Campus TV

Montag. Heute Vorbesprechung mit Campus-TV Tübingen im good old Brechtbau. Sehr witzig: die Stufen hochzuschlendern wie früher, ohne Nostalgie-Anflug und unter deutlich anderen Vorzeichen. Zwei superkompetente Studentinnen managen die Planung und Durchführung. Die Sendung zum Thema Tod wird am 11. April live ausgestrahlt.

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Lass uns über den Tod reden – Enno Kalisch

„… Zwei Jahre vor seinem Tod saß mein Vater im Publikum. Ich hatte einen Auftritt im Dorfcafé, und es war ein magisch schöner Abend. Ich glaube, da war er wirklich stolz auf mich. Indem er mich als Geschichtenerzählter erlebte, erkannte er mich als den, der ich jetzt bin. Ich glaube, da sah er, dass ich mein Ding machte und meinen Weg gefunden hatte. Indem er mich und meine Kunst anerkannte, erkannte er ja auch einen Teil von sich selbst an. Ich war für meinen Vater so ein komischer Junge, der nicht gut turnen konnte. Mein Vater dagegen war ein exzellenter

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Wenn …

… PM mich ansieht, denke ich immer das Wort Augenblitze. Er holt mich in diesen überbordenden, hochgepeitschten Tagen wieder runter, macht einen Joke, lacht sein Lachen und ich lache mit, weil es wirklich witzig ist und ich nicht so tun muss als ob, läuft mit mir in die Stadt rein, findet den meerblauen Mantel von Marbello gut, den ich sowieso genommen hätte, aber so ist es viel besser, setzt die Kaffeemaschine in Gang und gibt dabei eine Anekdote zum Besten, die ihm gerade durchs Gehirn rauscht, schlägt die Beine übereinander mit dieser ihm in die DNA eingeschriebenen PM-Eleganz, sagt etwas

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Überraschung

Samstag. Damit hatte die Bayer-AG wohl nicht gerechnet, den Prozess um Krebsrisiken von Glyphosat zu verlieren. Wie das Bundesgericht in San Francisco jetzt geurteilt hat, ist der Pflanzenvernichter Roundup – irreführend immer als Unkrautvernichter tituliert, obwohl es keineswegs nur Unkräuter vernichtet, sondern ALLES bis auf die speziell gegen den Wirkstoff Glyphosat wirksam genmanipulierten Getreidesorten durch ein Monsanto-Patent – ein wesentlicher Faktor für die Entstehung von Lymphdrüsenkrebs. Die Übernahme von Monsanto wird dem Leverkusener Pharmakonzern noch übel aufstoßen. Denn der Kläger Edwin Hardeman, der dem Monsanto-Konzern nicht nur seine Krankheit, sondern auch bewusstes Verschweigen der Risiken durch das Pflanzengift Glyphosat vorwirft,

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Feedback

Samstag, B.N. Superpositives Feedback von der Berliner Zeitung, mit der es gestern ein Telefoninterview gab, und von der Thüringer Allgemeinen, die mich vorgestern interviewte. Beide Interviews müssten nächste Woche erscheinen. Das von der Thüringer Allgemeinen hat Esther Goldberg gemacht, das von der BZ Florian Thalmann. Schönstes Kompliment von Thalmann: Er werde Lass uns über den Tod reden nach Fertigstellung des Interviewtextes zuende lesen – was nicht unbedingt die Regel sei. Darüber habe ich mich gefreut.Beret hat angerufen. Sie ist schon durch und hat beim Text von Ehrhardt-Lakomy geweint.

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Besuch

Auf der umgedrehten Zinkwanne sitzt heute Morgen eine Ente und watschelt durch das flache Wasser auf dem Wannenboden. Wo kommt die her? Wie kommt die wieder runter? Auf dem Nachbarbalkon sitzt auch eine, ein graues Weibchen; die bei mir ist das Männchen mit grün schillernder Federrobe. Auf Hörkontakt recken sie sich einander zu, eine Mauer trennt sie, zwei Königskinder?, nö, wie auf Verabredung heben die ab und weg sind sie …

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Waffen, Mobbing und ein Verein zur Rettung der deutschen Sprache

Dienstag. Wir sind die Guten! – Deutschland ist auf Platz 4 in Sachen Waffenexport nach den USA, Russland und Frankreich. Hauptimporteur: kein anderer als der saudische Mörderprinz MbS. Da fragt man sich, was schlimmer ist? * Sahra Wagenknecht wirft das Handtuch. Sie gibt gesundheitliche Probleme als Grund an, wen wundert’s? Dass fortwährendes Mobbing gesundheitsgefährdend ist, weiß jeder, der es selbst schon mal in der einen oder anderen Form erlebt hat.Schon im Oktober 2017 ließ sich Parteichef Bernd Riexinger mit dem Satz zitieren:“Sahra ist leider nicht aufzuhalten als Fraktionsvorsitzende. Man kann sie nicht einfach abschießen. Sahra muss gegangen werden und daran

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Es ist da

Samstag. Seit heute halte ich mein Buch in den Händen. Was lange währt, wird endlich gut. Dieses Gefühl habe ich: Ich bin einverstanden, so wie es ist.Wir sind extra früh nach Tübingen losgefahren, um die Pakete mit den Belegexemplaren heute noch von der Post abzuholen. Jetzt stehen sie in meiner Küche. Ich habe sie geöffnet, während PM Kaffee gemacht hat. Er nimmt ein Buch heraus und gibt es mir. Es liegt gut in der Hand, die Leinenstruktur ist haptisch angenehm, die Farben so, wie ich sie mir gewünscht hatte, und wenn ich es aufschlage, sehe ich meine 18 tollen Gesprächspartnerinnen

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Frauentag

Freitag, B.N. PM gratuliert mir zum Internationalen Frauentag und liest mir die News vor. Der 8. März ist seit diesem Jahr gesetzlicher Feiertag in Berlin als erstem Bundesland. Kritik hagelte es direkt nach dem Beschluss des Abgeordnetenhauses aus Bayern. Weil Berlin pleite ist und Bayern beim Länderausgleich draufzahlt. Die Bayern haben trotzdem noch drei Feiertage mehr als die Berliner. Zur Feier des Tages treffen wir uns heute Abend mit J. und A. zum Essen im Medo in Siegburg.

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