragsunterzeichnung mit der neuen Schule in Eisenach etwas kompliziert, jedoch überschaubar. Dokumente ohne Ende sollen geliefert werden, grauslich … Neugier auf alles Neue, noch nicht Abgegriffene, Inspirierende wechselt mit Verzagtheit und Zweifeln. Die richtige Entscheidung? Wann kann ich sicher sein? In meinem
WeiterlesenWeg in den Wahnsinn
Sonntag, Tübingen. Hab keine Lust mehr. Weiß nichts zu schreiben, habe nichts zu berichten. Wenn deutsche Politiker*innen jetzt indirekt dazu aufgefordert werden, die Lieferung von Streubomben an die Ukraine abzunicken, weil man den „USA nicht in den Arm fallen“ dürfe (Steinmeier), dann fehlen mir die Worte. Dann ist jede Argumentation obsolet. Dann sind wir am Ende der Aggressionsspirale angekommen. Verteilt Atomwaffen, liebe Amerikaner, dann haben wir es schneller hinter uns. Yes, ich bin für Atomwaffen, wie geil geil geil ist das denn …
WeiterlesenStill
Samstag, Tübingen. Wenn das Tchen mir durchs Zugfenster verschämt eine Kusshand zuwirft, ein Reflex auf meine Geste und im Bewusstsein eines Sechsjährigen abgrundtief uncool, noch im Abwenden ein stilles Lächeln auf dem Engelsgesicht, dann schmilzt mein Herz dahin.
WeiterlesenÜberfall
Donnerstag, Tübingen. Hackerangriff auf meinen Laptop. Der Andere übernimmt mein persönliches und geistiges Eigentum – sichtbar gemacht im Cursor, der über den Bildschirm flitzt, ohne dass ich die Maus berühre. Ein Einbruch in mein Allerheiligstes. Bin selbst schuld, bin auf die Angstmasche reingefallen. Vier ganze Tage in den Sand gesetzt mit diesem Müll. Kein Internet, kein Mail-Verkehr, kein Festnetz, kein Bankzugang … Banktermin: von PayPal bekomme ich alles zurück, fast 1000 € hat sich dieser bad-English-holpernde, der Aussprache nach indische “Mikrosoft-Berater” geholt, während er vorgibt mir zu helfen, dieses blöde Schwein. Das 400-Euro-Guthaben, das er sich bei Amazon auf meine
WeiterlesenNachhall
Samstag, Tübingen. Wie wunderbar ist es, allein zu sein. Und wieder zuhause. Der Urlaub klingt in mir nach als leichte Melancholie und Schmerzlosigkeit und Ruhe. Ich arbeite. Das Interview mit Elena Uhlig möchte ich bis Montag fertig haben, anschließend das mit Betty BBQ. Arbeit tut gut, auf dem Hintergrund dieses raren Gefühls von Einssein mit sich und der Welt. PM ist schon wieder in Eisenach. Am Donnerstag, direkt vor unserer Abfahrt, hat er das Bild gekauft. Während die Händlerin es in Luftpolsterfolie verpackt, sagt sie mit einem Lächeln: Ligurien reist jetzt nach Deutschland. Nun steht es also im Wohnzimmer in
WeiterlesenSommer auf dem Balkon
Mittwoch, Diano di Marina. Morgen ist Abfahrt. Wir kaufen Geschenke, Olivenöl, italienische Nudeln, Artischockencreme, Limoncello, Pesto und Pistazienkekse. Wir haben doppelt so viel Gepäck wie bei der Herfahrt. PM hat ein Bild entdeckt in einem Antiquariat, bei dem wir zufällig vorbeikamen. Es ist die sehr schöne Darstellung einer Stadt am Meer. Die Händlerin zeigt uns die Stelle auf ihrem iPhone und man erkennt das Motiv sofort wieder. PM möchte es sich noch überlegen, wir bummeln durch die Stadt, essen abends auf dem Balkon Käse und Foccacia und Parmaschinken, dazu wunderbare Tomaten mit Olivenöl und Salz, und haben Abschiedsschmerz.
WeiterlesenLesen
Dienstag, Diano Marina. Unstimmigkeit geklärt, hatte irgendwas mit Ernährungsproblemen und dem Essen nach 17 Uhr zu tun … Abends zu viert in unser Gartenlokal gegangen, Entspannung ohne negativen Nachhall, bin sehr erleichtert. Morgengrauen von Philippe Djian gelesen. Sehr enttäuscht. Djian kann nicht mehr schreiben, kanns aber auch nicht bleiben lassen – so mein Gefühl. Vielleicht hat er auch einfach keinen Bock mehr auf einen nachvollziehbaren Plot und Sätze wie Gemälde wie in seinen frühen Romanen. Statt dessen kritzelt er irgendeine hanebüchene Story runter, leider auch noch aus der Sicht einer jungen Frau (welche Anmaßung), spickt sie mit abgehangenen Altherrenphantasien und
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