Die Backmischung aus Dubai

Montag. Warum kauft sich Susanna in Dubai eine Backmischung für Rosinenkuchen? Warum zieht sich Theo in einem Hotelzimmer in Las Vegas Good bye, Lenin rein? Weil wir manchmal ganz schön schlau sind. Und eine Backmischung oder ein Lieblingsfilm manchmal die Rettung bedeuten.

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Pinkeln gegen den Dom

Samstag. Warum pinkelt ein Mann gegen den Dom?, fragt PM. Ich habe mich gerade über Männer beschwert, die einem das Klo vollpinkeln, ganz allgemein, ich will gar keine Grundsatzdiskussion, hatte am Abend davor nur Full House und heute entsprechenden Großputz in Bad und Toilette. Ich gebe zu, die Frage überrascht mich. Gegen welchen Dom? Ach so, den Erfurter natürlich, PM hat Vergangenheit im Osten, beim Thema Pinkeln scheint er aus irgendwelchen Gründen automatisch an den Erfurter Dom zu denken. Aber wieso Dom? Kann es kein Erfurter Baum sein? Ein Erfurter Bauzaun? Eine Erfurter Hausecke? Nein, ein Dom. Das Pinkeln gegen

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Zentrieren

Donnerstag. Dem hätte ich längst eine zentriert!, sagt T. Wir sitzen im Ratskeller und essen viel und mit Genuss, und T. erzählt von einem Kumpel, der Stress mit irgendeinem Randalierer hatte, dass die Luft brannte. Mein Sohn. Ich könnte ihn immerzu ansehen, ihm immerzu zuhören.

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Völlig vergessen

Mittwoch. „Der Name Lampe muss nun völlig vergessen werden“, schrieb Kant in seinen nachgelassenen Schriften über seinen Diener Lampe, mit dem er sich nach vier Jahrzehnten verstritten und ihn aus dem Haus gejagt hatte. Der Name Martin auch!

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Kryptisches, oder: Wochenende in Bad Neuenahr

Montag. PM-Insider: KGB Gefühlsskala 1-10 Wattiges Gefühl: Das Sein verschmilzt mit der Materie. Russich für Anfänger (törnt mich an) Dame A: Sieben. Dame B: Drei. Abends im Kino Monuments Men. PM nach einer Weile: „Ich mach jetzt mal kurz die Augen zu, aber ich krieg noch alles mit!“ (Schnarch.) Beim Abspann: „Schon vorbei? Mensch, das war aber ein kurzer Film!“

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Ich schick mich

Lisanne heute an der Ampel: Hey, schön dich zu sehen, wie gehts? Ich: Gut. Sie: Ja, mir leider nicht. Ich hab Rheuma, schon seit meiner Kindheit, das ist gar nicht lecker, sag ich dir. Ich denke noch darüber nach, dass Rheuma nicht lecker ist, da sagt sie im Weitergehen: Also ich muss los, war nett dich gesehen zu haben. Ich schick mich jetzt mal zu meinem Doc! Ja, und ich schick mich zur Bank und zum Copyshop, und zur Krankenkasse sollte ich mich samt dem Umschlag, der seit Wochen am Boden meiner Tasche vor sich hin gammelt, auch gleich schicken.

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Letzte Worte

Montag. Die gebratenen Tauben bitte direktemang ins Maul. Hauptsache, bequem muss es sein. Ausreden, Wegducken, Lügen, Hauptsache das Gegenteil von aufrechtem Gang. Weil, der ist auch unbequem. Sich durchlavieren statt Klartext reden: Ich weiß nicht. Was ist schon Liebe. Wer kann denn Äpfel mit Birnen vergleichen? Oder, noch allerweltsformelmäßiger: Das kommt darauf an. Ja, worauf denn, bittschön? Bis die Zeiten günstiger sind? Die Zeiten waren nie so günstig wie JETZT. Oder gibt es Prügel fürs Farbe bekennen? Droht Knast? Folter? Bestrafung für Klartext? Aber da müsste man ja kurz mal nachdenken. Statt seinen Mitmenschen – mich – mit Belanglosigkeiten anzuöden.

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Och Mensch, Alice

Mittwoch, B.N. Och Mensch, Alice, musste das jetzt auch noch sein? Erst arbeiteste mit der BILD zusammen, und jetzt outeste dich als Steuerhinterzieherin. Manno, was soll das denn? Weißte nicht mehr, waste uns mal beigebracht hast? Das Private ist politisch! Den alten Sponti-Spruch haste Dir auf die Feminismusfahne geschrieben und hast ihn zum berühmtesten Slogan der Frauenbewegung gemacht. Ich war voll davon inspiriert, verstehste das? Der Satz hat mich regelrecht angefixt – politisch, privat und auch beruflich in der schreibenden Auseinandersetzung mit mir und meiner Umwelt, wenn ich das jetzt mal so hochtrabend formulieren darf. Alles ging auf einmal jeden

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Glück

Sonntag, B.N. Glück ist, wenn man merkt, dass man jemand anderen glücklich macht. Definition stimmungsabhängig … Ein schöner Januar liegt hinter mir (als einer bekennenden Januarhasserin). Neu in meinem Aktivwortschatz: Stimmig. Sklavenfilm. Prominenter Hintern. Weichgespülte Brigade.  

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Hennessy

Mittwoch. Ulla und Tino gestern Abend zum Essen eingeladen. Sie brachten eine Flasche Hennessy mit. Wow! Wann und mit wem mache ich die auf? Giulia auch dabei. Unsere WG klappt hervorragend, muss ich sagen. Ulla isst vegan. Hatte ich auch bedacht. Dass sie außerdem keine Paprika mag, wusste ich nicht und erwies sich angesichts meines Ratatouilles – mit extra viel Paprika – als Problem. Raussammeln? Das Gemüse war sehr fein geschnitten, wie ich es liebe. Ich sagte ihr nur was von den grünen und gelben Paprika, die roten behielt ich für mich. Weshalb Ulla sie beim Rausfischen für Tomaten hielt.

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