Alchemist von Donnersmarck

Mittwoch, B.N. „Als Künstler ist man Revolutionär und Freiheitskämpfer“ – ich bin megagespannt auf Florian Henckel von Donnersmarcks neuen Film Werk ohne Autor, dem dieser Satz leitmotivisch zugrunde liegen soll. Anhand der Biografie von Gerhard Richter soll der Film thematisieren, wie sich private Traumata in ein Kunstwerk, in goldene Kunst, verwandeln können – ein Prozess, für den von Donnersmarck das wunderbare Wort ‚Alchimie‘ reanimiert hat.

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Süß

Montag, B.N. In einem türkischen Gemüseladen frische Datteln als Süßigkeiten entdeckt. Sehr froh darüber, war auf dem besten Weg zur Schokosucht. Am liebsten esse ich Datteln mit Ayran.

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Angekommen

Sonntag, B.N. Heute Morgen einen politisch superkorrekten Traum gehabt. Hier die Schlüsselwörter: Champagnerglas, Badezimmer, Putzhilfe, Klassenbewusstsein, weiße Schürze, Angeberleben. Gestern Abend spielte im Radio eine traurige Ballade, davon wurde ich zuerst trübsinnig, dann bekam ich den Moralischen. Mutter noch nicht besucht. Vorarbeiten fürs „Amt“ noch nicht mal angefangen. A. und St. nicht auf ihre so liebenswürdige E-Mail geantwortet …  . Und fängst du erstmal damit an, übernimmt ruckzuck dein Über-Ich und grast großflächig deinen kompletten Bewusstseinsboden nach sämtlichen kleineren und größeren Vergehen ab, lässt keine dunkle Ecke aus (brauchst du das?) und wird – klar doch! – immer fündig. Dabei

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Hans Georg Maaßen – V-Männer unter sich

Hätte die Polizei das Lkw-Attentat auf dem Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz  im Dezember 2016 verhindern können? Hans Georg Maaßen, Chef des „Verfassungsschutzes“, sagt: Nein! Er sagt auch: Es habe nie einen V-Mann im Umfeld des Breitscheidplatz-Attentäters Anis Amri gegeben. Er sagt das sogar immer wieder. Und belügt damit immer wieder den Bundestag bzw. den parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Fall Amri! Tatsache ist: Maaßen hatte sehr wohl einen V-Mann in Amris Umfeld eingesetzt (darüber wurde in verschiedenen Medien längst berichtet wie zum Beispiel bei RBB, bei ARD-Magazin Kontraste und auf Welt-investigativ-Blog), der V-Mann besuchte dieselbe Moschee wir Amri, die Sicherheitsbehörden hätten mit diesen Kenntnissen das Lkw-Attentat

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Rhetorische Unfähigkeit und bedrückende Langweiligkeit

Donnerstag, B.N. Während die Chemnitzer die Welt aus den Angeln heben, ist Merkel in Ghana und versucht Afrika zu retten. „Schöne Maid, hast du heut für mich Zeit“ spielt die ghanaische Militärkapelle für sie auf. Ja, hat sie, danach gehts weiter nach Nigeria. Der Bundespräsident besucht derweil eine Schule in Köln. Sachsens CDU-Ministerpräsident Kretschmer und die Chemnitzer SPD-Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig suchen am Abend auf einer Großveranstaltung den Dialog mit der Chemnitzer Bevölkerung im sog. „Sachsengespräch“ – das einzig Richtige angesichts der aufgeheizten Stimmung in ihrem Bundesland. Leider stehen die beiden wie ein Schluck Wasser da vorne auf dem Podium des

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G.L.Ü.C.K.

Mittwoch, B.N. „Das Glück wird oft beschrieben als der Augenblick, in dem jeder Gedanke an die Vergangenheit oder Zukunft abgeschaltet ist.“ Schöner Satz, schöner Gedanke aus dem wunderbaren Buch Die Lieben meiner Mutter vom wunderbaren Peter Schneider.  

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Der Tod als Lehrmeister?

   Montag, B.N. Ein armer Vater von zwölf Kindern sucht für das dreizehnte einen Taufpaten. Den lieben Gott, den er auf der Landstraße trifft, will er dafür nicht, da dieser ungerecht seine Güter verteile. Auch den Teufel lehnt er ab, denn der verführe die Menschen nur zum Bösen. Als ihm schließlich der Tod begegnet, der von sich selbst behauptet, er mache alle gleich, schlägt der Mann ein. „Wer mich zum Freund hat, dem kann’s nicht fehlen“, fügt der Tod hinzu. Darauf bestellt der Mann ihn direkt zum nächsten Sonntag zur Taufe ein. Das dreizehnte Kind wächst heran. Eines Tages hält

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